[INTERVIEW] Elea Brandt

Hallo ihr Lieben,in den letzten Tagen habt ihr den Fantasy-Roman “Unter einem Banner” bereits kennengelernt – Zeit euch auch die Autorin vorzustellen und ihr ein bisschen mehr über sich, ihre Projekte und ihre Gedanken zu “Unter einem Banner” zu entlocken.

Bitte stell dich den Lesern des Blogs kurz vor – was machst du hauptberuflich und wie bist du zum Schreiben gekommen?
Aber gerne. Hallo zusammen, ich bin Elea Brandt, Fantasy-Autorin, Geek und begeisterte Rollenspielerin. Ich habe Psychologie studiert und befasse mich in meinem Brotjob an der Uni mit der Behandlung von gefährlichen Straftätern. Darüber möchte ich auch über kurz oder lang meine Doktorarbeit schreiben. Ich habe schon in der Grundschule angefangen, mir Geschichten auszudenken und sie aufzuschreiben, und aus meiner Jugendzeit existieren unzählige Romanfragmente, die aber zu Recht irgendwo in einer Schublade versauern. Professionalisiert habe ich das Schreiben erst vor etwa 5 Jahren. Dabei hat mir der Austausch mit anderen Autorinnen und Autoren, vor allem im Tintenzirkel Fantasy-Autorenkreis, sehr geholfen. weiterlesen…

[ZITATE-FREITAG] Unter einem Banner

Hallo ihr Lieben,

der letzte Zitate-Freitag ist eine gefühlte Ewigkeit her, Zeit endlich mal wieder ein Buch auf diesem Weg vorzustellen. Dieses Mal habe ich “Unter einem Banner” ausgesucht – aus mehreren Gründen. Zum einen ist das Buch wirklich fantastisch – ich habe mich schon lange nicht mehr so intensiv in eine Geschichte reingedacht und mit den Helden mitgefiebert, zum anderen hat die Autorin Elea Brandt mit diesem Buch bei den Literarischen Winterspielen in der Kategorie “Wortkunstlauf” den ersten Platz belegt (Gratulation noch einmal an dieser Stelle). Wenn das kein Grund ist, auf diesem Blog ein paar Zitate aus “Unter einem Banner” zu präsentieren, die zeigen, wie gut die Autorin ihr Handwerk beherrscht und die euch hoffentlich neugierig machen. weiterlesen…

[ROMAN] Unter einem Banner von Elea Brandt

Autor: Elea Brandt
Taschenbuch:  442 Seiten
ISBN: 78-3960891772
Preis: 6,99 EUR (eBook) / 13,95 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Der unsinnige Krieg des serinischen Königs Renard gegen das Nachbarland Skarat hat nicht nur unzählige Opfer und ein stark geschwächtes, hungerndes Land zurückgelassen, es hat auch Hass auf das Königshaus geschürt, denn nahezu jede Familie beweint den Tod von Ehemännern, Brüdern, und Vätern. Auch der königstreue Offizier Reykan von Torat hat in der letzten, blutigen Schlacht seinen Geliebten Kadur verloren, was auch seine Abneigung gegen Reynard verstärkt und ihn zu dem Entschluss bringt, aus der Armee auszusteigen. Doch seinem Wunsch wird nicht entsprochen, stattdessen soll er zum Hauptmann der königlichen Wache befördert werden und für die Sicherheit während des Thronjubiläums sorgen. Doch gerade während der Feierlichkeiten komm es zu einem Putsch – der König stirbt in Reykans Armen und ringt dem Offizier mit letzter Kraft das Versprechen ab, dessen Sohn Benrik zu schützen. Als ehrenhafter Mann bleibt Reykan nichts anderes übrig, als mit dem arroganten, selbstverliebten Benrik aus der Hauptstadt zu fliehen und sich gemeinsam nach Brannen durchzuschlagen, wo Benriks Schwester lebt. Auf dem Weg dorthin müssen sie sich nicht nur gegen Mörder und Söldner zur Wehr setzen, sie müssen sich auch unfreiwillig zusammenraufen und kommen sich dabei trotz aller Differenzen näher …

Eigene Meinung:
Mit dem Einzelband „Unter einem Banner“ legt die Autorin Elea Brandt ihren erste Gay Fantasy vor. Das Buch erschien Anfang 2018 im deadsoft Verlag, der Debütroman („Opfermond“) der Autorin ist im Mantikor Verlag herausgekommen.

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[ROMAN] Das Geheimnis der Flammenden Rose von Tina Alba

Autor: Tina Alba
Taschenbuch:  338 Seiten
ISBN: 978-3947031030
Preis: 4,99 EUR (eBook) / 13,95 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Das Bordell „Die Flammende Rose“ verspricht alles was das Herz begehrt – wunderschöne Frauen und Männer, exquisites Vergnügen und Träume aus 1001 Nacht. Auch der Halbelf Ilaro, Silberfuchs genannt, besucht das neue Etablissement, als er in der Stadt sein Winterlager aufschlägt und ist fasziniert von den Tänzern, der Ausstattung und den Besonderheiten der Flammenden Rose. Doch aus Vergnügen wird schon bald ernst, als der Tänzer Nadim nach einer Nacht mit Ilaro den Dämon Shayan beschwört und dabei einen Fehler macht – ungewollt bindet er die beiden aneinander, was eine Kette unschöner Ereignisse in Gang setzt und sowohl Ilaro, als auch dessen Freunde in Gefahr bringt …

Eigene Meinung:
Mit „Das Geheimnis der Flammenden Rose“ legt Tina Alba nach ihrer „Feuersänger“-Trilogie einen neuen, in sich abgeschlossenen Gay Fantasy-Roman vor, der im Traumtänzer Verlag erschienen ist und die Geschichte der Halbelfen Ilaro erzählt, der ungewollt an einen Dämon gebunden wird und sich mit den Folgen der Beschwörung herumschlagen muss. Die Autorin ist sowohl im Gay als auch im Fantasy Genre aktive und kann mehrere Veröffentlichungen vorweisen. weiterlesen…

[ROMAN] Berlingtons Geisterjäger 2 – Mördernächte von Amalia Zeichnerin

Autor: Amalia Zeichnerin
Taschenbuch: 348 Seiten
ISBN: 978-1979286701
Preis: 3,99 EUR (eBook) | 10,00 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Mehrere Monate sind seit den dramatischen Ereignissen in der Anderswelt vergangen, doch zur Ruhe kommt die Gruppe um Victor Berlington deswegen noch lange nicht, denn die Hexe Camur konnte von Fionas Großmutter nur ein Jahr verbannt werden. Es gilt neue Möglichkeiten zu erschließen, um eine Rückkehr des mächtigen Wesens zu verhindern – denn Camur könnte ganz London bedrohen. Während Fiona Rat und Unterstützung bei den Londoner Magiern und Hexen sucht und diese gemeinsam an einer Lösung arbeiten, beginnt in Whitechapel eine grausame Mordserie, die schon bald die ganze Stadt in Atem hält. Der amerikanische Privatdetektiv Eliott Breeches beschäftigt sich mit den schrecklichen Morden, da er selbst eins der Opfer gefunden hat und über ein seltsames Beweisstück gestolpert ist. Schon bald hat die Gruppe alle Hände voll zu tun, denn auch im privaten Bereich haben die Pärchen mit einigen Problemchen zu kämpfen …

Eigene Meinung:
Mit „Mördernächte“ führt Amalia Zeichnerin ihre historische Urban Fantasy-Reihe „Berlingtons Geisterjäger“ weiter und setzt grob am Ende des ersten Bandes „Anderswelt“ an. Kenntnisse des ersten Teiles sind nicht zwangsweise notwendig, um jedoch alle Zusammenhänge zu verstehen, sollte man den ersten Roman der Reihe gelesen haben. Die Geschichte in „Mördernächte“ endet weitestgehend offen und soll im nächsten Band fortgeführt werden. weiterlesen…

[ROMAN] BRÏN von Sameena Jehanzeb

Autor: Sameena Jehanzeb
Taschenbuch: 428 Seiten
ISBN: 978-3-940611-57-4
Preis: 12,99 EUR (eBook) | 18,95 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Die Edana, das Oberhaupt der Welt BRÏN wird bei einem Besuch auf der Erde (Terra) ermordet. Für ihre getreue Shi Kamika, Wächterin der Winde auf BRÏN, kommt der Tod der Frau einer Katastrophe gleich. Auch für die übrigen Shi und die Bevölkerung der magischen Welt BRÏN ist der Tod ihrer Edana eine Katastrophe, denn nur sie ist in der Lage das Schutzschild um den Planeten zu erneuern und die Welt vor den schattenhaften Skrae zu schützen. Glücklicherweise scheint die Macht der Edana bereits zu der hochnäsigen, arroganten Sofia übergegangen zu sein, ein einfaches, terranisches  Zimmermädchen, das die Edana als Letzte lebend gesehen hat – jetzt gilt es, das Mädchen auf ihre Aufgabe vorzubereiten.
Um BRÏN zu schützen werden alle Portale zur Erde geschlossen – dennoch kommt Juno noch in die Welt der Edana und Shi, ebenso gelingt einem Mann der Übergang, der im 19. Jahrhundert für eine der schlimmste Mordserien verantwortlich ist. Während sich Juno auf BRÏN einlebt und sich mit Kamika anfreundet, beginnt eine grausame Mordserie, der vorwiegend gestrandete Terranerinnen zum Opfer fallen …

Eigene Meinung:
Mit „BRÏN“ legt Sameena Jehanzeb ihr Debüt vor, das 2017 im Butze Verlag erschien, der sich erstmals in das Fantasygenre vorwagt. Als Grafikdesignerin hat die Autorin den Buchumschlag gestaltet, der sehr gut die einzelnen Handlungselemente einfängt und einen Vorgeschmack auf den Inhalt gibt. Die Geschichten um BRÏN soll zudem in nächster Zeit fortgeführt werden, denn die Autorin plant weitere Romane, die in ihrer Welt spielen.

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[ANTHOLOGIE] Die andere Seite des Regenbogens von Svea Lundberg (Hrsg)

Autor*innen: Josephine Awgustow, Clover Beck, Nora Bendzko, Lena M. Brand, Elea Brand, J. L. Carlton, Màili Cavanagh, Ray Celar, Carmilla DeWinter, Charlotte Florack, Anna-Katharina Höpflinger, Annette Juretzki, Svea Lundberg, Elian Mayes, Suka Noitchi, Leann Porter, Elisa Schwarz, Fini Vav, Dima von Seelenburg, Ellis Weiss
eBook:  206 Seiten
ASIN: B076Z33JGW
Preis: 4,99 EUR (eBook)
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Inhalt:
Ob ein Topf voll Gold, die Liebe des Lebens, die Brücke ins nächste Leben oder das queere Symbol schlechthin – jeder sieht in einem Regenbogen etwas anderes. Zwanzig Autor*innen haben sich im Rahmen einer Ausschreibung an unterschiedliche Interpretationen gewagt und eine bunte Anthologie hervorgebracht, die das Thema von allen möglichen Facetten beleuchtet. Dabei kommen schwule, lesbische und transgender Charaktere zu ihrem Recht, ebenso findet man Fantasy und Sci-Fi Geschichten neben alltäglichen Dramen und lockerleichten Liebesgeschichten.

Folgende Geschichten sind dabei:
Coming Home von Leann Porter
Arcobaleno von Elea Brandt
Ein Bruchstück Himmel von Annette Juretzki
I’ll be in Scotland afore Ye von Elian Mayes
Inbetween – Und zwischen uns der Regenbogen von Svea Lundberg
Lichtweber von Ellis Weiss
Zehn Jahre siebzehnter September von Dima von Seelenburg
Meaningless von Fini Vav
Leprechaun von J. L. Carlton
Farbtupfer von Ray Celar
Abendlicht von Josephine Awgustow
Freunde fürs Leben von Elisa Schwarz
Flo, seine Männergeschichten, Hugo und ich von Carmilla DeWinter
Nächtliche Begierde von Màili Cavanagh
Mensch in der Maschine von Nora Benzko
Der nördlichste aller Regenbögen von Suka Noitchi
In den Fängen eines Konzertflügels von Anna-Katharina Höpflinger
Farbperspektiven von Charlotte Florack
Vom Suchen und Finden von Clover Beck
Alle Farben des Regenbogens von Lena M. Brand
Vergiss mein nicht von Carmilla DeWinter

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[ROMAN] Sternenbrand von Annette Juretzki

 

Autor: Annette Juretzki
Taschenbuch:  Band 1: 494 Seiten, Band 2: 392 Seiten
ISBN: 978-3947031061
Preis: je 4,99 EUR (eBook) | ja 13,95 EUR
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Story:
Seitdem die Phantome vor 150 Jahren eine Spur der Vernichtung durch die Galaxis gezogen haben und danach verschwunden sind, bereiten sich die verschiedenen Rassen und Lebensformen auf eine erneute Invasion vor. Dazu gehört auch rare Informationen über den Feind zu sammeln, denn es ist nur wenig über die Phantome und ihre Technologie bekannt. Als Söldner unter der Führung von Jonas Brand den rückständigen Planeten Vissa aufspüren, finden sie nicht nur alte Technologie der Phantome, sondern auch Menschen, die diese als Götter anbeten. Der junge Vissaner Xenen versucht die nahende Katastrophe zwischen den Söldnern und seiner Familie abzuwenden und findet sich nach einigen Zwischenfällen und Missverständnissen schwerverletzt an Bord von Jonas‘ Raumschiff wieder. Dort lernt er nicht nur die unterschiedlichsten Rassen des Universums kennen (denn die Mannschaft ist ein wild zusammengewürfelter Haufen), sondern auch den Ghitaner Zeyn, der sich Xenen gegenüber vollkommen anders verhält, als die übrigen Mannschaftsmitglieder. Schon bald steht er zwischen den beiden ungleichen Männern, denn er entwickelt zu beiden Gefühle. Und als wäre das nicht genug gibt es an Bord einen Verräter, der es auf Xenens Leben abgesehen hat und alles daran setzt die Geheimnisse der Phantome zu schützen. Die ungleiche Gruppe stolpert von einem Desaster ins nächste, entdeckte dabei aber auch die unglaublichen Wahrheiten und Hintergründe der Phantome, der Kriege und der Rassen selbst …

Eigene Meinung:
Die beiden Bücher „Blind“ und Blau“ stammen aus der Feder Annette Juretzkis und erschienen 2017 im Traumtänzer Verlag. Im Grunde handelt es sich bei den Romanen um ein knapp 900 Seiten starkes Buch, das den Titel „Sternenbrand“ trägt und aufgrund des Umfangs gesplittet wurde. Da die Handlung kontinuierlich fortgesetzt wird, müssen die beiden Bücher auf jeden Fall der Reihe nach, am besten am Stück gelesen werden.

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[ROMAN] Bone Rider von J. Fally

Autor: J. Fally
Taschenbuch: 290 Seiten
ISBN: 978-1634776448
Preis: 3,29 EUR (eBook) / 15,40 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Riley Cooper ist auf der Flucht vor seinem Ex-Lover Misha Tokarev, der sich als Mafiakiller entpuppt hat und mit seinen Leuten auf der Jagd nach ihm ist. Sein Leben nimmt eine unerwartete Wendung, als er eines Nachts mit einem vermeintlichen Motorschaden mitten im Nirgendwo strandet und von einem außerirdischen, intelligenten Verteidigungs- und Waffensystem als neuer Wirt auserkoren wird. Fortan ist McClane, wie sich der Alien nach einer „Die Hard“-Filmsession nennt, eng mit Riley verbunden, was durchaus seine Vorteile hat, denn er kann seinen Host nicht nur verteidigen, er ist auch in der Lage Riley schneller zu heilen und widerstandsfähiger zu machen. Der Nachteil ist, dass das amerikanische Militär auf der Suche nach dem Alien ist und dabei auch Kollateralschaden in Kauf nimmt. Zudem spürt auch Misha Riley auf und möchte ihn zurückbekommen, ganz gleich was es kostet. Ein Wettlauf gegen das Militär und die Mafia beginnt, denn letztere will Misha endgültig hinter sich lassen, um mit Riley zusammen zu sein …

Eigene Meinung:
„Bone Rider“ ist das Debüt und bislang (von einer Kurzgeschichte abgesehen) einzige Werk von J. Fally. Es erschien bei Dreamspinner Press, die auch für die deutsche Ausgabe verantwortlich sind. Die ungewöhnliche Geschichte verknüpft Sci-Fi, Action, Mafia-Thriller und Verfolgungsjagden, sprich man sollte offen für derartige Genre-Mix sein.

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[ZITATE-FREITAG] Failed 1 und 2

Hallo ihr Lieben,

wie bei jeder Special Week darf auch der Zitate-Freitag nicht fehlen – natürlich habe ich mir meine Lieblingsstellen aus “Failed” 1 und 2 rausgesucht – gerne könnt ihr in den Kommentaren eure Lieblingspassagen posten. Ich bin gespannt.

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meine Rezension

„Ich bin erfreut, Sie kennenzulernen. Ich kenne Ihre Akte recht gut. Äußerst bemerkenswert für einen Kategorie Drei-Wandler. Beeindruckend, wie Sie den Einsatz in Bolivien damals erledigt haben. Respekt. Ebenso den in Mexiko. Dank der Informationen, die Sie uns beschafft haben, konnten wir die ganze Drogenbande auf einmal auffliegen lassen. Oh, und ich bedauere, was mit Ihrem Partner geschehen ist. Unschön, wenn dergleichen passiert.“

Arschloch! Musste er das zur Sprache bringen? Louis zwang sich zu einem unverbindlichen Lächeln, spürte, wie die Gesichtszüge einfroren.

„Ja, in der Tat war es sehr unschön, zusehen zu müssen, wie er von einem Wandler ohne jedes bisschen Selbstdisziplin zerfleischt wurde, der dann auch noch auf Bewährung freikam“, rutschte es Louis zischend heraus. Scheiß drauf, er konnte dabei seinen Mund einfach nicht halten.

“Failed 1”, S. 13 (c) Chris P. Rolls

„Willkommen bei ‚Failed‘.“

„‘Failed‘?“

„Jepp, das sind wir: Die Misslungenen.“ Jamie kniff ein Auge zu, legte den Kopf schief und musterte Cosmo. „Hast du es ihm noch nicht gesagt?“

„Ich glaube, er hat mir vieles noch nicht gesagt“, warf Louis ein, kurz bevor Cosmo ein entschuldigend klingendes: „Nein, war noch nicht der richtige Moment“, hervorbrachte.

„Ach, sag nicht, Cosmo, du denkst, der kleine Hasi verpisst sich gleich wieder vor Schreck?“ Carlos rollte auf seinem Stuhl zum nächsten Tisch, von dem ein Summen erklang, drückte ein paar Tasten und das Summen erlosch.

„Solange er uns keine Hasenköttel in den Ecken dalässt …“, brummte Jamie, leckte sich über die Lippen und schnappte sich ein Handtuch aus dem wilden Chaos auf einem anderen Tisch.

„Für gewöhnlich bin ich stubenrein, also, was hat das zu bedeuten?“

“Failed 1”, S. 47 (c) Chris P. Rolls

„Zeit für euren ersten Einsatz“, verkündete Trevorian in der zweiten Woche, instruierte Cosmo und ihn. Es ging darum, sich auf das Gelände und in das Gebäude von ‚Better Life‛ zu schleichen und herauszufinden, wo Dr. Quintus sich gerade aufhielt. Er schien der Kern- und Angelpunkt zu sein. Wenn sie seinen Aufenthaltsort wussten, dann ließ sich auch herausfinden, wie weit das Serum gediehen war und wie es zum Einsatz kam. Kursierende Gerüchte, dass es bereits auf dem Schwarzmarkt der Syndikate und Drogenbosse erhältlich war, ließen sich bisher jedoch nicht bestätigen. Stattdessen tauchten weitere Fälle von Wandlern auf, die in ihrer Wandlung gefangen waren.

„Irgendjemand stellt das Serum her und testet es“, vermutete Trevorian. „Wenn es Dr. Quintus zusammen mit Goodman ist, müssen wir sie ins Visier nehmen. Der letzte Fall betraf einen Agenten, der in einem russischen Syndikat eingesetzt war. Es besteht daher der Verdacht, dass das Zeugs bereits zum Einsatz kommt. Versucht, in das Gebäude zu kommen und mehr herauszufinden. Wir wissen nicht, wer von der Firma alles involviert ist. Das Gebäude wird nicht besonders gesichert. Ein hoher Maschendrahtzaun umgibt das Außengelände und den Forschungstrakt. Das Bürogebäude ist praktisch ungesichert, der Forschungstrakt jedoch besser.“

“Failed 1”, S. 96-97 (c) Chris P. Rolls

„Ich würde es mir nie verzeihen, wenn dir etwas passieren würde“, murmelte Cosmo plötzlich so leise, dass es fast ein Wispern war. Etwas berührte Louis’ Nacken, federleicht, warm und ein wenig feucht. War das ein Kuss? Bildete er sich das gerade ein? Schauder jagten über seinen Rücken, Gänsehaut überzog die Arme und ihm entkam ein Keuchen.

„Hast du …?“, brachte er völlig perplex hervor, wandte sich um, bedauerte sogleich den Verlust der warmen Berührung. „Hast du mich gerade geküsst?“

Cosmos Zungenspitze blitzte, er fuhr sich verlegen über die Lippen, die rechte Hand wühlte sich in seine Haare. „Also eigentlich war es eher geschnäbelt“, nuschelte er, senkte den Blick und wirkte wie ein bei einem Streich ertappter Junge.

„Geschnäbelt?“ Entgeistert starrte Louis ihn an, wusste nicht, was er fühlen oder denken sollte. Das war ein Kuss gewesen. Eindeutig. Cosmo hatte ihn geküsst. „Also für mich fühlte es sich wie ein verdammter Kuss an!“

“Failed 1”, S. 152-153 (c) Chris P. Rolls

„Bist du okay?“ Wie besorgt, wie süß unsicher das klang. Mühevoll drehte Louis den Kopf, während Finger seinen Nacken berührten, die Haare zur Seite strichen, seine Wange liebkosten. „Keine Ahnung. Ich habe das Gefühl, als ob du mich durch die Matratze bis in die unterste Wohnung genagelt hättest.“

„Sorry. Es ist … wohl etwas mit mir … durchgegangen. Du warst so scharf, ich …“ Es klang bedrückt und verschämt, die Finger fuhren über seine Lippen, ein Kuss landete auf der Stirn, dann zog ihn Cosmo an sich, schlang die Arme um ihn und wisperte: „Ich habe ein wenig die Kontrolle verloren.“

„Büffel! Eindeutig bist du ein Büffel“, murmelte Louis und es klang so zärtlich liebevoll, wie er es meinte. „Und du darfst mich auch ‚Hasi’ nennen. Ab und an.“

“Failed 1”, S. 191 (c) Chris P. Rolls

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meine Rezension

„Schon was von unserem Sklaventreiber gehört?“

Herman reagierte zunächst nicht, fummelte mit einer winzigen Zange herum, ehe er diese seufzend beiseitelegte, die Brille hochschob und Louis mit einem deutlich genervten Blick musterte.

„Trevor wird sich schon melden, wenn er wieder im Land ist. Oder auch nicht. Sag bloß, du vermisst ihn?“

„Nicht direkt, aber die Luft hier drinnen wird durch eure Fürze nicht gerade besser. Geht ihr nie raus? Mir steht der Sinn gerade sehr nach einem Ausflug in den Osten. Sollen ja faszinierende Länder sein.“

„Ah, die Sache mit den Säuberungsaktionen reizt dich.“ Nickend rieb sich Herman über den tätowierten Nacken, machte sich nebenbei ein paar Notizen. Es war nicht übermäßig warm in der Basis, Herman trug jedoch meist ein Muskelshirt. Das brachte seine Tätowierungen gut hervor, täuschte jedoch nicht darüber hinweg, dass es nicht viel an Muskeln gab. „Gut möglich, dass Trevor da bereits dran ist und euch einsetzt, sobald es ein konkretes Ziel gibt. Vielleicht will er dir auch einfach mehr Zeit geben, dein Duotier zu trainieren.“

“Failed 2”, 10% (c) Chris P. Rolls

„Sehr gut. Das gesamte Team von Failed ist also vollzählig. Wenn ihr diese Botschaft seht, wurde also ein Code Fünf ausgelöst. Das System hat bereits einen vollständigen Neustart absolviert. Alle relevanten Daten sind dabei natürlich erhalten geblieben. Wie ich sehe, habt ihr herausgefunden, wie ihr Zugang bekommt. Diese Botschaft bedeutet auch, dass ich wahrscheinlich nicht mehr am Leben bin, denn ein Code Fünf wird nur in dem Fall ausgelöst, wenn ich fünf Tage lang keinen entsprechenden Code in mein Handy, und damit in unser System, eingebe.

In diesem Fall ist vorgesehen, dass die Leitung von Failed vorübergehend an einen von euch übertragen wird, bis alles geregelt wurde. Wie ihr sehen könnt, läuft dort unten ein Timer. Nach einer Woche wird automatisch das Notfallprogramm der Shifter Force gestartet werden. Dieses sieht in einem solchen Fall die totale Löschung von Failed vor. Das gesamte System wird sich im Zuge dessen selbst vernichten. Selbstverständlich wurde für jedes Teammitglied vorgesorgt: Eure bisherigen Identitäten werden vollständig eliminiert, ihr erhaltet umgehend neue. Jeder von euch wird zudem ein spezielles Geheimkonto zugewiesen bekommen, auf dem ihr eure finanzielle Absicherung für die Zukunft finden werdet. Failed wird es damit nicht länger geben und sämtliche Spuren dazu werden verschwinden. Wir haben nie existiert. Ich bedanke mich bei jedem von euch für die gute Arbeit und bedauere, dass sie nicht länger anhalten konnte.“

“Failed 2”, 21% (c) Chris P. Rolls

„Das ist Merle“, stellte Louis sie den anderen vor, die neugierig einen Halbkreis bildeten. Mit einem Satz sprang die Amsel aus dem Käfig und auf seine Schulter, gab einen überaus verblüfft klingenden Laut von sich, während sie die Umgebung scannte. Noch einmal schaute sie sich um, dann flatterte sie los, umkreiste aufgeregt zwitschernd einmal den Raum und ließ sich auf der Stuhllehne neben Louis nieder.

„Ein Rabe?“ Jamie kratzte sich am Hinterkopf. „Kann man dem denn trauen?“

Louis ahnte, was passieren würde, wich rasch zur Seite, spürte nur noch einen Luftzug. Ein kurzer, krächzender Laut erklang und gleich darauf stand ein dürrer, sehr hellhäutiger Mensch mit hüftlangen, pechschwarzen Haaren vor ihnen. Die Augen waren schwarzbraun, das Gesicht schmal und androgyn, die Nase, wie bei vielen Vogelwandlern, scharf geschnitten, jedoch mit einem weichen Kinn. Die flache Brust war glatt, wies direkt über dem Brustbein eine tätowierte Feder auf, die schmalen Schultern gingen in wenig bemuskelte Arme über. Schnaubend stemmte Merle die Hände in die Hüften.

„Rabe? Dir haben sie wohl ins Gehirn geschissen? Jeder Vollidiot kann doch wohl eine Amsel von einem Raben unterscheiden. Was bist du denn für ein weltfremder Trottel?“

„Er ist Amerikaner“, wandte Louis schmunzelnd ein, zuckte entschuldigend die Schultern.

„Ah. Mein Beileid. Die gucken ja bekanntlich nicht viel über ihren Tellerrand.“

“Failed 2”, 49% (c) Chris P. Rolls

In der kleinen Kuhle unter dem Felsvorsprung flach auf den Boden gepresst, drückte Louis die Nase fest gegen seine weichen Pfoten. Die Augen geschlossen, versuchte er ruhig und entspannt zu atmen, was angesichts seiner wilden Flucht alles andere als einfach war. Weit entfernt vernahm er das Geräusch von Schüssen, heftige Einschläge und Detonationen. Dabei konnte er nicht einmal sagen, ob diese von den unbekannten Angreifern oder einer der kämpfenden Militärfraktionen kamen. Oder wem der Einsatz galt.

Zu allen Göttern und Genetikern, die für Wandler und Konsorten verantwortlich waren, betete er, dass nichts davon mit Cosmo zusammenhing. Verdammt, er hätte umdrehen, sich vergewissern müssen, dass er entkommen war. Was, wenn er verletzt worden war? Oder gefangen? Und er war einfach abgehauen.

“Failed 2”, 63% (c) Chris P. Rolls

„Wie lautet dein Name? Cosmo?“, mischte sich nun Vlastimil ein und Louis beobachtete, wie Cosmos Körpersprache von irrsinniger Wut zu ultimativer Vorsicht wechselte. Klar, er erkannte auch sofort, dass dieser Mann äußerst gefährlich war. Stumm nickte er, der Unterkiefer mahlte.

„Korrekt.“ Was für eine Selbstbeherrschung. Louis war irre stolz auf ihn.

„Trevor Trevorian ist dein Ausbilder gewesen.“ Das war keine Frage, dennoch nickte Cosmo erneut. Wie skeptisch er dreinblickte, wie wachsam. Wenn es nicht so eine dumme, verfahrene Situation gewesen wäre, hätte Louis eine ganze Reihe kieksender Laute ausstoßen können, so begeistert war er von Cosmo.

„Sehr schön. Nun denn, um die Sache abzukürzen: Du hast exakt 48 Stunden Zeit, Trevorian für uns aufzuspüren“, übernahm Bronislav plötzlich und Louis vermeinte eine winzige unwillige Bewegung an Vlastimil wahrzunehmen. Der gab ungern die Kontrolle ab.

„Ich soll Trevor finden?“ Perplex starrte Cosmo in den Monitor. War das eine Schramme da oben an seiner Stirn? Hoffentlich war er nicht wirklich verletzt worden.

„Finden, ausschalten und uns seinen Kopf bringen. Mit dem Chip natürlich, damit wir sichergehen können, dass er es wirklich ist“, ergänzte Bronislav mit einem gehässigen Verziehen des Mundes, welches die nette Bezeichnung ‚Lächeln‘ nicht verdiente.

“Failed 2”, 73% (c) Chris P. Rolls

Ich euch gefallen die Zitate aus den beiden Büchern von “Failed” und sie geben einen guten Einblick in die Geschichte. Schaut auch die kommenden Tage vorbei – denn wie bei jeder Special Week gibt es am Sonntag im Rahmen des Leseinterviews tolle Preise zu gewinnen – wer weiß, vielleicht ist da auch “Failed” dabei 😉

Liebe Grüße,
Juliane