[ROMAN] Dunkle Schatten von Rhys Ford

Autor: Rhys Ford
Taschenbuch: 300 Seiten
ASIN: B01GP58JDS
Preis: 5,14 EUR (eBook)
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Story:
Der drogensüchtige Kismet kann schon immer albtraumhafte, blutrünstige Schattenwesen sehen, denen er nur während eines Drogenrauschs entfliehen kann. Dass seine neuen Drogen die Visionen eher verstärken und ihn nach und nach auf die Seite hinter dem Schleier ziehen ahnt er nicht, ebenso wenig, dass die vier apokalyptischen Reiter auf ihn aufmerksam werden, bringt er doch ein fragiles Gleichgewicht in Gefahr. Doch auch andere Unsterbliche entwickeln ein gesteigertes Interesse an Kismet, denn der Mensch hat sich durch den neuen Drogencocktail weiterentwickelt und wird mehr und mehr zum Unsterblichen. Schon bald liegt es an den Reitern den jungen Mann zu schützen, wobei Colm alias Pestilenz schon bald ein tiefergehendes Interesse an Kismet entwickelt …

Eigene Meinung:
„Dunkle Schatten“ ist der erste Band der „Ink and Shadows“-Reihe von Rhys Ford und erschien bei Dreamspinner Press. Der Autor hat sich im Gay Genre bereits einen Namen gemacht – es liegen etliche Einzelromane und Reihen vor – teils auch in deutscher Sprache. Eine Fortsetzung von „Dunkle Schatten“ mag angedacht sein, ist bisher jedoch nicht in Sicht, dabei gäbe es durchaus genügend Potenzial und offene Punkte, um die Geschichte von Kismet und den vier Reitern fortzuführen. Weiterlesen …

[ANKÜNDIGUNG] Blogtour: Berlingtons Geisterjäger

Hallo ihr Lieben,

gestern habe ich euch den Roman “Belingtons Geisterjäger – Anderswelt” vorgestellt, ab 04.02.2017 findet eine Blogtour zum Roman statt, an der ich natürlich ebenfalls teilnehme. Als Steampunk-Fan freue ich mich euch am 06.02. mehr über das Genre Steampunk erzählen zu dürfen – ich verspreche, dass ich mich kurz fasse 😉


Folgende Blogger nehmen ebenfalls an der Tour teil:

04.02.2017 – Das Buch und die Autorin – Elchi’s World of Books
05.02.2017 – Vorstellung der fünf Hauptcharaktere – Lunas Leseecke
06.02.2017 – Was ist Steampunk? – bei mir
07.02.2017 – Was ist Gothic Horror? – Bookwormdreamers
08.02.2017 – Spiritismus, Séancen und Parapsychologie im 19. Jh. – Traumfantasiewelten
09.02.2017 – Homosexualität im 19. Jahrhundert in England – Sabrinas Welt der Bücher
10.02.2017: Die viktorianische Epoche – Tausend Leben
11.02.2017: Hexen in der Urban Fantasy – Letannas Blog
12.02.2017: Gewinnerbekanntgabe

Und folgendes gibt es zu gewinnen – ihr seht, es lohnt sich jeden Tag reinzuschauen und die Tagesfragen zu beantworten.

Wir freuen uns auf regen Besuch und sind gespannt, wie ihr die einzelnen Beiträge findet. Seid gespannt.

Liebe Grüße,
Juliane

[ROMAN] Berlingtons Geisterjäger: Anderswelt von Amalia Zeichnerin

Autor: Amalia Zeichnerin
Taschenbuch: 268 Seiten
ISBN: 978-1540846747
Preis: 2,99 EUR (eBook) | 10,00 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Für die irische Hexe Fiona O’Reilly und ihre Kollegin Giselle Butler von der Gesellschaft Friends of the Departed ist das kleine Geisterproblem des jungen Adeligen Victor Berlington keine große Sache – im Gegensatz zu der Angelegenheit, in die sie ungewollt hineingezogen werden, als zwei junge, adelige Gentlemen aus London verschwinden. Einer der Vermissten ist ein Bekannter Victors, der andere ein guter Freund des amerikanischen Privatdetektives Eliott Breeches. Gemeinsam stoßen sie auf einen Ritualkreis und einen Übergang in die mysteriöse Anderswelt, in der grausem Geschöpfe herrschen und nichts ist wie es scheint. Während sich die junge Künstlerin Nica der Gruppe ebenfalls anschließt, um Fiona näher zu kommen, gerät Victor in die Fänge des exzentrischen Dandys Damian Quinn, der nicht ganz menschlich ist und seine eigenen Pläne schmiedet …

Eigene Meinung:
Mit „Anderswelt“ legt die Autorin Amalia Zeichnerin den ersten Teil ihrer „Berlingtons Geisterjäger“ – Reihe vor. Der Roman wartet mit einer Mischung aus Horror, Steampunk, Urban Fantasy und Gay/Lesbian Romance auf und bietet daher eine facettenreiche und sehr abwechslungsreiche Geschichte, teils wirkt die Mischung jedoch zu konfus, da viele verschiedene Handlungsstränge und Ideen miteinander vermischt werden. Weiterlesen …

[MANGA] 23:45 von Ohana

Autor: Ohana
Taschenbuch: 196 Seiten
ISBN: 978-3842025554
Preis: 6,95 EUR
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Story:
Iku ist ein waschechter Otaku und hat dementsprechend Probleme mit seinen Mitmenschen. Zumeist tut er sich schwer damit mit anderen zu sprechen. Zusätzlich ist er neuerdings in der Lage, Geister zu sehen, denn seit Tagen registriert er auf der Fußgängerbrücke einen jungen Mann, den niemand sonst wahrnimmt. Als dieser sich in Ikus Wohnung einnistet, ändert sich dessen Leben schlagartig. Mimoris fröhliche Art geht Iku näher als er anfangs wahrhaben will und schon bald verbindet die beiden mehr als Freundschaft. Als Iku nach und nach herausfindet, was es mit Mimori auf sich hat, verkompliziert sich die Situation, denn Iku möchte Mimori nicht mehr gehen lassen …

Eigene Meinung:
Der Manga „23:45“ stammt von Ohana, die sich durch Boys Love Doujinshis in Japan einen Namen gemacht hat. „23:45“ ist ihr 2014 erschienenes Debüt, das inzwischen um das Sequel „23:45 Re:“ erweitert wurde. In Deutschland erschien der Manga bei Tokyopop. Weiterlesen …

[ROMAN] Heldinnen küssen besser von Serena C. Evans

Autor: Serena C. Evans
Taschenbuch: 136 Seiten
ISBN: 978-3959490788
Preis: 8,90 EUR (Taschenbuch) | 3,99 EUR (eBook)
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Story:
Tamaras einfaches, überschaubares Leben als Kellnerin, die aus der Ferne einen weiblichen Gast anhimmelt, ändert sich, als bei ihr die Fähigkeiten eines Feuertalentes zutage treten. Sie wird von einer Organisation angesprochen, bei der Superhelden im Geheimen die Polizei unterstützen und gewöhnliche Menschen beschützen. Vor der Wahl selbst Superheldin zu werden, oder ihre Kräfte für immer versiegeln zu lassen, entscheidet sich Tamara dafür, die Menschen zu schützen. Sie erhält den Decknamen Amber Lily und wird fortan von der Einzelgängerin Purple Rose ausgebildet. Schnell kommen sich die beiden Frauen näher und Tamara hat mehr und mehr Schwierigkeiten, sich zwischen der unbekannten Frau und Rose zu entscheiden. Als sich herausstellt, dass beide Frauen ein und dieselbe Person sind, ist Tamara überglücklich. Doch ihr Glück währt nicht lang, denn jemand hat es auf Purple Rose abgesehen und diese Person schreckt vor nichts zurück …

Eigene Meinung:
Mit dem Kurzroman „Heldinnen küssen besser“ legt die Autorin Serena C. Evans ihren ersten Lesbian Romance vor, gleichzeitig beschreitet auch der Main Verlag mit der Veröffentlichung einer lesbischen Romanze neue Wege. Die knapp 200 Seiten starke Geschichte erzählt die Geschichte von Abby (Purple Rose) und Tamara (Amber Lily), die sich nicht nur finden, sondern auch gemeinsam den Job einer Superheldin erfüllen. Weiterlesen …

[ZITATE-FREITAG] Tajo@Bruns_LLC

Hallo ihr Lieben,

heute wird es wild beim Zitate-Freitag, denn ich habe mir den ersten Band der Gestaltwandlerreihe von Bianca Nias rausgepickt. Wer kennt sie nicht, die Löwen und Großkatzen, die ihren Kampf gegen den schier übermächtigen Shirkou Soran führen und versuchen seine kriegerischen Machenschaften zu durchkreuzen. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz – sprich eine Reihe die mit der Zeit süchtig macht. Hier findet ihr also einige ausgewählte Szenen des ersten Teils “Tajo@Bruns_LLC”, insgesamt gibt es 4 Romane, einen Hetero-Spin-Off und einige Kurzromane, die in der Welt der Bruns spielen.

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meine Rezension

Auf dem Weg ins Haus hatte er Gelegenheit, den muskulösen Oberkörper und den knackigen Hintern seines Kunden ausgiebig zu begutachten, ohne dass dieser hiervon etwas bemerken konnte.

‚Ohne Anabolika bekommt man solche „Mr. Universum“- Ausmaße doch gar nicht hin‘, dachte er bei sich und bewunderte das Spiel der definierten Rückenmuskeln. Sein Blick wanderte weiter nach unten zu den muskelbepackten Schenkeln. Allein die Waden waren eine Augenweide und bestimmt dicker als seine eigenen Oberschenkel.

Als sich Tajo am Hauseingang zu ihm umdrehte, um ihm höflich die Tür aufzuhalten, musste Marc schlucken und sich beeilen, den sicher verträumten Gesichtsausdruck in eine unverbindlich lächelnde Miene zu verwandeln. Aber offenbar war er hierbei nicht schnell genug gewesen, denn Tajo zog amüsiert einen Mundwinkel hoch und musterte ihn aufmerksam.

Peinlich berührt wandte sich Marc ab und trat ein. Er hatte das Gefühl, beim ungehörigen Starren ertappt worden zu sein und seine Verlegenheit ließ ihm das Blut in den Kopf schießen. Bestimmt war er jetzt knallrot angelaufen.

“Tajo@Bruns_LLC”, Seite 16-17 (c) Bianca Nias / deadsoft

„Jon, also wirklich!“, schalt Keyla ihren Bruder. „Ihm muss doch klar sein, dass wir sie letzte Nacht gehört haben, oder? Dann musst du ihn nicht auch noch in Verlegenheit bringen.“

„Ist dir klar, dass er Marc mit in sein Zimmer genommen hat?“, warf Jon ein. „Das war eine absolute Premiere. Er hat noch nie jemanden in seinen Privatbereich gelassen.“

Er warf Keyla ein verschwörerisches Grinsen zu.

„Ja, stimmt. Vielleicht hat es ihm ja zur Abwechslung wirklich mal was bedeutet. Aber das werden wir zwei so schnell nicht erfahren. Tajo ist der Einzige, den ich kenne, der es schafft, sich aus seinem eigenen Privatleben raus zu halten.“

Die beiden Geschwister lachten.

“Tajo@Bruns_LLC”, Seite 40 (c) Bianca Nias / deadsoft

Jon begann, sein Hemd aufzuknöpfen und auszuziehen, was Marc ein wenig in Panik versetzte. Hallo? Was wurde das denn jetzt? Wollte er etwa … Sex? Jetzt? Mit ihm? Unmöglich.

„Ich muss dir etwas zeigen, was du bitte erst einmal als einfach gegeben hinnimmst, okay? Hinterher kannst du mir alle Fragen der Welt stellen, aber bitte sitz jetzt einfach ruhig da und halte für 20 Sekunden die Luft an, ohne dich zu rühren, ja? Und bitte erschreck nicht, dass ich jetzt meine Hose ausziehen muss. Ich will sie nämlich nicht ruinieren. Und bitte, bitte nicht schreien, ich tue dir nichts.“

Marc war zu verblüfft, um nur einen Ton herauszubringen. Jon zog sich vor ihm splitterfasernackt aus. Marc beobachtete jede seiner Bewegungen und war komplett verwirrt. Was sollte das?

Jon holte kurz Luft, sah ihn an und plötzlich schienen seine Konturen zu verschwimmen. In nicht einmal einer Sekunde verformte sich sein Körper, wurde größer, zog sich in die Länge, sank auf alle viere und im nächsten Augenblick füllte ein großer, wunderschöner Löwe sein Wohnzimmer aus.

“Tajo@Bruns_LLC”, Seite 89 (c) Bianca Nias / deadsoft

Tajo fluchte stumm. Himmel noch mal! Warum war er nur schon wieder so heftig explodiert? Sein Hirn musste im Irak doch einen größeren Schaden erlitten haben, als er gedacht hatte. Jedenfalls hatte es jetzt total ausgesetzt. Verdammt, er war eindeutig zu lange in seiner Löwengestalt gewesen, das hatte ihn schon immer ein wenig durcheinandergebracht. Er sah, dass Marc sich verstohlen eine Träne aus dem Auge wischte. Scheiße, er hatte ihm wehgetan! Das war nicht seine Absicht gewesen.

Vorsichtig zog er sich aus Marc zurück, rollte sich neben ihm auf die Seite und nahm ihn in seine Arme. „Es tut mir leid“, flüsterte er beschämt. „Das habe ich so nicht gewollt.“

„Aber vielleicht gebraucht?“, fragte Marc leise.

Marcs Atem ging noch immer schwer, seine Haut war schweißnass. Tajo schmiegte sich an seinen Rücken, sein Schwanz war noch immer steif und drückte sich sanft gegen ihn. Seine Hände wanderten über Marcs Körper, bis er abrupt innehielt.

„Ich weiß es nicht. Ich weiß so langsam gar nichts mehr. Wem ich vertrauen kann und wem nicht. Wer zu mir steht und wer nicht. Und wie es weitergehen soll. Mit mir, mit dem Rudel, mit den anderen …“, brach es unvermittelt aus ihm heraus.

“Tajo@Bruns_LLC”, Seite 159-160 (c) Bianca Nias / deadsoft

Jon war ihm gefolgt und trat jetzt neben ihn, das spürte Marc, ohne hinzusehen.

„Tajo scheint gewusst zu haben, dass es kritisch wird“, murmelte Jon. „Er hat mich vor seiner Abfahrt nicht nur gebeten, auf dich aufzupassen und mit meinem Leben zu beschützen. Nein, er hat mich auch gleichzeitig zum Rudelführer gemacht und ist von seiner Position zurückgetreten.“

„Und das heißt?“, fragte Marc. So ganz blickte er bei den Löwen mit ihren Familien- und Rudelstrukturen noch nicht durch.

„Das heißt, dass du unter meinem Schutz stehst, und dass ich die Verantwortung für dich trage. Und dass er aufgegeben hat. Er glaubt, nicht mehr in der Lage zu sein, das Rudel zu schützen und zu verteidigen.“

Marc sah ihn nachdenklich an. „Wäre das denn so schlimm für ihn?“

Jon nickte betrübt. „Für Tajo ist es die Hölle. Ein geschlagenes Alpha-Tier kommt in der Regel nicht mehr auf die Beine. Und selbst wenn, müsste er mich über einen Kampf von meiner Position verdrängen oder aber weggehen und ein neues Rudel gründen. Die Geschäftsführung von Bruns LLC und das Firmenvermögen gehen allerdings jetzt schon auf mich über.“ Er schnaubte.

„Als ob ich das nötig gehabt hätte, du sturer Mistbock!“, brüllte er wütend in die Wüste hinaus und ballte die Hände zu Fäusten. „Als ob ich das gewollt hätte“, fügte er leise mit belegter Stimme hinzu und wandte sich ab.

“Tajo@Bruns_LLC”, Seite 203-204(c) Bianca Nias / deadsoft

„Marc, ich wüsste nicht, was wir ohne dich gemacht hätten“, begann er und sah ihn ernst an. „Nicht nur, dass du Tajos Spur in Saudi-Arabien gefunden hast, war großartig, sondern auch deine bisher hier geleistete Arbeit. Du hast erstaunliche Dinge herausgefunden.“

Marc dankte ihm zurückhaltend. Er war zwar an Lob und Aufmerksamkeit durch seine bisherigen Auftraggeber gewohnt, aber die herzliche Wärme, die er im Kreise der Familie fühlte, ließ ein Glücksgefühl durch seine Magengegend fließen.

Tajo, der sich neben ihm ausgestreckt und sein Bein auf einem Hocker hochgelegt hatte, nahm seine Hand und drückte sie.

„Unser kleines Genie hier hat einen wirklich guten Job gemacht“, warf Jon ein. „Tajo, dafür kannst du mir ewig auf Knien danken und meine Pfoten küssen, dass ich ihn zurückgeholt habe.“

„Ich weiß“, erwiderte Tajo schlicht.

“Tajo@Bruns_LLC”, Seite 280 (c) Bianca Nias / deadsoft

Plötzlich kam es ihm so vor, als wäre er nicht allein in der Dunkelheit. Er blieb sofort stehen und lauschte. Seine Nackenhaare stellten sich auf und ihn durchlief ein eiskalter Schauer. Unbewusst griff er mit der linken Hand in die Hosentasche und umschloss fest den Griff des Springmessers, das er immer bei sich trug, seit Anna es ihm geschenkt hatte. War ihm jemand gefolgt?

„Leroy? Jonah?“, flüsterte er leise in die Finsternis hinein. In nächsten Augenblick vernahm er lediglich einen kurzen Windhauch, bevor er zu Boden gerissen wurde. Abwehrend hob er seinen rechten Arm vor sein Gesicht.

Alles ging rasend schnell. Trotzdem nahm er jedes Detail jeder einzelnen Sekunde wahr.

Ein riesiger Schatten warf sich über ihn. Scharfe Zähne verbissen sich in seinen rechten Unterarm. Er spürte den Schmerz jedoch kaum. Dafür registrierte er entsetzt, dass sich ein mächtig starker Kiefer wie ein Schraubstock um seinen Arm schloss. Die Zähne durchfuhren seine Haut und sein Fleisch wie Butter und drangen bis auf die Knochen vor.

“Tajo@Bruns_LLC”, Seite 328 (c) Bianca Nias / deadsoft

Das waren sie – meine ausgewählten Textstellen von “Tajo@Bruns_LLC” – ich hoffe sie gefallen euch und machen Lust auf mehr, immerhin gibt es viele Bände und Spin-Offs zu den Gestaltwandlern zu lesen. Für die kommende Woche bin ich noch unentschieden, sprich ihr könnt wieder Wünsche äußern. Ich freue mich auf eure Vorschläge.

Liebe Grüße,
Juliane

[SPECIAL] Casto – Gefährte des Feuers

Hallo ihr Lieben,

kommen wir zum letzten Teil des kleinen Specials über Xenia Melzers “Casto – Gefährte des Feuers”. Dieses Mal erklärt die Autorin mehr über das Thema “Dynamische Dreier”. Damit endet meine kleine Special-Aktion rund um “God of Wars” – das Buch ist seit Freitag überall als eBook erhältlich – solltet ihr neugierig sein, könnt ihr den ersten Teil der Fantasy-Reihe überall als eBook erwerben. Viel Spaß beim Lesen.

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meine Rezension

Dynamische Dreier

Als ich damit anfing, Casto zu schreiben, habe ich mir keine allzu großen Gedanken über die anderen Beziehungen gemacht, die es in der Geschichte noch geben könnte. Das war, bevor Kalad, Aegid und Daran auf den Plan getreten sind. Bis zu diesem Zeitpunkt stellte das Konzept einer Dreierbeziehung einen fremden Planeten für mich dar. Ich war zufrieden damit, andere Leute darüber nachdenken und schreiben zu lassen. Glücklicherweise hat sich das geändert.

Meine erste Begegnung mit Dreierbeziehungen hatte ich an der Universität, als wir in einem Kurs Goethes Stella lasen. Trotz der beiden Möglichkeiten des Endes – eine in Verzweiflung, die andere in Glück – fand ich die Geschichte unbefriedigend. Sie war zweifellos äußerst provokant für die damalige Zeit, dennoch hatte ich das Gefühl, dass die wichtigen Probleme entweder nicht angesprochen wurden oder zu sehr von der Anlage der Charaktere vorbestimmt waren.

Um ehrlich zu sein, haben Aegid, Kalad und Daran mich ziemlich eingeschüchtert. Ich habe in meinem Kopf zahllose Varianten und Implikationen ihrer Beziehung durchgespielt. Nachdem mein Hirn eine Zeit lang heiß gelaufen war, entschied ich mich, meinen Instinkten zu vertrauen und den Figuren die Führung zu überlassen. Eine der weisesten Entscheidungen meines Lebens, auch wenn ich das selbst sage. Die drei Männer zeigten mir schnell, wozu sie fähig sind und entwickelten sich in kürzester Zeit zu meinem Vorbild für eine gesunde, funktionierende, stetig wachsende Beziehung – ganz im Gegensatz zu dem Chaos zwischen Renaldo und Casto. Dieser krasse Gegensatz hat sich auch zu einem Running Gag in meinen Büchern entwickelt.

Kalad und Aegid sind schon sehr lange auf Ana-Darasa, sie dienen Renaldo und Canubis schon seit mehr als achthundert Jahren und haben in dieser Zeit gelernt, wie schmerzhaft es ist, einen Sterblichen zu lieben. Aus diesem Grund bevorzugen sie rein sexuelle Beziehungen, zumindest bis sie Daran begegnen.

Daran ist ein junger Mann, der in den Straßen von Kwarl lebt und versucht, Aegid und Kalad zu bestehlen, woraufhin sie ihn als Sklaven mit ins Tal nehmen. Im ersten Buch finden die Männer ihre jeweilige Rolle in dieser neuen Beziehung und fangen an, sich miteinander vertraut zu machen. Zu Anfang ist Daran in einer schwächeren Position, weil Aegid und Kalad um so vieles älter sind und sich schon so lange kennen. Das Einzige, was ihm gegen die überwältigenden Persönlichkeiten der beiden Krieger hilft, ist die Tatsache, dass sie von ihm hingerissen sind. Als er sie kennenlernt, hat Daran Schwierigkeiten, sowohl mit der Aggressivität seiner neuen Herren, als auch mit ihrem sexuellen Appetit. Doch Daran bleibt sich selbst treu, was sich als die beste Verteidigung gegen Aegid und Kalad erweist, die, wie sich herausstellt, vom Typ her besitzergreifend und fürsorglich zugleich sind.

Im Laufe der Geschichte ändert sich ihre Beziehung, sie wächst mit ihnen, und für mich ist es eine Freude, über sie zu schreiben, weil die Dynamik zwischen den drei Partnern sehr ausgewogen ist.

Natürlich gibt es, was Dreierbeziehungen angeht, ein sehr breites Spektrum an Kombinationen und Möglichkeiten. Ich möchte auch nicht ausschließen, dass diese drei nicht die einzige Menage in Gods of War bleiben. Mir macht es jedenfalls Spaß, Aegid, Kalad und Daran auf ihrer Reise zu begleiten.

[SPECIAL] Casto – Gefährte des Feuers

Hallo ihr Lieben,

nachdem ihr gestern meine Kritik zu “Casto – Gefährte des Feuers” lesen konntet, gibt es heute einen kurzen Einblick in die Welt des Romans, genauer gesagt in die Handlungsorte. Wer mehr über die Gründe erfahren will, warum Xenia Melzer M/M Geschichten schreibt, kann hier ihre Gründe nachlesen.

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meine Rezension

Orte in Casto

Einen Roman zu schreiben, kann eine komplizierte Angelegenheit sein, und manchmal stolpert man über Probleme, die im ersten Moment unwichtig erscheinen, bis sie dann in jedem neuen Kapitel auftauchen. In meinem Fall waren das die Schauplätze. Obwohl ich eine überbordende Fantasie besitze und in der Lage bin, die verschiedensten Wendungen in eine Geschichte einzubauen, bin ich wirklich schlecht darin, mir Landschaften oder Häuser vorzustellen und sie zu beschreiben. Von realistischen Maßen für Entfernungen ganz zu schweigen. Ich bin keine geborene Pfadfinderin und wenn ich eine Karte benutze, halte ich sie zusammengefaltet in der Hand, während ich nach jemandem suche, der mir die richtige Richtung weisen kann. Vorzugsweise mit Anweisungen wie: »Wenn sie an der großen Kirche mit dem Ziegenstall links abbiegen, dann …« Erklärungen in der Art von »In dreihundert Metern biegen sie links ab und nach zwei Kilometern werden sie …« sind eine Garantie, dass ich mich verlaufe. Wie also kann jemand wie ich eine ganze Welt erfinden und kartieren?

Einzelne Orte in meine imaginäre Karte zu bekommen, war nicht schwierig. Das Tal, einer der wichtigsten Schauplätze, hatte ich schnell gebaut, auch wenn ich meine Beschreibung mehr als einmal anpassen musste. Der Rest des Kontinents, auf dem die Geschichte sich abspielt, war nicht so einfach, weil die Orte der Story dienen, nicht umgekehrt. Ich bin eine ›schlampige‹ Autorin. Ich schreibe einzelne Szenen, wie sie mir in den Sinn kommen, und verbinde sie dann wie bei einem ›Malen nach Zahlen‹-Set. Natürlich habe ich eine übergeordnete Geschichte im Kopf, aber wo ich anfange und wie ich am Ende dahin komme, wo ich hinwill, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Darum war es sinnlos, sich Gedanken über Schauplätze zu machen, bevor ich wusste, wie sich die Story entwickelt. Ich musste meine Welt unterwegs zusammenbauen.

Wie bereits erwähnt, war das Tal relativ einfach. Ich lebe nah an den Bergen, darum musste ich nur aus dem Fenster schauen, meine Fantasie ein bisschen spielen lassen, und dann beschreiben, was ich sah. Mir gefällt auch der Gedanke, dass meine geliebte Heimat ein Teil der Bücher ist.

Die Häuser im Tal waren da schon um einiges schwieriger zu erfinden, und ich erkannte schnell, dass meine ursprüngliche Idee, eine Art Dorf zu kreieren, nicht funktionieren würde. Darum entschied ich mich, ein Zentrum zu schaffen, das aus dem Haupthaus, in dem Renaldo, Canubis und die Emeris leben, der Großen Halle, wo alle wichtigen Versammlungen stattfinden (ja, hier habe ich mich an die Wikinger angelehnt), und einem Cluster mit den Ställen und der Schmiede, besteht. Die anderen Häuser sind lose darum herumgruppiert, um den animalischen Aspekt des Rudels zu spiegeln.

Was das Innenleben der Räume angeht, wollte ich, dass sie die Charaktere jener, die dort leben, reflektieren. Bei den Bädern habe ich mich von diversen Spas, die ich besucht habe, inspirieren lassen.

Renaldos Gemächer sind exquisit, aber nicht übertrieben. Sie betonen seine Schönheit, geben einen Hinweis darauf, wie er selbst Schönheit empfindet und bewertet, und bieten die perfekte Kulisse für die explosive Beziehung zwischen Renaldo und Casto.

Aegids und Kalads Gemächer sind dagegen ›lauter‹. Sie spiegeln das bewegte Leben der beiden Krieger. Vor allem Kalads Charakter ist sehr extrovertiert und offen, bis zu dem Punkt, an dem er einschüchternd und überwältigend wirkt. Genau das nimmt Daran wahr, als er die Gemächer zum ersten Mal betritt. Im Laufe der Geschichte werden auch noch andere Räume beschrieben, und für gewöhnlich heben sie entweder eine bestimmte Person hervor oder einen Teil der Geschichte.

Elam, die Goldgräberstadt, habe ich erschaffen, nachdem ich einen Dokumentarfilm über reiche Firmen gesehen hatte, welche die Ressourcen der Erde mit Gift und Chemikalien ausbeuten, ohne sich darum zu kümmern, ob ihre Taten ganze Länder ruinieren. Nicht zu vergessen die armen Menschen, deren Dienste sie für ein paar Cent am Tag erwerben. Für mich ist Elma ein Symbol dafür, was wir unserem Planeten antun, und das zeigt sich in der Art, wie ich die Stadt beschreibe. Nachdem ich diesen Teil zum ersten Mal durchgelesen hatte, dachte ich, vielleicht bin ich zu hart zu einem Ort, der nur in meinem Kopf existiert, doch als ich die Geschichte weiterspann und veränderte, wurde Elam noch schrecklicher. Es soll definitiv ein Ort sein, der den Leser abschreckt und ihn dazu bringt, Elam ebenso sehr zu hassen, wie ich es tue.

Natürlich gibt es auch Städte, die ich voller Freude gebaut habe. Sie ähneln in vieler Hinsicht den utopischen Vorstellungen, die ich als Schülerin in diversen Unterrichtsprojekten erfunden habe. Je weiter die Geschichte voranschreitet, umso dichter wird Ana-Darasa mit neuen Schauplätzen bestückt, und ich hoffe, die Leser erfreuen sich daran, denn ich selbst habe viel Freude daran, sie zu erfinden.

[ROMAN] Casto – Gefährte des Feuers von Xenia Melzer

9783958181298

Autor: Xenia Melzer
Taschenbuch: 346 Seiten
ASIN: B01J7L1W6I
Preis: 4,99 EUR (eBook)
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Story:
In seinem bisherigen Leben ist dem Halbgott Renaldo nahezu alles geglückt: er gilt im Kampf als unbesiegbar und dank seiner Schönheit liegen ihm Männer und Frauen zu Füßen. Einzig die Tatsache, dass ihm sein „Herz“ fehlt (die Person, die ihm seine wahren Kräfte zurückgibt, insofern er und sein Bruder Canubis alle Emeris finden, die ebenfalls einen Teil ihrer Macht ausmachen), macht dem Kriegsgott zu schaffen. Da nimmt er mit seinen Kriegern in einer Oase den sturen, widerspenstigen Casto gefangen und macht ihn zu seinem Sklaven. Dass dieser sich unter keinen Umständen unterordnen will sorgt für eine explosive Mischung, die tagtäglich Spannungen mit sich bringt. Während die übrigen Männer des Heeres die Auseinandersetzungen skeptisch beobachten, bringen die Sklaven Casto nur wenig Freundschaft entgegen. Dennoch ist Castos Stand hoch, da er es mit Renaldo länger aushält, als jeder andere vor ihm …

Eigene Meinung:
Der erste Band der „Gods of War“ Reihe von Xenia Melzer und erschien Juni 2016 in englischer Sprache bei Dreamspinner Press. Nur zwei Monate später veröffentliche Ullstein Forever die deutsche Fassung des Fantasy-Romans unter dem Titel „Casto – Gefährte des Feuers“. Weitere Bände sind in Arbeit und sollen im Dezember 2016 und Sommer 2017 in englischer Sprache erscheinen. Weiterlesen …

[SPECIAL] Casto – Gefährte des Feuers

Hallo ihr Lieben,

die kommenden Tage wird “Like a Dream” im Zeichen von Xenia Melzers “Casto – Gefährte des Feuers” stehen. Der erste Band der Fantasy-Reihe “Gods of War” erscheint morgen bei Ullstein Forever in deutscher Übersetzung und um euch schon jetzt ein wenig neugierig zu machen, habe ich ein paar tolle Beiträge für euch, die euch auf die fantastische Welt und die Charaktere einzustimmen. Heute kommt die Autorin zu Wort, morgen erscheint die Rezension und am Samstag und Sonntag habe ich weitere Beiträge zur Buchreihe in petto – seit also gespannt. Zunächst darf Xenia Melzer zu Wort kommen 🙂

Das Buch könnt ihr übrigens hier vorbestellen.

Warum schreibe ich M/M Romane?

Nachdem ich meinen Vertrag mit Dreamspinner – und später mit Ullstein – unterzeichnet hatte, fing ich an, Freunden und Bekannten von meinem Buch zu erzählen. Dabei bekam ich vor allem eine Frage immer wieder zu hören: Warum ich ausgerechnet zwei Männer als Hauptfiguren gewählt habe.

Spontan sagte ich, dass Casto und Renaldo einfach in meine Gedanken hineinspaziert waren und sich seitdem weigerten, wieder zu gehen. Mein Roman war ursprünglich eine ganz ›normale‹, heterosexuelle Romanze, bevor diese beiden sich in den Vordergrund spielten. Das ist, finde ich, eine gute Antwort, eine wahre Antwort, und sie spiegelt etwas wieder, das wahrscheinlich jeder Autor schon einmal erlebt hat: dass Figuren ihren eigenen Kopf haben können.

Zufällig habe ich auch studiert (Segen oder Fluch? Das bleibt noch abzuwarten.) und dabei gelernt, verschiedene Ebenen in einem Text nicht nur zu sehen, sondern auch aktiv danach zu suchen. Nachdem ich die Frage zu meinem Motiv also zum gefühlt hundertsten Mal gehört hatte, fing ich an, darüber nachzudenken. Das Erste, was mir auffiel, war, dass niemand per se etwas gegen die Idee eines schwulen Pärchens als Hauptfiguren hatte. Die Menschen waren wirklich ehrlich an meinen Motiven interessiert und wenn man bedenkt, wie die Autoren von Schwulenromanen noch vor ein paar Jahren behandelt wurden, denke ich, dass unsere Gesellschaft definitiv einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat. Je bunter die Welt, umso interessanter.

Ich besuchte in diesem Frühjahr auch die Love Letter Convention in Berlin und war überrascht, wie viele Fans mich darauf ansprachen, dass sie glücklich darüber seien, endlich eine M/M Autorin auf der Convention zu haben und wie sehr sie Bücher mit schwulen Hauptdarstellern liebten. In diesem Moment wurde mir klar, dass die Frage, warum ich homosexuelle Charaktere gewählt habe, wohl bei Weitem nicht so politisch war, wie ich zunächst angenommen hatte. Ich begann mich zu fragen, was ich vielleicht noch übersehen haben könnte.

Natürlich stellt sich auch die Frage, warum ausgerechnet eine heterosexuelle Frau über homosexuelle Beziehungen schreibt. Also habe ich mich hingesetzt und mich selbst ein wenig hinterfragt. Wie schon erwähnt hatte Gods of War zunächst ein heterosexuelles Paar als Hauptdarsteller und Renaldo und Casto waren nur Nebenfiguren. Nachdem ich lange und hart nachgedacht und mich zur Ehrlichkeit mir selbst gegenüber gezwungen hatte, erkannte ich, dass mein F/M Paar schlicht und ergreifend zu gewöhnlich gewesen war. Ihre Geschichte war schnell erzählt und in meinen Augen gab es zwischen ihnen kein Knistern, das ich in eine Flamme, respektive eine interessante Geschichte, verwandeln hätte können. Renaldo und Casto haben mir nicht nur ein Knistern geliefert, sondern ein loderndes Feuer, das mich bis zum jetzigen Zeitpunkt durch beinahe fünf Bücher getragen hat. Ein Teil meiner Faszination für M/M Hauptdarsteller ist definitiv die Möglichkeit, eine Beziehung zu erkunden, in der die Rollen nicht so starr verteilt sind wie in einer F/M Romanze. (Ich möchte betonen, dass dies nichts Schlechtes ist, es war in meinen Fall nur nicht hilfreich.) Wenn man dann noch den Fantasy-Aspekt miteinrechnet, eröffnet sich mir eine ganze Fülle an Möglichkeiten, die nur darauf warten, erzählt zu werden. Rein aus der Perspektive eines Autors ist das, als würden Weihnachten und der eigene Geburtstag auf einen Tag fallen. Es gibt sprichwörtlich keinen Ort, an den ich nicht gehen kann, und das macht das Schreiben über Ana-Darasa zur reinen Freude.

Ein weiteres Plus ist, dass ich bei zwei Männern meiner Fantasie freien Lauf lassen kann, ohne auf imaginäre weiblich Partner eifersüchtig sein zu müssen, denen ich positive Attribute auf den Leib schreiben muss, damit sie zu den Männern passen. In gewisser Weise genießen Frauen M/M Geschichten auch deswegen, weil sie dann nicht über Implikationen nachdenken müssen, die sie bei einer F/M Geschichte als störend empfinden würden. Eine Besucherin der Love Letter Convention hat es folgendermaßen formuliert: »Wenn ich eine Sexszene zwischen zwei Männern lese, kann ich mich zurücklehnen und es genießen. Ich bin Feministin, wenn ich also eine Sexszene über ein heterosexuelles Paar lese, ärgere ich mich oft über Stereotypen. Bei zwei Männern habe ich dieses Problem nicht.«

Als Schriftstellerin kann ich mich mit dieser Aussage identifizieren. Ernsthaft über die Beziehung zweier Männer zu schreiben, hat seine eigenen Tücken, aber stereotypische Fallen die durch Gender Studies und politische Korrektheit forciert werden, gehören nicht dazu. Was, um es milde auszudrücken, befreiend ist.

Ich sage nicht, dass Gender Studies kein wichtiger Teil unserer modernen Kultur sind und ich habe auch meinen Teil an entsprechenden Kursen an der Uni besucht. Ich möchte nur feststellen, dass es eine gute Story ruinieren kann, wenn man zu viel hineininterpretiert.

Wie Sie sehen können, habe ich mich ziemlich intensiv mit einer scheinbar harmlosen Frage beschäftigt, und als ich damit fertig war, wurde mir klar, dass dies alles ein nettes Gedankenspiel gewesen ist, aber nichts an den Fakten ändert.

Ich habe Gods of War geschrieben, weil Renaldo und Casto zwei sehr interessante Männer sind, die mich ordentlich auf Trab halten. Ich schreibe M/M Romane, weil es sich so ergeben hat. Es war keine bewusste Entscheidung. Ich habe mich nicht hingesetzt, den Buchmarkt studiert und dann entschieden etwas zu schreiben, das mir Geld einbringt. (Wenn ich das getan hätte, hätte ich wahrscheinlich einen Thriller geschrieben und höchstwahrscheinlich versagt. Die Geschichte weiß, ob du sie wirklich liebst.)

Ich investiere eine Menge Energie und Zeit in meine Schreiberei, weil ich es liebe, Geschichten zu erzählen und außerdem nicht in der Lage bin, meine Charaktere in Ruhe zu lassen. (In dieser Hinsicht bin ich eine Glucke.)

Wenn die Leute mein Buch lesen, möchte ich, dass sie eine gute Zeit haben, sich entspannen und der Realität für ein paar Stunden entfliehen können. Wenn sie sich mit den Charakteren identifizieren können, macht mich das glücklich.