[BUCHVORSTELLUNG] Maschinenseele von Tanja Meurer

Hallo ihr Lieben,

Tanja hat es geschafft und ist mit fliegenden Fahnen gestern Abend ins Finale eingezogen. Jetzt heißt es alles gegen die bekannte Selfpublisherin Hannah Siebern zu geben, die bisher kein Battle verloren hat. Morgen im Finale geht es darum, ein ausgewähltes Buch vorzustellen und den Leser*innen der Battle-Arena zu präsentieren. Wer Tanja kennt, weiß, dass sie sich für eine ungewöhnliche Präsentation ihres Steampunk Krimis “Maschinenseele” entschieden hat (passend zum heißesten Tag des Jahres entführt euch Tanja in die klirrende Kälte eines winterlichen Londons), deswegen bleibt die klassische Buchvorstellung (mit Cover, Klappentext und Schnipseln) an dieser Stelle an mir hängen 😉

Damit es aber nicht allzu öde wird, gibt es morgen einen zusätzlichen Beitrag von mir – da stelle ich euch die Autorin vor, allerdings ganz anders, als ihr es vielleicht erwartet (nur soviel – das klassische Interview wird es nicht geben 😉

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[BUCHVORSTELLUNG] Der Rebell von Tanja Meurer

Hallo ihr Lieben

mit einem Sieg am Mittwoch Abend hat sich Tanja fürs Halbfinale der Buch-WM qualifiziert, weswegen es jetzt auch hier auf Like a Dream weitergeht 🙂 Ein paar Beiträge liegen also noch vor euch, denn selbst wenn sie es heute Abend nicht schafft ins Finale einzuziehen, wird sie noch um Platz 3 batteln, sprich am kommenden Wochenende dreht sich alles um meine liebe Frau und ihre Bücher.

Dieses Mal geht es um das Setting des Buches, sprich der Welt, in der es spielt. Tanja hat sich dafür entschieden, mit ihrem queeren Horror/Mysterythriller “Der Rebell” an den Start zu gehen, der einerseits in Wiesbaden spielt, andererseits in eine ziemlich beängstigenden Spiegelwelt, die man zumeist erst betritt wenn man stirbt. Die Spiegelwelt beschreibt sie sehr eindrucksvoll in ihrem Battle-Beitrag in der Battle-Area, also schaut dort vorbei, wenn ihr mehr über diese Welt erfahren wollt (und über die Kreaturen, die dort leben). Ich wiederum, stelle das Buch vor und ein wenig die Stadt Wiesbaden, in der Tanja und ich übrigens leben 🙂

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[AKTION] Unterwelten von Berlin (Glasseelen)

Hallo in die Runde,

wie bereits angekündigt, erwarten euch in den kommenden Tagen und Wochen Beiträge zu den Büchern von Tanja Meurer, die mit ihren Büchern an der Buch-WM teilnimmt. Die erste Runde hat sie mit Bravour bestanden und das erste Battle für sich entscheiden können.

Da sie sich heute dem zweiten Kampf stellt, übergebe ich ihr das Wort – sie hat einen spannenden Beitrag zum Thema “Berliner Unterwelten” geschrieben. “Glasseelen” spielt zum großen Teil in den Unterwelten der Hauptstadt – Grund genug also, dass sie euch ein bisschen mehr darüber erzählt:

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[BUCHVORSTELLUNG] Glasseelen von Tanja Meurer

Hallo ihr Lieben

die kommenden Tage und Wochen wird es auf meinem Blog nicht nur die üblichen Rezensionen geben, sondern auch diverse Beiträge zu den Büchern meiner lieben Frau Tanja Meurer. Ich bin kurzfristig eingesprungen, um sie bei der Buch-WM 2020 mit passenden Beiträgen zu unterstützen. Während sie in der Battle-Area mit eigenen Beiträgen um Stimmchen kämpft, gibt es passende Buchbeiträge von mir auf dem Blog und in der Event-Area der Veranstaltung.

Die erste Runde bestreiten wir mit ihrem Debüt “Glasseelen” – einem Mystery-Thriller mit steampunkigen Elementen, der in den Unterwelten von Berlin spielt (die wir euch in einem Beitrag auch noch näher vorstellen ;)). Damit ihr erstmal wisst, worum es geht, will ich euch zunächst das Buch vorstellen. weiterlesen…

[SPECIAL] Casto – Gefährte des Feuers

Hallo ihr Lieben,

die kommenden Tage wird “Like a Dream” im Zeichen von Xenia Melzers “Casto – Gefährte des Feuers” stehen. Der erste Band der Fantasy-Reihe “Gods of War” erscheint morgen bei Ullstein Forever in deutscher Übersetzung und um euch schon jetzt ein wenig neugierig zu machen, habe ich ein paar tolle Beiträge für euch, die euch auf die fantastische Welt und die Charaktere einzustimmen. Heute kommt die Autorin zu Wort, morgen erscheint die Rezension und am Samstag und Sonntag habe ich weitere Beiträge zur Buchreihe in petto – seit also gespannt. Zunächst darf Xenia Melzer zu Wort kommen 🙂

Das Buch könnt ihr übrigens hier vorbestellen.

Warum schreibe ich M/M Romane?

Nachdem ich meinen Vertrag mit Dreamspinner – und später mit Ullstein – unterzeichnet hatte, fing ich an, Freunden und Bekannten von meinem Buch zu erzählen. Dabei bekam ich vor allem eine Frage immer wieder zu hören: Warum ich ausgerechnet zwei Männer als Hauptfiguren gewählt habe.

Spontan sagte ich, dass Casto und Renaldo einfach in meine Gedanken hineinspaziert waren und sich seitdem weigerten, wieder zu gehen. Mein Roman war ursprünglich eine ganz ›normale‹, heterosexuelle Romanze, bevor diese beiden sich in den Vordergrund spielten. Das ist, finde ich, eine gute Antwort, eine wahre Antwort, und sie spiegelt etwas wieder, das wahrscheinlich jeder Autor schon einmal erlebt hat: dass Figuren ihren eigenen Kopf haben können.

Zufällig habe ich auch studiert (Segen oder Fluch? Das bleibt noch abzuwarten.) und dabei gelernt, verschiedene Ebenen in einem Text nicht nur zu sehen, sondern auch aktiv danach zu suchen. Nachdem ich die Frage zu meinem Motiv also zum gefühlt hundertsten Mal gehört hatte, fing ich an, darüber nachzudenken. Das Erste, was mir auffiel, war, dass niemand per se etwas gegen die Idee eines schwulen Pärchens als Hauptfiguren hatte. Die Menschen waren wirklich ehrlich an meinen Motiven interessiert und wenn man bedenkt, wie die Autoren von Schwulenromanen noch vor ein paar Jahren behandelt wurden, denke ich, dass unsere Gesellschaft definitiv einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat. Je bunter die Welt, umso interessanter.

Ich besuchte in diesem Frühjahr auch die Love Letter Convention in Berlin und war überrascht, wie viele Fans mich darauf ansprachen, dass sie glücklich darüber seien, endlich eine M/M Autorin auf der Convention zu haben und wie sehr sie Bücher mit schwulen Hauptdarstellern liebten. In diesem Moment wurde mir klar, dass die Frage, warum ich homosexuelle Charaktere gewählt habe, wohl bei Weitem nicht so politisch war, wie ich zunächst angenommen hatte. Ich begann mich zu fragen, was ich vielleicht noch übersehen haben könnte.

Natürlich stellt sich auch die Frage, warum ausgerechnet eine heterosexuelle Frau über homosexuelle Beziehungen schreibt. Also habe ich mich hingesetzt und mich selbst ein wenig hinterfragt. Wie schon erwähnt hatte Gods of War zunächst ein heterosexuelles Paar als Hauptdarsteller und Renaldo und Casto waren nur Nebenfiguren. Nachdem ich lange und hart nachgedacht und mich zur Ehrlichkeit mir selbst gegenüber gezwungen hatte, erkannte ich, dass mein F/M Paar schlicht und ergreifend zu gewöhnlich gewesen war. Ihre Geschichte war schnell erzählt und in meinen Augen gab es zwischen ihnen kein Knistern, das ich in eine Flamme, respektive eine interessante Geschichte, verwandeln hätte können. Renaldo und Casto haben mir nicht nur ein Knistern geliefert, sondern ein loderndes Feuer, das mich bis zum jetzigen Zeitpunkt durch beinahe fünf Bücher getragen hat. Ein Teil meiner Faszination für M/M Hauptdarsteller ist definitiv die Möglichkeit, eine Beziehung zu erkunden, in der die Rollen nicht so starr verteilt sind wie in einer F/M Romanze. (Ich möchte betonen, dass dies nichts Schlechtes ist, es war in meinen Fall nur nicht hilfreich.) Wenn man dann noch den Fantasy-Aspekt miteinrechnet, eröffnet sich mir eine ganze Fülle an Möglichkeiten, die nur darauf warten, erzählt zu werden. Rein aus der Perspektive eines Autors ist das, als würden Weihnachten und der eigene Geburtstag auf einen Tag fallen. Es gibt sprichwörtlich keinen Ort, an den ich nicht gehen kann, und das macht das Schreiben über Ana-Darasa zur reinen Freude.

Ein weiteres Plus ist, dass ich bei zwei Männern meiner Fantasie freien Lauf lassen kann, ohne auf imaginäre weiblich Partner eifersüchtig sein zu müssen, denen ich positive Attribute auf den Leib schreiben muss, damit sie zu den Männern passen. In gewisser Weise genießen Frauen M/M Geschichten auch deswegen, weil sie dann nicht über Implikationen nachdenken müssen, die sie bei einer F/M Geschichte als störend empfinden würden. Eine Besucherin der Love Letter Convention hat es folgendermaßen formuliert: »Wenn ich eine Sexszene zwischen zwei Männern lese, kann ich mich zurücklehnen und es genießen. Ich bin Feministin, wenn ich also eine Sexszene über ein heterosexuelles Paar lese, ärgere ich mich oft über Stereotypen. Bei zwei Männern habe ich dieses Problem nicht.«

Als Schriftstellerin kann ich mich mit dieser Aussage identifizieren. Ernsthaft über die Beziehung zweier Männer zu schreiben, hat seine eigenen Tücken, aber stereotypische Fallen die durch Gender Studies und politische Korrektheit forciert werden, gehören nicht dazu. Was, um es milde auszudrücken, befreiend ist.

Ich sage nicht, dass Gender Studies kein wichtiger Teil unserer modernen Kultur sind und ich habe auch meinen Teil an entsprechenden Kursen an der Uni besucht. Ich möchte nur feststellen, dass es eine gute Story ruinieren kann, wenn man zu viel hineininterpretiert.

Wie Sie sehen können, habe ich mich ziemlich intensiv mit einer scheinbar harmlosen Frage beschäftigt, und als ich damit fertig war, wurde mir klar, dass dies alles ein nettes Gedankenspiel gewesen ist, aber nichts an den Fakten ändert.

Ich habe Gods of War geschrieben, weil Renaldo und Casto zwei sehr interessante Männer sind, die mich ordentlich auf Trab halten. Ich schreibe M/M Romane, weil es sich so ergeben hat. Es war keine bewusste Entscheidung. Ich habe mich nicht hingesetzt, den Buchmarkt studiert und dann entschieden etwas zu schreiben, das mir Geld einbringt. (Wenn ich das getan hätte, hätte ich wahrscheinlich einen Thriller geschrieben und höchstwahrscheinlich versagt. Die Geschichte weiß, ob du sie wirklich liebst.)

Ich investiere eine Menge Energie und Zeit in meine Schreiberei, weil ich es liebe, Geschichten zu erzählen und außerdem nicht in der Lage bin, meine Charaktere in Ruhe zu lassen. (In dieser Hinsicht bin ich eine Glucke.)

Wenn die Leute mein Buch lesen, möchte ich, dass sie eine gute Zeit haben, sich entspannen und der Realität für ein paar Stunden entfliehen können. Wenn sie sich mit den Charakteren identifizieren können, macht mich das glücklich.