[ANTHOLOGIE] Like a (bad) Dream vorbestellbar + Leserunde

Hallo ihr Lieben,

es ist endlich soweit – ab sofort kann die zweite Anthologie auf Amazon vorbestellt werden. Freut euch schon jetzt auf 18 fantastische Geschichten und sichert euch euer Exemplar, um am 29.03.2019 direkt loslegen zu können. Taschenbuchfans müssen nicht lange warten, denn die liebevoll gestaltete Printausgabe wird zeitgleich erscheinen und ebenfalls über Amazon erwerbbar sein. Wer es nicht erwarten kann und vorab in “Like a (bad) Dream” lesen will, hat zwei Möglichkeiten:

Facebook Leserunde


Bis zum 20.03.2019 man kann sich für die Facebook-Leserunde bewerben (die eBooks werden ab dem 21.03.2019 an die Gewinner verschickt). Versucht euer Glück und lest die Anthologie mit den Autor*innen zusammen vorab – postet einfach einen kurzen Kommentar direkt auf Facebook und ihr seid im Lostopf. Wir freuen uns auf euch und sind gespannt, wie ihr “Like a (bad) Dream” findet.

Leipziger Buchmesse 2019


Wer auf der Leipziger Buchmesse ist, hat die Chance die Taschenbücher vorab am Stand des Main Verlages / der Kuschelgang zu erwerben. Chris P. Rolls wird ca. 30 Bücher zum Verkauf dabei haben, inklusive einer tollen Bonuspostkarte (nicht auf dem Foto zu sehen), die alle Käufer erhalten, die die Anthologie direkt bei ihr (und später bei jedem anderen Autoren) kaufen. Nutzt die Gelegenheit die Anthologie nicht nur vorab zu haben, sondern auch viele Unterschriften zu sammeln, denn etliche Autor*innen der Anthologie sind auf der Buchmesse. Der Preis für die Anthologie liegt bei 15,-€ – sie hat einen Umfang von knapp 470 Seiten.

Hier findet ihr den Stand des Main Verlags / der Kuschelgang – bitte beachtet, dass der freie Verkauf nur in Halle 1 möglich ist. In Halle 5 wird die Anthologie lediglich präsentiert, erworben werden kann sie nur in Halle 1, Stand C 318!

Schaut einfach vorbei – an den Ständen wird euch auf jeden Fall geholfen. Ich wünsche euch viel Spaß und freue mich schon jetzt auf die ersten Bilder / Fotos der Anthologie.

Liebe Grüße,
Juliane

[ANKÜNDIGUNG] Autor*innen Benefizanthologie – Tag 4

Hallo ihr Lieben,

die nächsten beiden Teilnehmer*innen werden enthüllt – einer davon war auch bei der ersten Anthologie mit von der Partie. Ihr könnt euch schon jetzt auf zwei ungewöhnliche Geschichten freuen.

Thomas Pregel
Thomas Pregel stammt aus Schleswig-Holstein und lebt als freier Lektor und Schriftsteller in Berlin. Außerdem unterrichtet er bei einem Bildungsträger Geschichte und Sozialkunde – er lebt also eine klassische moderne Berliner Erwerbsexistenz. Er schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr Romane und Kurzgeschichten, die seit 2013 hauptsächlich im Größenwahn Verlag Frankfurt am Main erschienen und sehr oft, wenn auch nicht immer, schwule Hauptfiguren haben.

www.thomaspregel.de

Kurzgeschichte: Die Schlangengrube

Ich stürme jubelnd in meine Schatzkammer und – renne in eine gewaltige Welle aus Schmerz hinein. Aus den Augenwinkeln meine ich, eine große Schlange zu sehen, die auf mich zuschnellt und mir ihre Giftzähne ins Fleisch gräbt. Instinktiv will ich mich wegdrehen, zur Seite werfen, in Deckung gehen, aber ich kann nicht, ich hänge noch immer am Andreaskreuz fest. Ich bin gefesselt. Ich bin gefangen. Ein Gefangener …

Dima von Seelenburg
Ein weltoffenes Elternhaus mit nahezu allen Möglichkeiten, sich frei zu entwickeln, bescherte Dima von Seelenburg eine glückliche Kindheit und Jugend am Rande einer westdeutschen Kleinstadt. Sein Sport, die Musik von Brian Adams sowie das Literaturangebot der nahegelegenen Stadtbücherei prägten seine jungen Jahre.
Mittlerweile lebt er in Berlin, tut dies gern, fährt auch kurze Strecken mit dem Elektroroller und wünscht sich eine sozialere Politik und Gesellschaft. Die Sehnsucht nach dem Meer treibt ihn regelmäßig aus der Hauptstadt in Richtung Süden, auch eine gewisse Liebe zu Skandinavien wird ihm nachgesagt.

Als Höhepunkt seines bisherigen noch recht kurzen Autorendaseins bezeichnet er die Leipziger Buchmesse 2018, während der er auf der großen Jugendliteratur-Bühne seinen Coming-of-Age-Roman “Eis bricht langsam” in einer Lesung persönlich vorstellen durfte.

Er selbst ordnet seine Geschichten, die allesamt über einen schwulen Protagonisten verfügen, dem queeren Unterhaltungsgenre zu.

Kurzgeschichte: Muskelspiele

»Mit einem süffisanten Grinsen stellt die junge Kellnerin unaufgefordert zwei Gläser Sambuca, aus denen bläuliche Flammen züngeln, vor uns auf den Tisch. Alles brennt. Der Likör, mein Herz und die Atmosphäre um uns herum.«

Bisher angekündigt:

[ZITATE-FREITAG] Like a Dream

Hallo ihr Lieben,

letzte Woche hatte ich euch bereits die Zitate aus unserer Benefizanthologie “Like a Dream” angekündigt, heute ist es endlich soweit. Da ich alle Zitatesammlungen unter dem Begriff “Zitate-Freitag” poste, bekommt auch dieser Sonntags-Post dieses Label, also wundert euch nicht. Zu jeder Geschichte habe ich einen kurzen Abschnitt rausgesucht, damit ihr einen Eindruck von den einzelnen Geschichten bekommt. Eine ausführliche Leseprobe gibt es natürlich auch: Leseprobe. Doch nun wünschen wir viel Spaß mit den Textausschnitten 🙂

Bestellen: Amazon

»Du warst bisher immer da und ich … na ja, letzte Woche nicht, aber ich hatte gehofft, dass du heute wiederkommst.«
»Ja, ich höre dir gern zu«, behaupte ich schlicht und werde mit einem erneuten Lächeln belohnt. »Dabei stehe ich echt nicht auf Gedichte und teilweise habe ich gar keine Ahnung, was du überhaupt vorliest.«
»So schlimm?«
»Nein, nein, nicht schlimm. Es ist für mich eher erstaunlich. In dieser Hinsicht bin ich vollkommen talentfrei und kann dich nur bewundern. Sich so etwas auszudenken und es dann noch vor Publikum zu rezitieren … Das ist schon beeindruckend.«
»Findest du?«
»Ja«, sage ich grinsend.
Aaron schüttelt den Kopf und seufzt dann theatralisch. »Das ist nicht von mir«, flüstert er. Seine Hände klemmen zwischen den Oberschenkeln und ich wette, sie zittern.
»Nicht? Von wem dann?«
»Von meiner Oma.«

“Like a Dream”, Mehr als ein Traum (c) Karo Stein

Nach kurzem Suchen finde ich sie: Seine Hände, die meine Sorgen weg streicheln, Wärme in mich massieren. Es sind gute Hände, vertrauensvolle Berührungen. Ich umfasse die Finger, die sich um meine schließen. Gegendruck ist gut. Fester …
Es dauert.
Es dauert immer.
Alles schmerzt. Der innere Schmerz ist schlimmer, als der körperliche.
Langsam richte ich mich auf, mit beiden Händen mit Neill verbunden, und hebe schwerfällig den Kopf. Ich blinzle Neill entgegen, hole angestrengt Luft und zittere.
»Du bist schon lange nicht mehr geflogen.« Seine Stimme hat einen karamellfarbenen Klang – samtig, ein wenig eingefärbt. »Ist gestern etwas gewesen?« Neill sieht mich an, aus klaren blauen Augen.

“Like a Dream”, Träume für Finn (c) Elisa Schwarz

Mein Herzschlag beschleunigt sich, bis es wehtut und ich das Heft sinken lasse. Was auch immer Victoria mir da aufgeschrieben hat: Es ist nicht die Legende, die ich kenne, es ist nicht die Geschichte, an der ich einst Schönschrift übte. Immer habe ich gewusst, dass meine Eltern mich nach dem kleinen Mariano aus jener Legende benannt haben. Aber warum erzählt Victoria die Geschichte auf diese Weise? Warum ist Manuel bei ihr der Sohn eines Jägers, wenn er doch in der Legende eine Heiligenerscheinung, das Jesuskind selbst sein soll?
Ich lasse die Fragen in meinem Bewusstsein wirbeln, weil sie die Verwirrung in den Hintergrund drängen, dass sich die Geschichte in meine Träume geschlichen hat, noch bevor ich sie gelesen habe.
»Ich will nicht brennen.« Marianos Hilferuf aus meinem Traum klingt mir noch allzu deutlich im Ohr.

“Like a Dream”, Der unsichtbare Mantel (c) Sabrina Železný

In Aleppo war er gut in der Schule gewesen, vor allem in Englisch, wofür ihn die anderen Jungs aufgezogen haben Weil Yasser anders ist. Schwul. In Deutschland ist es in der Schule viel entspannter: hier darf man anders sein. Meistens jedenfalls. Yasser ist es auf mehrfache Art, als Schwuler und als Flüchtling. Manchmal hat er sogar das Gefühl, dass dieses Schwulsein das Flüchtling-sein abmildert. Wahrscheinlich ist Schwulsein in Frankfurt sehr viel angesehener als das Flüchtling-sein. Trotzdem ist er ein Niemand. Er wird gerade so gemocht, dass er sich hier wohler als in Syrien fühlen kann. Trotzdem vermisst er ihr wunderschönes Haus, vor allem sein eigenes Zimmer, wo er seine ersten Berührungen mit Typen und seine ersten Erfahrungen sammeln konnte. Er vermisst sein eigenes Bett und seinen gut gefüllten Schrank. Yasser möchte so gerne wieder viele Klamotten haben. Doch sie haben so wenig Geld zur Verfügung – niemand weiß das besser als er selbst, da er es verwaltet. So gerne er es für ein paar Klamotten abzwacken würde, es geht nicht. Dann würde es an anderen Stellen fehlen.

“Like a Dream”, Die Freiheit in Gedanken (c) Jannis Plastargias

Scheiße, ich stehe hier und schmachte den Kerl an. So nötig habe ich es schon. Gut, das letzte Mal, als ich Sex hatte, ist auch verdammt lange her. Etwa drei Wochen. Ein schneller Quickie auf dem Herrenklo in irgendeiner Kneipe. Ich kann mich weder an den Namen der Kneipe noch an das Gesicht des Mannes erinnern, den ich vernascht habe. Aber das ist auch nicht wichtig.
In diesem Moment öffnet der Schönling seine Augen. Perplex halte ich die Luft an. Sie sind dunkelbraun, fast schwarz. Ein satter, dunkler Farbton, der mich an flüssige Schokolade erinnert und mich reflexartig nach meiner Kamera greifen lassen will, um diesen Moment einzufangen. Um den Augenblick für immer festzuhalten und ihn in Pixel, Bits und Bytes zu bannen. Natürlich habe ich meine Kamera nicht bei mir, was ich sofort aufrichtig bedauere.
Der Mann hebt langsam den Kopf und sieht mich fragend an. Kein Wunder, wahrscheinlich überlegt er, ob ihm ein Irrer oder ein Triebtäter gegenübersteht, so, wie ich ihn anstarre.

“Like a Dream”, Like a Dream Unexpected Regrets (c) Bianca Nias

Hoffentlich kam nicht ausgerechnet jetzt einer der Nachbarn aus seiner Wohnung und sah Vincent hier auf Zehenspitzen im Slip herumstehen. Allerdings müsste sich der, den er auf dem Dach entdeckte, darum noch mehr Gedanken machen. Denn der Mann, der dort einige Meter entfernt aufrecht mit dem Rücken zu ihm stand und seine Gliedmaßen streckte, trug absolut nichts am Leib. Vincent erkannte ihn sofort – die blonden Haare und ausgeprägten Oberarme waren unverkennbar. Was zur Hölle tat Arik nackt auf dem Dach? Im diffusen Licht der Nacht, nur schwach erhellt vom gelben Schein einer Straßenlaterne, schienen dessen Arme für einen winzigen Moment kürzer und die Beine länger zu werden. Vincent kniff kurz die Augen zu. Er musste ganz schön müde sein, wenn sich offensichtlich sein Gesichtsfeld für eine Sekunde verschob. Außerdem hätte er längst heruntersteigen und sich um den Krampf in seinem Fuß kümmern müssen, doch er konnte sich von dem Anblick nicht lösen. Wann hatte man schon mal die Gelegenheit, nachts um drei einen attraktiven, hüllenlosen Mann auf einem Hausdach zu beobachten? Der kalte Wind strich über Vincents blanken Oberkörper und ließ ihn frösteln, änderte jedoch nichts an dem Verlangen, das er in sich spürte.

“Like a Dream”, Ocean Dreams- Die Einsamkeit am Meer (c) Savannah Lichtenwald

»Ja, bin ich!«, rufe ich meine Antwort regelrecht hinaus, als wäre es die Verkündung einer biblischen Wahrheit. »Ich bin ein Fisch! Ich bin einer von euch!«
»Was? Du bist ein Karpfen?«
»Nein.« Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. »Ich bin kein Karpfen, nur ein Fisch.«
»Nur …?«
»Nein, nicht nur. Ich bin ein Fisch, ein echter Fisch!«
»Das möchte ich aber auch meinen«, erwidert der Karpfen, ohne dass ich sagen könnte, ob von meiner Antwort zufrieden gestellt oder einfach nur beruhigt. Auf jeden Fall bleibt er seinen eigenen, verschlungenen Gedankengängen treu. »Wir Karpfen leben schließlich nicht im Schlamm«, fährt er fort. »Aber was für ein Fisch bist du denn nun? So etwas wie dich habe ich hier noch nie gesehen. Du musst neu sein.«
Ich atme einmal tief durch, dann antworte ich: »Ich bin ein Winterfisch.«

“Like a Dream”, Unter dem Wasser (c) Thomas Pregel

»Schön Mailo, was hast du für uns?«, fragte Mrs. Adams. Sie lächelte erwartungsvoll. »Wer ist dein Held?«
Ich war aufgestanden. Man macht das so, wenn man seinen Helden verkündet, man steht auf, lächelt Richtung Adams und gibt Antwort.
»David Kato«, lautete die meine. »Mein Held ist David Kato.«
»Und wer ist – David Kato, Mailo?«
»Zweitausendelf wurde er mit einem Hammer erschlagen.« Das fand ich spannungssteigernd.
»Und das ist dein Held?«
»Ja, genau.«
Nun schob sie ihre Brille von der Stirn auf die Nase, wohl um mich genauer zu begutachten. »Und was genau macht ihn zu einem Helden für dich?«, fragte sie. »Dass er mit einem Hammer erschlagen wurde, ja wohl kaum?«
»Kato war schwul«, erklärte ich. »Er hat sich für die Rechte von Schwulen und Lesben in Uganda eingesetzt.«
Nun kam erst mal nichts.

“Like a Dream”, Mein Held (c) Jobst Mahrenholz

Die Gedanken des Träumers sind konfus und sprunghaft. Nur Fetzen rasen an mir vorbei, Erinnerungen und Eindrücke seiner Welt. Zusammenhangslos und für mich ohne erkennbares Muster spielen sie sich vor mir ab.
Der Träumer scheint inmitten seines Gedankenchaos gefangen zu sein. Immer wieder ändert sich die Szenerie, Gebäude und Räume wandeln und verzerren sich; und der Träumer taumelt von einem Bruchstück ins Nächste.
Spüren kann ich ihn allerdings nicht. Auch seinen Duft kann ich nicht wahrnehmen, keinen noch so winzigen Hauch, obwohl er vorher so präsent gewesen war. Eine Weile beobachte ich ihn und mit der Zeit regt sich etwas in mir. Ich weiß nicht, was es ist, aber ich möchte ihn nicht dort lassen, gefangen in seinen wirren Gedanken.
Was ist das für ein Gefühl? Ich kenne es nicht. Es ist nicht der Hunger nach seiner Angst oder die Gier nach seinem Duft. Es ist anders, befremdlich. Es verwirrt mich. Unwillkürlich tauche ich tiefer in den Geist des Träumers hinein. Ich kann mich nicht dagegen wehren.

“Like a Dream”, Alb Träume (c) Anna Maske

»Überraschung!«
Ja, das konnte man wohl sagen, und sie war gelungen. Er wusste gar nicht, was er sagen sollte. Vor Rührung und Überwältigung trieb es ihm glatt Tränen in die Augen. Gute Freunde waren doch was Tolles.
Und dann sah er … ihn. Zwei Tische weiter an der gegenüberliegenden Wand saß Gregor inmitten anderer Krawattenträger.
Scheiße!
Wie viele Restaurants gab es in München? Musste seine Schwester ihn ausgerechnet in das bugsieren, in dem das Geschäftsessen seines Ex stattfand? Karma is a bitch? Und was für eine!
Gregor sah so geschockt aus, wie sich Andreas fühlte. Ihre Blicke trafen sich und ein irrwitziger Kampf der Gefühle entbrannte in Andreas‘ Brust.

“Like a Dream”, Alles Gute zum Geburtstag (c) Alexa Lor

Ich sagte immer noch nichts, schaute abwechselnd auf das Gemälde und durch die Galerie, suchte nach einem Radio, aus dem Marschlieder klangen. Doch der Rhythmus und die singenden Kinderstimmen, die ich beim Betrachten des Bildes hörte, mussten aus meinem Kopf stammen. Auf einmal sah ich Herrn Wrobels Muttermal auf dem Gesicht eines Jungen, sah Pfützen und Matsch, den er mit dem Handrücken von der Wange wischte, den Schlafsaal in einem Gemeindehaus, einen Pfarrer. Auf einmal spürte ich Schmerzen und Liebe, erinnerte mich an eine kurze Zeitspanne, in der ich glücklich war, obwohl Tod, Krieg und Vernichtung gar kein Glück gestattet hatten.
Plötzlich wusste ich wieder, woher mir das Muttermal und der über das Gesicht gewischte Handrücken bekannt vorkamen.
Als der Mann nach dem dritten Paket griff, drehte ich mich zu ihm um, vergaß alle Angst, alle Vorsicht und Diskretion, die ich sonst walten ließ, und fragte: »Du heißt nicht zufällig Siegfried?«

“Like a Dream”, Klangfarben der Liebe 1965 (c) Florian Tietgen

Hieß es nicht, dass zwischen Zwillingen ein besonderes Band existierte? Wir hatten bislang alles zusammen durchgestanden. Aber wenn ich ehrlich war, empfanden wir beide, damals wie heute, kein Glück. Nur, wenn wir in die Rollenspielwelten abtauchen und uns darin verlieren konnten.
Vor Jahren hatten wir zahlreiche Möglichkeiten gehabt, doch keiner von uns hatte sie erkannt. Wir begriffen nur die Einschränkungen. Heute …? Das Gefühl des Verlustes legte sich wie ein Eisenband um meine Brust und drückte zu. Scharf stachen Tränen in meine Augen und fingen sich in meinen Wimpern. Für einen Moment konnte ich nicht atmen. Rauch schien mich zu ersticken. Vor mir flackerte das Licht wie ein wilder Brand.
Dieser verfluchte Abend! Ich erinnerte mich an den Moment, in dem sich das Schicksal gegen uns stellte …

“Like a Dream”, Bruderliebe (c) Tanja Meurer

Irfan stellte sich in Position und tanzte. Er trippelte in wiegenden Schritten vor und zurück, bewegte seine Arme wie ein Schlangenmensch, ließ seinen Kopf wippen und drehte sich wie ein Derwisch. Sein Körper war so biegsam wie Bambus, so geschmeidig wie ein Stück Seide. Das Spiel seiner Muskeln war unter der nackten Haut gut zu erkennen. Die Musik ging über in orientalische Tanzmusik und Irfan passte sich an. Hatte er vorher eine Art Geschichte erzählt, mit ausdrucksvollen Gesten, die so überzeugend Lachen und Weinen dargestellt hatten, wurde sein Körper nun lockerer. Alex sprang plötzlich auf und holte seinen Schal aus fließendem Stoff aus dem Rucksack. Irfan eilte sofort darauf zu, band ihn sich um die Hüften und tanzte weiter. Das Bild war wie verwandelt, als unterstriche der flatternde Stoff die Bewegungen. Irfan schwebte über den Boden, koordinierte Arm- und Beinbewegungen und sein Oberkörper war so beweglich, dass Alex staunte. Nach einer Weile konnte er einen Refrain aus der fremdartigen Melodie heraushören und summte ihn leise mit. Irfans Augen waren geschlossen, er schien eins zu sein mit sich und der Musik.

“Like a Dream”, Bacha-Bazi (c) Laurent Bach

Er wollte seinem Tuath keine Schande machen, aber er wusste, dass er ohne seinen Anam Cara nicht weiterleben konnte. Lieber starb er, als auch nur ein weiteres Jahr ohne ihn zu verbringen. Wenn der Taoiseach ihn nicht freigab, würde er ohne den Segen der D’Arrai gehen, heimlich, ohne Abschied, und fortan als Ausgestoßener durch die Welt ziehen.
Nach einem letzten tiefen Atemzug trat er auf den Zelteingang zu, der sich genau in diesem Moment öffnete. Eine dunkle, große Gestalt versperrte ihm den Weg. Der Draoi.
Immer trug er die Maske aus Rabenfedern, die Filim lediglich zu rituellen Anlässen angelegt hatte. Über seinen breiten Schultern lag das Fell eines Höhlenbären. Man erzählte sich, dass er in jungen Jahren gegen ihn gekämpft hatte und schwer verwundet worden war. Seitdem verdeckte er die entstellenden Narben mit der Maske, die nur seine Augen frei ließ. Hellgraue, klare Augen, die sich nun forschend auf Ciaran richteten.
»Ciaran«, flüsterte der Draoi heiser. Auch den Verlust seiner Stimme verdankte er dem Höhlenbären. »Es ist gut, dass du kommst. Ich möchte über einiges mit dir sprechen.«

“Like a Dream”, Anam Cara (c) Leann Porter

»Hey, neue Klasse!« Der Typ hob grüßend die Hand, sein Lächeln vertiefte sich. Eine angenehme Stimme, die, wie das Zucken um seinen Mund, leicht spöttisch wirkte. Marcos Herz wummerte weiter. Neugierig hob er wieder den Kopf.
Wow, in diesen Augen könnte man glatt versinken. Und dann noch diese langen Finger und die festen, sonnengebräunten Unterarme. Die feinen Härchen darauf luden regelrecht zum Darüberstreichen ein. Quatsch, was dachte er denn da gerade? Marco biss sich verlegen in die Unterlippe.
»Mein Name ist Felipe Petersen, und ich lerne Fachrichtung Nutzfahrzeugbau und Fahrzeugkonstruktionstechnik. Und bevor ihr euch den Kopf ewig zerbrecht, ob ich vielleicht schwul bin: Ja, bin ich. Aber so was von stockschwul.« Grinsend blickte Felipe sich um, während sich verblüfftes Schweigen über die Klasse legte und wirklich jeder ihm volle Aufmerksamkeit zollte.
»Ich bin so furchtbar schwul, dass für gewöhnlich alle homophoben Arschlöcher bei meinem Anblick vor Schreck in einer rosa Wolke explodieren. Puff!«

“Like a Dream”, Lebe deinen Traum (c) Chris P. Rolls

»Was für eine …«
Ein rauer Kuss unterbrach Nazar. Starke Arme schlossen sich um seine Schultern und zogen ihn fest an Kiamas Körper. Sein Freund schien den inneren Aufruhr, den er in ihm anrichtete, nicht zu bemerken, denn er vertiefte den Kuss. Nazar erwiderte ihn automatisch, selbst als er Kiamas Zunge an seinen Lippen spürte. Er öffnete sie und ließ sich auf das erregende Spiel ein. Es fühlte sich gut an, ihm wieder so nahe zu sein und dessen Feuer und Leidenschaft zu spüren.
Nach einer gefühlten Ewigkeit löste sich Kiama von ihm. Seine dunklen Augen glühten, ein rosiger Schimmer lag auf seinen Wangen.
»Sag nicht, du hast es vergessen.« Kiamas Hand wanderte unter sein Hemd, streichelte über seinen Bauch und hinterließ ein angenehmes Kribbeln auf der Haut. »Mein Geständnis«, hauchte Kiama.
»Geständnis …«, wiederholte Nazar und unterdrückte ein Stöhnen. Hitze breitete sich in seinen Lenden aus, gepaart mit Anspannung und Nervosität. Er wünschte, er wüsste, was er Kiama in dessen Träumen versprochen hatte, denn es war offensichtlich, dass es etwas Wichtiges gewesen war.

“Like a Dream”, Zwillingstraum (c) Juliane Seidel

Ich hoffe, ich konnte eure Neugier wecken 🙂 Nächste Woche geht es mit den Interviews weiter – Savannah Lichtenwald hat sich ebenfalls den Fragen gestellt und Rede und Antwort gestanden.

Liebe Grüße,
Juliane

[LIKE A DREAM] Vorstellung: Thomas Pregel

Hallo in die Runde,

pünktlich zum vierten Advent habe ich ein neues Interview für euch und Thomas Pregel im Gepäck, der sich den 15 Fragen stellt. Der Berliner Autor hat bereits einige Veröffentlichungen vorzuweisen – demnächst werde ich hier eines seiner Bücher vorstellen.

Erzähl ein bisschen was über dich. Wo kommst du her? Was für Hobbys hast du? Schreibst du Hauptberuflich oder hast du einen „Brot-Job“?
Ich heiße Thomas Pregel, komme gebürtig aus Schleswig-Holstein und lebe nun schon seit siebzehn Jahren in Berlin. Ich bin als Student in die Stadt gekommen und arbeite dort inzwischen als Lektor, Autor und Dozent. Literatur ist meine große Leidenschaft, aber ich kann leider (noch) nicht vom Schreiben allein leben.

Was hat dich dazu gebracht, mit dem Schreiben anzufangen?
Ich kam über das Lesen zum Schreiben. Mit elf, wölf fing ich an, freiwillig Bücher zu lesen, und da war es sofort um mich geschehen. Ich wollte auch schreiben, etwas Faszinierenderes gab es gar nicht mehr. Ich bin dabei geblieben und habe schließlich 2013 meinen ersten Roman mit dem Titel „Die unsicherste aller Tageszeiten“ im Größenwahn Verlag Frankfurt am Main veröffentlicht.

Was bedeutet das Schreiben für dich?
Das Schreiben ist, obwohl nach wie vor ein Hobby, das wichtigste für mich. Es ist das, was meinem Leben Sinn gibt. Außerdem tut es mir insofern gut, dass ich mich niemals ausgeglichener und wohler fühle, als wenn ich gerade geschrieben habe.

Dein Beitrag für die Anthologie ist die Geschichte „Unter dem Wasser“. Wie bist du auf diese Geschichte gekommen bzw. was hat dich dazu bewogen, gerade diese Geschichte zu schreiben?
Anlass für die Geschichte war tatsächlich das ausgegebene Motto/Thema der Anthologie, nämlich Traum. An Wettbewerben oder Anthologien kann ich mich nur beteiligen, wenn das Thema sofort etwas in mir auslöst, mir augenblicklich etwas dazu einfällt. Normalerweise ist das eine Idee, die schon länger in mir schlummert und jetzt erst freigelegt wird. Woher die Idee ursprünglich kommt, kann ich meistens gar nicht mehr sagen, sie ist einfach zur rechten Zeit da.

Was hast du neben „Unter dem Wasser“ noch für Projekte oder Veröffentlichungen?
Ich habe bereits drei Romane und eine Novelle veröffentlicht, alle im Größenwahn Verlag, und dazu noch einige Kurzgeschichten, zum Beispiel in der Reihe „Mein schwules Auge“. Zuletzt erschienen ist mein Roman „Kaltsommer“, eine Mischung aus Krimi und Familien-/Gesellschaftsroman, der zudem noch der Auftakt einer sogenannten „Holsteiner Trilogie“ rund um das holsteinische Dörfchen Kaltsommer ist. An Teil zwei arbeite ich gerade. Bevor der jedoch erscheint, wird im nächsten Jahr noch ein Band mit Erzählungen herauskommen, die in gewisser Weise sehr politisch sind, ohne dabei jedoch das Fiktionale zu vernachlässigen. Ich habe mir alles das vorgenommen, wovor die Anhänger von Pegida, AfD und Co. Angst haben, obwohl es sich dabei ja in der Regel nicht um Ängste handelt, sondern um Wahnvorstellungen, resultierend aus einem Gefühl des Machtverlustes, der sich in Feindlichkeiten ausdrückt. Es wird also um Fremdenfeindlichkeit gehen, um Frauenfeindlichkeit und ganz besonders um Schwulenfeindlichkeit bzw. um die Angst davor, selbst demnächst schwul sein/werden zu müssen, die ja scheinbar grundsätzlich wie ein Damoklesschwert über den männlichen Anhängern dieser Organisationen hängt. Warum auch immer … Neben realistischen Motiven beinhalten diese Geschichten auch immer wieder Horror- und dystopische Science-fiction-Elemente, weshalb ich sie als Schauergeschichten bezeichne. Und eins kann ich sagen: Es macht irre Spaß, diese Schauergeschichten zu schreiben und die ganze (Männer-)Welt schwul werden zu lassen!

Hast du einen bestimmten Ort oder eine bestimmte Person, die dir als Muse dienen? Woher bekommst du deine Ideen?
Nein, ich habe weder einen Ort noch eine Person, die ich brauche, um zu schreiben. Alles, was ich dafür brauche, ist ein ruhiger Platz. Meine Ideen trage ich im Kopf mit mir herum, dort werden sie geboren und gelagert, bis sie reif sind und weiterverarbeitet werden können. Manchmal gibt es eine konkrete Inspiration, oft aber auch nicht. In der Regel vergesse ich die ganz schnell wieder, denn nicht die Inspiration ist wichtig, sondern was am Ende daraus wird, nämlich ein eigenständiges Werk.

Welche Herangehensweise bevorzugst du bei deinen Geschichten?
Ich muss grundsätzlich abwarten, dass die Idee in meinem Kopf einen gewissen ausgereiften Zustand erreicht hat. Sie kann noch so gut sein, wenn ich mich zu früh an ihre Ausarbeitung setze, wird es zumeist nichts. Abwarten und Tee trinken ist manchmal das beste, danach klappt es dann von ganz alleine.

Gibt es etwas, dass dir beim Schreiben besonders schwer fällt?
Nein. Sobald mir die Idee klar vor Augen steht, kann es losgehen. In der Regel brauche ich mehrere Entwürfe, bis alles seinen richtigen Platz gefunden hat, aber das ist nichts, was ich als negativ empfinde. Für mich muss Schreiben ein natürlicher Prozess sein, ein Text muss wachsen, und manchmal braucht er dafür eben länger und mehrere Versuche.

Schreibst du mit Musik oder anderen Geräuschkulissen im Hintergrund oder brauchst du dazu absolute Ruhe?
Früher habe ich zur Musik geschrieben, heute bevorzuge ich Ruhe. Umweltgeräusche dürfen mir dabei gerne ans Ohr dringen, ich muss nicht das Gefühl haben, isoliert und abgeschnitten von der Welt zu sein, also menschliche Unterhaltungen auf der Straße, Vogelgezwitscher oder vorbeifahrende Autos. Aber Musik oder echter Lärm stören meine Konzentration dann doch.

Lässt du dich auch von anderen Autoren inspirieren?
Nein. Ich bewundere viele Autoren, zum einen für das, was sie schreiben, und zum anderen dafür, wie sie etwas schreiben. Aber ich habe genug eigene Ideen und inzwischen auch meine eigene Sprache gefunden, dass ich auf diese Art von Inspiration verzichten kann. Ich möchte ja etwas Eigenes erschaffen, und mich zu sehr von einem anderen Autor beeinflussen zu lassen, gerade wenn ich ihn bewundere, erhöht zu sehr die Gefahr, sein Epigone zu werden und darüber die Eigenständigkeit zu verlieren.

In welchem Genre würdest du dich gerne einmal als Autor versuchen?
Ich probiere einiges aus, habe ja gerade erst einen Krimi geschrieben, obwohl ich als Leser dem Genre gar nichts abgewinnen kann. Als Autor war es dagegen spannend, einmal die Grenzen dieses Genres auszuloten und damit zu arbeiten. Ich habe also keine Berührungsängste und schreibe grundsätzlich, was ich möchte.

Wie würde für dich ein perfekter (Schreib-)Tag aussehen?
Gut schlafen, gut schreiben, gut essen, gut lesen, gut schlafen.

Was sagen deine Familie/deine Freunde zu deiner Autorentätigkeit?
Solange ich sie nicht als Testleser missbrauche und es ihnen überlasse, ob sie meine Sachen lesen wollen oder nicht, ist alles in Ordnung.

Was würdest du jemanden mit auf den Weg geben, der ebenfalls mit dem Schreiben anfangen möchte?
Einfach anfangen. Aber erstmal nicht mit dem Ziel, unbedingt veröffentlichen zu wollen. Schreiben soll Spaß machen. Es ist eine Möglichkeit, sich kreativ auszuleben und dabei auch Neues über sich selbst zu erfahren. Wenn man dann merkt oder denkt, Talent zu haben und immer besser zu werden, kann man auch daran denken, seine Sachen zu veröffentlichen.

Das Thema der Anthologie ist ja „Träume, Hoffnungen und Wünsche“. Wie sieht es denn damit bei dir aus? Was sind deine Träume, Hoffnungen und Wünsche?
Ich wünsche mir, weiterhin genügend Zeit zum Schreiben zu haben, denn da sind noch so viele Ideen in meinem Kopf – und es kommen mehr immer wieder neue hinzu, sodass ich es kaum jemals schaffen werde, sie alle aufzuschreiben –, die zu Papier gebracht werden möchten.


Vielen Dank an Thomas für das informative Interview und die tollen Antworten. Kommende Woche lege ich eine Pause ein – denn über Weihnachten bin ich bei meiner Familie. Im neuen Jahr geht es dann mit den sonntäglichen Special zu unserer Anthologie “Like a Dream” weiter 🙂

Liebe Grüße,
Juliane

[LIKE A DREAM] Ankündigungen zur Anthologie

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Hallo in die Runde,

die Anthologie ist inzwischen seit einem Monat auf dem Markt und s ist einfach toll, wie unser Projekt angenommen wird. Auf der Gay Book Fair haben wir einen grandiosen Start hingelegt, denn viele Besucher haben sich ein Exemplar von “Like a Dream” gesichert. Inzwischen gibt es die Anthologie auch in den Räumlichkeiten der “Bar jeder Sicht” zu erwerben – wie ihr wisst kommen alle Einnahmen dem Verein zugute, zu dem die Bar gehört.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch unsere erste große Anthologielesung ankündigen. Diese findet am Samstag, 10. Dezember 2016, ab 19:00 Uhr in der “Bar jeder Sicht” in Mainz statt. Folgende Autoren werden vorraussichtlich mit von der Partie sein:

  • Bianca Nias
  • Savannah Lichtenwald
  • Anna Maske
  • Tanja Meurer
  • Juliane Seidel

Sollten weitere Autoren zusagen, werde ich das natürlich noch bekannt geben. Wir freuen uns auf euch und sind schon sehr gespannt auf unsere Lesung.

Zu guter Letzt möchte ich noch auf einige wundervolle Rezensionen hinweisen, die in den letzten Wochen eintrudelten. An erster Stelle ist die Rezension von Ulla zu nennen, die bereits am Montag nach dem Erstverkaufstag online ging:

Ulla liebt Bücher

Das Buch „Like a dream“ enttäuscht nicht, ganz im Gegenteil. Es präsentiert eine wirklich „traumhafte“ Auswahl an 16 Storys von ebenso vielen Autoren, die sich dem Thema aus ganz unterschiedlichen Seiten nähern. Bekannte und – zumindest mir – bisher unbekannte Namen haben teils lustige, teils nachdenkliche, aber immer unheimlich berührende Geschichten beigesteuert. Einige sind zeitgenössisch, andere haben eine deutliche Fantasy-Komponente. Spannend ist die Auseinandersetzung mit dem sehr aktuellen Thema Flüchtlinge, das in einigen Storys aufgegriffen und von ganz unterschiedlichen Seiten beleuchtet wird.

Ich finde die Auswahl und Zusammenstellung der Geschichten erstklassig, entsprechend erhält das Buch von mir mehr als 5 Punkte und eine begeisterte Leseempfehlung. Außerdem ist nicht nur für jeden Geschmack etwas dabei, obendrein geht der Erlös der Antho auch noch an einen guten Zweck.

El Ma liest

Von mir gibt es für diese Anthologie auf jeden Fall eine volle Lese- und Kaufempfehlung. Wie eingangs erwähnt, hätte ich ein paar der Geschichten so wahrscheinlich nicht gelesen, mein „darauf einlassen“ war gut und richtig. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich echt etwas verpasst, wenn ich sie nicht gelesen hätte.

Weitere Rezensionen folgen, denn aktuell läuft auf Facebook unsere Leserunde – wer mitmachen will, kann gerne noch quereinsteigen. Wir freuen uns auf euch.

Nächste Woche kehren wir zu den Interviews zurück – seid gespannt, wen ich für euch in petto habe 🙂

 

Liebe Grüße,
Juliane

[LIKE A DREAM] Leserunde – jetzt bewerben!

 

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Hallo ihr Lieben,

die Autor*innen von “Like a Dream” laden zur gemeinsamen Leserunde auf Facebook ein. Wir brennen darauf, zu erfahren, wie ihr die Anthologie und die Kurzgeschichten findet und freuen uns auf gemeinsame Diskussionen mit euch. Zu diesem Zweck stellen wir 10 eBooks im Wunschformat zur Verfügung – sollte es mehr als 30 Bewerber geben, werden wir die Anzahl auf 15 erhöhen 🙂

Ihr könnt euch bis zum 11.11. für eins der Bücher bewerben – Start ist der 13.11. in einer öffentlichen Gruppe auf Facebook. Wir erwarten eine aktive Teilnahme von euch, sprich Kommentare zu jeder Geschichte und eine abschließende Rezension (auf Amazon und weiteren Plattformen). Natürlich ist jeder eingeladen, der das Buch schon hat und sich gerne dazugesellen möchte, denn je mehr, umso besser 🙂

Kommentiert einfach unter dem entsprechenden Facebook-Post – wir freuen uns auf euch.

Liebe Grüße,
Juliane

[LIKE A DREAM] Anthologie erschienen

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standIhr Lieben,

sie ist da! Unsere Anthologie wurde gestern auf der Gay Book Fair 2016 beim Stand von QUEER gelesen vorgestellt und kann ab heute überall gekauft werden. Die Messe war ein voller Erfolg, denn viele haben sich am Erstverkaufstag ein Buch gesichert und es sich von den anwesenden Autoren (und natürlich der Coverdesignerin) signieren lassen. Zudem haben die sympathischen Jungs von Gay Jet unsere Anthologie ebenfalls passend präsentiert:

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Nun sind wir gespannt, wie euch unsere Anthologie gefällt und freuen uns auf euer Feedback, ganz gleich ob in Form von Rezensionen, kurzen Anmerkungen oder persönlichen Nachrichten. Also schaut bei Amazon, Weltbild oder Bücher.de vorbei und sichert euch euer Exemplar 🙂 Zu empfehlen ist auch das Printbuch, denn nur in diesem ist eine exklusive Zeichnung zu Tanja Meurers Kurzgeschichte “Bruderliebe” enthalten, auf die im eBook verzichtet wurde.

Amazon | Weltbild | Bücher.de

Wer es ausführlicher mag und die Geschichten gemeinsam mit anderen und den Autoren lesen will, wird Ende Oktober die Chance haben an einer Leserunde auf Facebook teilzunehmen. Informationen dazu wird es demnächst geben 🙂

Liebe Grüße,
Juliane

[LIKE A DREAM] Anthologie vorbestellbar

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Hallo in die Runde,

nur noch wenige Tage, dann erscheint unsere Benefizanthologie. Auf Amazon ist das eBook bereits gelistet und vorbestellbar – es erscheint am Samstag, den 22.10.2016. Wer es sich jetzt vorab sichert, erhält es pünktlich um Mitternacht auf seinen Reader und kann es als erstes lesen <3

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Hier nochmal der Klappentext
Nimm dir Zeit zum Träumen – es bringt dich den Sternen näher. (Irisches Sprichwort)

Seit über 15 Jahren beschäftigt sich der Blog „Like a Dream“ mit queeren Romanen, Comics und Filmen. Grund genug, den Geburtstag mit einer besonderen Anthologie zu feiern. 15+ Autor*innen präsentieren fantasievolle, nachdenkliche und sinnliche Geschichten zum Thema Träume, Wünsche und Hoffnungen.

Der Erlös der Anthologie geht an das Mainzer LSBTI-Zentrum „LBSK e.V.“, das nicht nur mit der „Bar jeder Sicht“ einen Treffpunkt in Mainz geschaffen hat, sondern auch zahlreiche Gruppen und Vereine unterstützt.

Mit Beiträgen von: Tanja Meurer, Florian Tietgen, Bianca Nias, Elisa Schwarz, Laurent Bach, Leann Porter, Sabrina Železný, Jobst Mahrenholz, Karo Stein, Thomas Pregel, Alexa Lor, Chris P. Rolls, Anna Maske, Savannah Lichtenwald, Jannis Plastargias und Juliane Seidel.

Vorbestellen:

Amazon

Wir sind sehr gespannt, wie euch unsere Träume gefallen – wie gehabt könnt ihr viele von den teilnehmenden Autoren auf der Gay Book Fair kennenlernen. Wir freuen und auf euch.

Liebe Grüße,
Juliane

 

[LIKE A DREAM] Anthologie – Leseprobe

Hallo in die Runde,

nur noch eine Woche, dann erscheint endlich die Benefizanthologie “Like a Dream”. Erstmals wird sie auf der Gay Book Fair erhältlich sein, die am Buchmesse-Samstag (22.10.2016) ab 16 Uhr im Restaurant Schnitzel Paul (Oeserstraße 220, 65933 Frankfurt). Merkt euch den Termin, denn an diesem Tag werden viele der Autoren vor Ort sein, sprich sie können euer druckfrisches Exemplar natürlich auch signieren. Folgende Autoren werden auf der Gay Book Fair sein:

  • Chris P. Rolls
  • Bianca Nias
  • Elisa Schwarz
  • Jobst Mahrenholz
  • Tanja Meurer
  • Jannis Plastargias
  • Anna Maske
  • Savannah Lichtenwald
  • Alexa Lor
  • Juliane Seidel

Wir freuen uns auf euch <3

Hier aber endlich die Leseproben zu “Like a Dream” als PDF, epub und mobi zum Download. Die Autoren und ich wünschen euch viel Spaß beim Lesen. Kommende Woche erscheint die Antho dann auf den gängigen Verkaufsplattformen.

PDF | epub| mobi

Damit verabschiede ich mich und wünsche euch einen schönen Restsonntag. Wir sehen uns auf der gay Book Fair, bzw. hören kommenden Sonntag wieder voneinander.

Liebe Grüße,
Juliane

[LIKE A DREAM] Anthologie – Coverenthüllung

Hallo ihr Lieben,

vor einer gefühlten Ewigkeit (im März 2016) habe ich euch eine Benefizanthologie zum Thema Träume, Hoffnungen und Wünsche versprochen. Auch wenn es diesbezüglich lange ruhig geblieben ist, so hat sich das Projekt im Hintergrund doch beständig weiterentwickelt und steht kurz vor der Fertigstellung. Ich freue mich ungemein ab sofort jeden Sonntag etwas von unserer Anthologie “Like a Dream” zu erzählen und euch die Wartezeit bis Ende Oktober ein wenig zu verkürzen.

Den Anfang macht das wundervolle Cover, das von Casandra Krammer gestaltet wurde, und der Klappentext, damit ihr wisst, worum es in der Anthologie geht.

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Nimm dir Zeit zum Träumen – es bringt dich den Sternen näher. (Irisches Sprichwort)

Seit über 15 Jahren beschäftigt sich der Blog „Like a Dream“ mit queeren Romanen, Comics und Filmen. Grund genug, den Geburtstag mit einer besonderen Anthologie zu feiern. 15+ Autor*innen präsentieren fantasievolle, nachdenkliche und sinnliche Geschichten zum Thema Träume, Wünsche und Hoffnungen.

Der Erlös der Anthologie geht an das Mainzer LSBTI-Zentrum “LBSK e.V.”, das nicht nur mit der „Bar jeder Sicht“ einen Treffpunkt in Mainz geschaffen hat, sondern auch zahlreiche Gruppen und Vereine unterstützt.

Mit Beiträgen von: Tanja Meurer, Florian Tietgen, Bianca Nias, Elisa Schwarz, Laurent Bach, Leann Porter, Sabrina Železný, Jobst Mahrenholz, Karo Stein, Thomas Pregel, Alexa Lor, Chris P. Rolls, Anna Maske, Savannah Lichtenwald, Jannis Plastargias und Juliane Seidel

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Die Anthologie erscheint vorr. am 20.10.2016 und wird erstmals auf der Gay Book Fair erhältlich sein (ein Besuch auf der Messe lohnt sich – ein Großteil der teilnehmenden Autoren werden vor Ort sein :)). Das eBook wird 6,99€ kosten, das Taschenbuch vorr. 14,99€. Sobald die Anthologie auf Amazon verfügbar ist, erfahrt ihr es natürlich hier und auf Facebook. Wir sind sehr gespannt, was ihr von “Like a Dream” halten werdet.

Bis nächsten Sonntag,
Juliane