

Selbstbildnis mit Kim (Assjah), Polychromas
Was gibt es über mich zu sagen? Ich wurde 1983 in Suhl (Thüringen) geboren, habe einen Bruder und hatte eine recht normale Kindheit. Sechs Jahre lang habe ich Gitarre gespielt (bis ich mit meinen kleinen Händen die Akkorde nicht mehr greifen konnte), habe gezeichnet, als ich Mangas für ich entdeckte und der Meinung war, so etwas wesentlich besser zu können (was mir aber nie geglückt ist), und habe im Alter von 14 Jahren mit dem Schreiben begonnen. Heute zeichne ich fast gar nicht mehr, da mir schlicht und ergreifend die Zeit fehlt. Wenn ich überhaupt noch zum Stift greife, dann nur um kleine Skizzen in meine eigenen Romane zu zeichnen (zumeist Figuren meiner Kinderbücher) oder um mit meiner Frau Tanja Meurer Auftragsarbeiten für Verlage und Privatpersonen zu erfüllen. Als „Vee-Jas“ erstellen wir Buchcover, illustrieren Bücher und nehmen auch ungewöhnliche Aufträge an (Gestaltung eines Schaukampfschildes für Bernhard Hennen, Bemalen einer Küchenplatte in einem alten Haus in Hann. Münden, etc.).

Kalender-Illustration Dezember, A4, Copic Marker
Doch auch das ist zeitbedingt etwas in den Hintergrund getreten – denn das normale Berufsleben (ich arbeite seit einer Weile als technischer Redakteur in Bad Homburg) geht einfach vor. Insbesondere wenn man in Wiesbaden lebt und 3-4 Stunden am Tag im Zug sitzt, um ins Büro zu kommen. Einziger Vorteil: ich komme zum Lesen und kann entsprechend viele Bücher in der Woche für „Like a Dream“ und diverse andere Plattformen rezensieren (oder an Leserunden teilnehmen) – etwas, was ich unheimlich gerne mache und auch nach 15 Jahren nicht seinen Reiz verloren hat. Der Blog ist inzwischen sehr wichtig für mich, da er mich nicht nur fast die Hälfte meines Lebens begleitet, sondern eine Menge Herzblut in ihm steckt. Wie viele Wandlungen er hinter sich hat, sieht man an den unterschiedlichen Layouts und Ideen. Berichte und Rezensionen sind eine meiner Leidenschaften, was wohl erklärt, warum ich auch bei “Pummeldex” und “Splashbooks” als Redakteur arbeite, und Produkttester bei “Amazon Vine” bin.

Illustration zu “Assjah”, A3, Tusche

Zeichnergemeinschaft ARS
Meine zweite große Leidenschaft gehört dem Organisieren von Veranstaltungen und Treffen. Sechs Jahre lang leitete ich mit meiner Frau den von mir gegründeten Zeichnerverein „ARS“, der zeitweise aus knapp 50 Illustratoren und Comiczeichnern bestand und für die ich Messeauftritte, Treffen und Zusammenkünfte organisierte. Nachdem ich 2007 aus dem Verein austrat und anderen die Leitung übertrug, habe ich mich einige Jahre lang um die Messeauftritte für „Vee-Jas“ gekümmert, doch im März 2011 gaben wir auf der Leipziger Buchmesse unsere Abschiedsvorstellung – da die vielen Messen zu stressig wurden. Um meiner Leidenschaft für’s Organisatorische weiter frönen zu können rief ich im April 2011 das “Lesecafé Wiesbaden” ins Leben, eine monatliche Lesungsreihe, bei denen Autoren in der Coffeebar Anderswo ihre Bücher vorstellen können. Nach 50 Veranstaltungen fand im Januar 2015 die letzte Lesung im Anderswo statt, doch ich hatte gewissermaßen Blut geleckt. Das 2014 erstmals in der Coffeebar stattfindende schwullesbische Lesefestival wollte ich auf jeden Fall fortführen. Inzwischen trägt es den Namen „QUEER gelesen“, findet jährlich in Mainz/Wiesbaden statt und wird von Verlagen unterstützt.
Und da mir das nicht ausreicht, bin ich noch Mitglied im Filmteam der „Homonale Wiesbaden“. Informationen zu den einzelnen Projekten gibt es am Sonntag – da stelle ich alles ein wenig ausführlicher vor 🙂


Auch wenn es danach klingt, als sei das ausreichend um meine Freizeit zu füllen, so kann ich doch nicht davon lassen eigene Geschichten zu erzählen. Ich liebe es zu schreiben: allen voran fantastische Kinder- und Jugendbücher (“Assjah” 1 und 2, “Nachtschatten” 1 und 2). Inzwischen sind auch schwule Kurzgeschichten, Novellen und Romane (“9 mm – Rotten Games”) hinzugekommen, die teils im Eigenverlag, teils bei Verlagshäusern erschienen sind. Das macht mir einfach Spaß und ich denke nicht, dass ich jemals damit aufhöre, meine eigenen Geschichten auf’s Papier zu bringen. Ich mag zwar keine herausragenden Veröffentlichungen vorzuweisen haben, aber das schreckt mich nicht – ich mach einfach weiter 😉
Meine anderen Hobbies sind Pen&Paper Rollenspiele, Filme und TV-Serien und das Programmieren und Designen von Internetseiten, Plakaten und Flyern. Letzteres mache ich hin und wieder nebenberuflich, wenn es sich zeitlich einschieben lässt. Aber das beschränkt sich zumeist auf 1-2 Aufträge im Jahr, wenn überhaupt.

Ihr seht – ich mache ziemlich viel in meiner Freizeit: Lesen (Fantasy, Kinder- und Jugendbücher, queere Literatur), Schreiben (Rezensionen und Bücher), Designen (Flyer und Homepages) und Organisieren (Veranstaltungen und Messen). Das alles wäre ohne die Unterstützung meiner Frau gar nicht möglich, da sie mir oft genug den Rücken freihält, damit ich mich auf all die Dinge konzentrieren kann, die mich so umtreiben.
Für alle, die wissen wollen, welche Bücher, Filme und Comics ich am meisten mag, hier eine Übersicht meiner Lieblinge (Achtung, nicht alle Bücher, Comics und Filme sind queer ;)):
Manga: “In these Words”, “Ten Count”, “Death Note”, “Gorgeous Carat”, “Full Metal Alchemist”
Comic: “Black Sad”, “Courtney Crumrin”, “Der Dieb der Zeit”
Anime: “Full Metal Alchemist”, “Rurouni Kenshin”, “Spirited Away”, “Now and then here and there”, “Visions of Escaflowne”, “Trigun”, “Tiger & Bunny“, “Black Butler”

(c) Ayami Koujima
Animation: “Drachenzähmen leicht gemacht”, “Hüter des Lichts”, “Merida”, „Ratatouille“, „Megamind“, „Baymax – Riesiges Robowabohu“
Mangaka: You Higuri, Ayami Koujima, Yoshitaka Amano, Yun Kouga, Yamane Ayano
Bücher: „Narziß und Goldmund“, „Adrian Mayfield“- Trilogie, „Die Bücherdiebin“, „Nightrunner“-Reihe, „Captive Prince“-Trilogie, „Staub und Stolz“, „Bruder“, „Der Joker“, „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, „Letztendlich sind wir dem Universum egal“, „Sieben Minuten nach Mitternacht“, „Bartimäus“-Reihe
Schriftsteller: Hermann Hesse, Berthold Brecht, Floortje Zwigtman, John Green, David Levithan, Markus Zusak, Jonathan Stroud
Musik: ASP, Subway to Sally, Nightwish, Yuki Kajimura, Film-Soundtracks, Folk
Film: „Manche mögen’s heiß“, „Don Camillo und Peppone“, „Der Hofnarr“, „Das große Rennen“, „Tanz der Vampire“, „Eins zwei drei“, „M“, „Cinema Paradiso“, „Wer tötete Victor Fox“, “Drei Männer im Schnee”

Supernatural
TV-Serien: „Supernatural“, „Ripper Street“, „Grimm“, “Sherlock”, “Whitecheapal”
RPG: „Dungeons and Dragons 3E“, „Vampire“ („Dark Ages“, „Maskerade“), „Call of Cthullhu“, „Castle Falkenstein“, „Shadowrun“










umgewandelt, das Gesetz an sich jedoch selten angewandt, da sich Sodomie nur schwer nachweisen ließ.
Im Nachhinein hatte der Skandal vor allem die Vorstellung gefördert, dass Homosexualität besonders in aristokratischen Kreisen verbreitet sei und dass Jugendliche der unteren Schichten verdorben werden.
vorgegangen war. Unter Strafe standen widernatürliche Handlungen, die mit Gefängnis oder der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte geahndet wurden. In den folgenden Jahrzehnten kämpften unterschiedliche Mediziner (u.a. Magnus Hirschfeld, Arzt und Gründer des Wissenschaftlich-humanitäres Komitees) und Politiker gegen den §175. Mehrere Skandale, wie die Harden-Eulenburg-Affäre, bei der prominente Mitglieder des Kabinetts von Kaiser Wilhelm II. zwischen 1907-1909 vor Gericht standen, brachten jegliche Aktionen gegen den Unzuchts-Paragraphen jedoch zum Scheitern. Auch die Taten homosexueller Serienmörder wie Fritz Haarmann und dessen Verhandlung 1924 verhinderten die Aufhebung des umstrittenen Paragraphen.
unzählige Homosexuelle, die vor der Verfolgung im eigenen Land flüchteten, reisten nach Deutschland. Der bekannteste von ihnen ist der englische Schriftsteller Christopher Isherwood, der mit dem Buch „Leb wohl Berlin“ seine Erlebnisse in Berlin niederschrieb. Es existierten nicht nur mehrere Bars, Clubs und Treffpunkte, die teilweise sogar von der Polizei geschützt und überwacht wurden (im Eldorado in der Motzstraße trafen sich Transvestiten, Transsexuelle und voyeuristische Touristen, Mediziner und Journalisten, die von der Polizei begleitet wurden), sondern auch mehrere Magazine, Vereinigungen und homosexuelle Organisationen, die offen für die Rechte Homosexueller kämpften. Unter Magnus Hirschfeld entstand 1919 auch der Film „Anders als die Anderen“, der erstmals Homosexualität zum Thema hatte und sie nicht in einem negativen Licht darstellte.
Vergleich zu England (und teilweise Deutschland) konnten Homosexuelle ihre Neigung relativ offen ausleben. Aus diesem Grund flüchteten mehrere Homosexuelle aus England nach Frankreich (Lord Arthur Somerset, Oscar Wilde)

