[AUTOBIOGRAFIE] Der Fotograf: Blende, Blitz und Abgrund von Andreas Hubertus Ilse

Autor*in: Andreas Hubertus Ilse
Taschenbuch: 132 Seiten
ISBN: 978-3695718733
Preis: 4,99 EUR (eBook) / 8,99 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Schon als kleiner Junge hatte Andreas Hubertus Ilse einen Traum – als bekannter Fotograf die Welt entdecken und die Stars und Sternchen vor der Kamera haben. Teils gelingt ihm das, denn trotz aller Hürden führt ihn seine Reise in den 90er Jahren zu den Prominenten, Supermodels und Hollywood-Ikonen nach Paris und in die verschiedenen großen Metropolen der USA. Doch eine erfolgreiche Fotografenkarriere in einer sich schnell ändernden Welt ist alles andere als einfach und geprägt von Höhen und Tiefen …

Eigene Meinung:
Mit “Der Fotograf: Blende, Blitz und Abgrund – Ein Fotografenleben zwischen Glamour und Abgrund” leg der schwule Fotograf und Regisseur Andreas Hubertus Ilse sein autobiographisches Memoir in drei Akten vor und entführt Leser*innen in die Welt der Fotografie, des Glamours und der Prominenten, die vorwiegend die 90er Jahre bestimmten. Das Buch umfasst 132 Seiten und erschien im Juni 2026 im Selbstverlag.

Andreas Hubertus Ilse erzählt von seinem Leben – beginnend als kleiner Junge, der sich von der ersten Sekunde an dem Fotografieren verschrieben hat und darin sein Lebensziel entdeckt hat. Eindringlich schildert er von seinem Leben in einem kleinen deutschen Dorf und schildert seinen Weg in die Welt der Stars und Sternchen. Dabei berichtet er von Anekdoten und Ereignissen mit Berühmtheiten, die die meisten nur von Magazincovern oder aus Filmen kennen und gibt Einblicke in eine unbekannte Welt, die trotz allen Glamours auch ihre Schattenseiten hat. Wie selbstverständlich bewegt sich Andreas Hubertus Ilse in dieser Welt und nimmt Lesende mit auf eine faszinierende Reise, in der man einiges über Menschen erfahren kann, die den meisten zeitlebens unerreichbar bleiben. Trotz all dieser Geschichten und Anekdoten bleibt der Fokus aber auf Andreas Hubertus Ilses Leben, die verschiedenen Stationen seiner Fotografenkarriere und den Höhen und Tiefen, die ihn sein Leben lang begleitet haben. Auch seine eigene Entwicklung wird beleuchtet, denn ein solch aufregendes Leben zwischen zwei Kontinenten hinterlässt mit der Zeit Spuren.

Stilistisch lässt sich die Autobiografie gut lesen – sie ist insgesamt sehr kurz, an einigen Stellen ein wenig oberflächlich gehalten. So erhält man zumeist lediglich kurze, fast flüchtige Einblicke in Andreas Hubertus Ilses Leben, nur wenige, prägende Ereignisse werden vertieft und ausführlicher dargestellt. Spannend wäre sicherlich ein wenig mehr Augenmerk auf die schwule Komponente gewesen, denn diese Facette des Autors wird nur am Rande angedeutet und kommt leider kaum zum Tragen – obwohl dies hinsichtlich der 80er und 90er Jahre sicherlich interessant gewesen wäre und dem Buch mehr Tiefgang verliehen hätte. So bleibt Leser*innen der Autor trotz allen Geschichten und Anekdoten ähnlich fern wie die Persönlichkeiten, die er fotografiert hat, was schade ist. Sicherlich ist der Fokus des Memoirs auf Ilses Karriere als Fotograf und seinem geschäftigen Leben in Deutschland, Frankreich und den USA, doch ein persönlicherer Einblick zu seiner Person wäre schön gewesen.

Fazit:
“Der Fotograf: Blende, Blitz und Abgrund ” ist eine gelungene Autobiografie, die Leser*innen in die spannende Welt der Stas und Sternchen entführt und dabei den Lebensweg eines jungen Fotografen nachzeichnet, der versucht zwischen Blitzlicht und Glamour einen Platz zu finden. Andreas Hubertus Ilses Memoir besticht durch interessante Geschichten und Anekdoten, bietet jedoch keinen tiefergehenden, intimeren Einblick in Ilses Leben, der bei einem autobiografischen Text nicht uninteressant gewesen wäre. Wen das nicht stört und wer neugierig ist, wie “Ein Fotografenleben zwischen Glamour und Abgrund” aussieht, sollte einen Blick riskieren.

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