[ZITATE-FREITAG] Sutphin Boulevard

Hallo ihr Lieben,

erst am Mittwoch habe ich euch den Roman von Santino Hassell vorgestellt, jetzt möchte ich ein paar Zitate aus dem Roman präsentieren, die mir sehr gut in Erinnerung geblieben sind. Dieses mal sind es recht lange Zitate geworden, aber teilweise ging es einfach nicht anders – ich unterbreche halt ungerne mittendrin (im Grunde gäbe es noch weitere Stellen, die ich gerne zitieren würde). Ich hoffe, die Auswahl gefällt euch und macht euch neugierig – ich kann das Buch empfehlen und freue mich schon jetzt auf Band 2.

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meine Rezension

Zugegeben, es war ziemlich armselig, mich zu verstecken. Aber ich sah nicht ein, warum ich offen schwul sein sollte, bevor ich nicht wirklich fest mit jemandem zusammen war. Mein Schwulsein würde nur heißes Öl auf das Feuer gießen, das schon zwischen mir und meiner Familie brannte – insbesondere zwischen meinem Vater und mir.

Nunzio schnippte vor meiner Nase mit den Fingern. „Was zum Henker hast du nur? Ist es wegen letzter Nacht?“

Mein Gedankenfluss kam abrupt zum Stehen. „Was? Nein! Wieso sollte ich damit ein Problem haben?“

„Hm, lass mich überlegen. Vielleicht weil ich das Pornodrehbuch ein bisschen umgeschrieben und dir meinen Schwanz in den Arsch gesteckt hab?“

„Ay Dios….“ Ich sah mich um. „Sprich leiser.“

“Scheiß auf die Leute hier.“

Ich stieß ihm mit dem Ellenbogen in die Rippen. „Jetzt reg dich ab. Ist nicht deswegen. Wir waren beide betrunken. Es ist passiert. War kein Ding.“

Seine Mundwinkel zogen sich nach unten. „So siehst du das also.“

„So habe ich‘s nicht gemeint, und das weißt du ganz genau.“

“Sutphin Boulevard”, S. 35 (c) Santino Hassell / Dreamspinner Press

„Das hoffe ich, denn dann müsste er auch zugeben, dass er mit seinem früheren Teamleiter geschlafen hat.“

„Früheren Teamleiter?“ Ich setzte mich auf mein Pult. „Papi, Nunzio und ich kennen uns seit 20 Jahren. Damals hast du noch Sesamstraße geguckt und gelernt, aufs Töpfchen zu gehen. Ich bin so viel mehr als sein ehemaliger Teamleiter.“

Triumphierend zeigte David mit dem Finger auf mich. „Hab ich’s doch gewusst. Ihr seid doch zusammen!“

„Nein“, verbesserte ich ihn. „Er ist seit 20 Jahren mein bester Freund. Wir haben nichts miteinander. Das war das erste Mal, dass wir je sowas gemacht haben. Du hast uns inspiriert.“

„Blödsinn.“

„Wieso Blödsinn?“

David ließ die Hand sinken. „Wie er dich angesehen hat, wie du deine Finger nicht von ihm lassen konntest – es hat einfach so ausgesehen, als wäre er dein Lover. Davon, dass er kein Kondom benutzt hat, ganz zu schweigen.“

“Sutphin Boulevard”, S. 61 (c) Santino Hassell / Dreamspinner Press

„Ich bin stolz auf dich, Michael. Ich wollte, dein Bruder wäre mehr wie du.“

„Dann benimm dich doch so. Versuch ihm beizubringen, wie man ein Mann wird. Hilf ihm, sich einen Job zu suchen, frag deine Freunde, ob sie jemanden kennen, der ihn einstellt. Tu irgendwas, außer ihn schlechtzumachen. Mach das, was du verdammt nochmal schon vor Jahren hättest tun sollen, dann fängt er vielleicht auch an, darüber nachzudenken, ob er Respekt vor dir haben sollte.“ Ich zog die Vorhänge zu. „Sei sein Vater und hör auf, eine Last zu sein.“

„Bald bin ich tot, dann falle ich keinem mehr zur Last.“

Er sah mich an und wartete auf eine Reaktion, aber ich behielt den gleichgültigen, harten Ausdruck bei. Ich weigerte mich, ihm zu zeigen, wie seine Worte mich innerlich aufwühlten und die Flasche in meiner Hand schwerer und schwerer machten. Ich hatte ganz vergessen, dass ich sie immer noch umklammert hielt.

Ich stellte die Flasche auf dem Couchtisch ab und zuckte die Achseln, als wäre er mir gleichgültig. Es war einfacher, ihn weiter abzulehnen, als ihm zu zeigen, wie vollkommen unvorbereitet ich darauf war, den zweiten Elternteil auch noch zu verlieren.

Das Schweigen zwischen uns zog sich in die Länge und wurde nur unterbrochen vom entfernten, dumpfen Aufprall des Balls auf Beton, dann drehte Joseph sich mit feuchten Augen weg.

Ich biss mir auf die Backe, um mich davon abzuhalten, mich zu entschuldigen und sah ihn mit gesenktem Kopf aus dem Zimmer gehen.

“Sutphin Boulevard”, S. 98 (c) Santino Hassell / Dreamspinner Press

„Ach, das Übliche. Papa unterstellt doch schon immer, dass Nunzio mich langsam schwul macht.“

„Dann sag ihm doch einfach, dass du auch schon schwul warst, bevor du Nunzio kennengelernt hast.“

Nunzio zog gerade an der Pfeife, und bei Raymonds Worten verschluckte er sich am Rauch und fing an zu husten.

Ich starrte meinen Bruder an. Jetzt war ich es, der so tat, als sei er ein Ölbild. Ich versuchte, mein Gehirn neuzustarten, aber alles, was ich herausbrachte, war ein schwaches „Hä?“, während Nunzio nach Luft schnappte und mit der Hand auf die Matratze schlug.

Raymond rollte die Augen. „Ja denkst du denn ernsthaft, ich bin bescheuert? Wir haben uns verdammt nochmal ein Zimmer geteilt, Alter. Und ich bin dir überall nachgelaufen, als ich klein war. Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich es nicht mitbekommen habe, wenn du immer aufs Dach oder hinter den Klos am Teich verschwunden bist?“

Die viel entscheidendere Frage war, warum ich mir eigentlich so sicher gewesen war, dass meine Ausflüge in den Captain-Tilly-Park unentdeckt geblieben waren, und warum ich nie darauf gekommen war, dass mein nerviger kleiner Bruder mir einfach folgen würde, wenn ich ihn mal wieder abgehängt hatte.

Beim Gedanken, dass der kleine Raymond beobachtet hatte, wie irgendein Typ bis zum Anschlag in meinem Mund oder meinem Hintern steckte, hätte ich mich am liebsten von der nächsten Brücke gestürzt.

“Sutphin Boulevard”, S. 149 (c) Santino Hassell / Dreamspinner Press

„Pa ist tot.“ Raymond klang hölzern. Er sah auf seine Füße hinunter. Sie waren nackt. „Ich hab versucht, ihn zu wecken, aber er ist nicht aufgewacht. Ich dachte, er schläft.“

Das Gefühl in meiner Brust war vertrauter als mir lieb war: In mir breitete sich ein Loch aus, das immer größer wurde. Es war so dunkel, dass es mein Herz verschluckte und mir die Luft abschnürte.

„Ich …“

Ich sah den Polizisten an, aber er war schon mit etwas Anderem beschäftigt. Das Loch in meiner Brust wuchs weiter und schluckte all meine Gefühle wie ein Vakuum. Raymonds Finger gruben sich in meinen Arm.

„Ich … hätte dich anrufen sollen. Ich hab nicht nachgedacht … ich wusste nicht …“

„Ist okay. Ich kümmere mich drum, Ray. Du kannst hier bleiben.“

„Nein.“ Raymond kam näher und umklammerte mich fester. „Nein, ich komme mit.“

“Sutphin Boulevard”, S. 174 (c) Santino Hassell / Dreamspinner Press

„So wie Clive?“

Die Pause zog sich hin, aber Nunzio senkte nicht die Augen. Ich fürchtete, das Falsche gesagt zu haben, oder die falsche Frage gestellt zu haben – und das auch noch viel zu spät. An seiner Wange bebte ein kleiner Muskel, und schließlich zuckte er die Achseln.

„Ja. Und er hat es mir unter die Nase gerieben, so oft er konnte, weil er wusste, dass ich dich wollte. Er ist mir sofort auf die Schliche gekommen.“

„Aber ich hab nie was gemerkt.“

„Weil du so an mein Verhalten gewöhnt warst, dass du dachtest, es sei ganz normal. Und es war ja nicht so, dass ich mich jede Nacht nach dir verzehrt habe, aber er hat eben gesehen, wie ich dich manchmal ansehe. Er hat gemerkt, wie es mich fertig gemacht hat, wenn er dich abgeknutscht hat, wenn er dich Baby genannt hat, all diese kitschige Kacke. Und er wusste, wie furchtbar ich die Vorstellung fand, dass du je mit ihm zusammenziehen würdest. Damit bin ich aufgeflogen, an dem Tag, als wir darüber sprachen.“ Nunzio schnaubte leise. „Du warst einkaufen und hast mich mit dem Idioten alleine gelassen, und er hat davon angefangen. Ich muss so ausgesehen haben, als hätte mir gerade einer die Eier abgeschnitten, und von da an wusste er genau, was mit mir los war.“

„Ich wär nie im Leben mit ihm zusammengezogen.“

„Vielleicht nicht. Aber du hast es trotzdem ernst gemeint mit ihm. Ich war früher schon eifersüchtig auf deine anderen Kerle, aber da ging es um Sex. Die durften dich anfassen und ich nicht. Aber mit Clive … eine Zeitlang sah es wirklich so aus, als würdet ihr zusammenbleiben. Es war einfach anders.“

“Sutphin Boulevard”, S. 203 (c) Santino Hassell / Dreamspinner Press

Der nächste Gedanke schoss mir so schnell durch den Kopf, dass ich erschrak.

Ich wollte nach Hause, duschen und dann meinen Kater mit einem Drink bekämpfen. Ich wollte es so sehr, dass ich es förmlich schmecken konnte. Ich konnte die Erleichterung spüren, spüren, wie meine Kopfschmerzen nachließen und wie meine Anspannung sich löste. Ungefähr 30 Sekunden lang wies ich den Gedanken von mir. Dann sagte ich mir, dass ein einziger Drink nicht schaden würde. Nur um den Kopf wieder klar zu bekommen. Nur zum Entspannen und um den Kater loszuwerden. Aber würde ein Drink wirklich ausreichen? Meine Toleranz war mittlerweile so groß, dass es etwas Starkes sein müsste …

Zum ersten Mal seit Wochen war ich ausgeruht und hatte keine Giftstoffe mehr im Blut. In der Helligkeit des flimmernden Lichtes sah ich viel zu klar, wie sehr diese Gedanken all das bestätigten, was Raymond gesagt hatte.

Scheiße.

“Sutphin Boulevard”, S. 229 (c) Santino Hassell / Dreamspinner Press

„Wenn eins zum anderen kommt …“ Ich machte eine Pause und versuchte in Worte zu fassen, was mich jeden Tag beschäftigte. Es war schwierig, auszudrücken, was einer der Hauptgründe dafür war, dass ich in der Therapie nie etwas sagte. „Wenn etwas passiert, das ich nicht in Ordnung bringen oder kontrollieren kann, bin ich so gestresst, dass ich mich abschalten muss. Sonst drehen sich meine Gedanken die ganze Zeit im Kreis.“ Ich drehte den Finger neben meinem Ohr. „Ich kann nicht schlafen, also bleibe ich wach und brüte weiter. Am nächsten Tag bin ich dann total fertig, und dann wird es nur noch schlimmer. Alles ballt sich in meinem Kopf zusammen, bis ich kurz davor bin zu explodieren, und ich denke immer wieder die gleichen beschissenen Gedanken. Es endet damit, dass ich will, dass es aufhört, und das passiert nur, wenn ich aufhöre, ich selbst zu sein und mir selber entkomme. Meinen Problemen. Einfach allem.“

„Und das gelingt dir, wenn du trinkst?“

„Das gelingt mir, wenn ich trinke.“

Fix nickte verständnisvoll. „Also hast du lieber einen Filmriss als du selbst zu sein?“

„Manchmal schon. Und ich weiß genau, wie es sich anhört.“

„Es klingt so, als ob du ein schwarzes Loch willst und nicht die Wirklichkeit. Lieber eine große Lücke als dein Gedächtnis. Und immer, wenn mir jemand so etwas erzählt, frage ich mich, wie lange es noch dauert, bis sie für immer weg sein wollen.“

“Sutphin Boulevard”, S. 258 (c) Santino Hassell / Dreamspinner Press

Damit verabschiede ich mich für diese Woche – mal schauen, was ich mir für die kommende Woche rauspicke. Aktuell habe ich noch keine Ideen. Wie immer könnt ihr mir eure Wünsche mitteilen – ich würde mich freuen.

Liebe Grüße,
Juliane

[ROMAN] Sutphin Boulevard von Santino Hassell

Autor: Santino Hassell
Taschenbuch: 291 Seiten
ISBN:  978-1-63477-775-9
Preis: 6,99 EUR (eBook)
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Story:
Seit über 20 Jahren sind Michael und Nunzio beste Freunde, zusammengeschweißt durch eine ähnlich schwere Kindheit und etliche Probleme, die sie stets gemeinsam bewältigt haben. Eine Reise nach Italien soll die beiden New Yorker Lehrer auf andere Gedanken bringen, doch ausgerechnet kurz vor dem Abflug taucht Michaels alkoholkranker Vater wieder auf und nistet sich bei dessen jüngerem Bruder Raymond im Haus ihrer verstorbenen Mutter ein. Kurzerhand kippt Micheal die Reise und zieht zurück nach Hause, um den Burgfrieden zwischen seinem Vater und Raymond irgendwie zu wahren. Zudem will er in Ruhe über den heißen Dreier nachdenken, den er kurz zuvor mit Nunzio und dem jungen David genossen hat, denn der intensive Sex mit seinem besten Freund richtet ein gewaltiges Chaos in Michaels Gefühlswelt an. Zu allem Überfluss wird David als neue Lehrkraft an seiner Schule eingestellt und zu Hause droht die Situation mit Micheals Vater endgültig zu eskalieren. Als der alte Mann stirbt, bricht Michael endgültig zusammen und greift selbst zur Flasche, ohne darauf zu achten, in welchen Teufelskreis er sich begibt …

Eigene Meinung:
„Sutphin Boulevard“ ist der erste Teil der „Five Boroughs“-Reihe von Santino Hassell und erschien im Juni 2016 in deutscher Übersetzung bei Dreamspinner Press. Der Roman markiert den ersten Teil der „Five Borough“-Reihe, deren Bücher in New York spielen. Vom Autor liegen etliche weitere Romane und Reihen in englischer Sprache vor. Weiterlesen …

[ROMAN] This ain’t Love von Rosha Reads

Autor: Rosha Reads
Taschenbuch: 266 Seiten
ISBN: 978-3-945934852
Preis: 5,99 EUR (eBook) | 11,99 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Für den jungen Arbeiter Finn sind One-Nights-Stands ein absolutes No-Go. Für ihn gehört zum Sex Vertrauen und ein fester Partner, dem er sich ohne Bedenken hingeben kann. Da solche Männer eher eine Seltenheit sind, ist Finn zumeist allein und geht im Gegensatz zu seinem besten Freund nach einem Barbesuch meist allein nach Hause. Sein neuer Nachbar Kyle ist in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil: gutaussehend, souverän und gut betucht. Zudem hat er einen ungewöhnlichen Nebenjob: er ist Luxus-Callboy und schläft gegen Geld mit Männern.

Gegen alle Bedenken und trotz aller Unterschiede werden die beiden Freunde – Finn genießt die Nähe zu seinem Nachbarn, Kyle kann sich Finns rauer Attraktivität nur schwer entziehen. Selbst als sie miteinander im Bett landen, weigern sich beide zuzugeben, dass mehr Gefühle im Spiel sind, als sie wahrhaben wollen …

Eigene Meinung:
Der lockerleichte Roman „This ain’t Love“ von Rosha Reads erschien als „Cock Lit“- Veröffentlichung bei Deadsoft. Die Veröffentlichung ist nicht die erste Publikation der Autorin – unter ihrem richtigen Namen erschienen bereits diverse Kurzgeschichten und Romane, u.a. der Roman „Into Blackness – Die Schwärze hinter dem Licht“, der 2015 beim Deadsoft-Label Tensual Publishing erschien. Weiterlesen …

[ROMAN] Die Anderen von Chris P. Rolls


Autor: Chris P. Rolls
Taschenbuch: 412 Seiten
ISBN: 978-3-959490146
Preis: 7,99 EUR (eBook) | 16,90 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Finn hat mit Vampiren, Dämonen und übersinnlichem Kram wenig am Hut. Das ändert sich als er eines Abends von einem Vampir angegriffen und fast getötet wird. Nur mit viel Glück kommt er mit dem Leben davon, hat allerdings fortan das Problem, dass das Wesen ihn verfolgt und vor seiner WG auflauert. Schließlich zieht Finn von Hamburg nach Lüneburg, in der Hoffnung, dort sein studentisches Leben in Frieden zu verbringen – er findet sogar in einer Gruppe Mittelalter-Freaks neue Freunde. Doch das Wesen, was sich schließlich als Dämon offenbart, folgt ihm, denn Finns Blut ist in vielfacher Hinsicht etwas Besonderes. Das erkennt auch Finns dämonischer Verfolger Dave, der alles daran setzt den unschuldigen Studenten zu verführen. Dabei nimmt er in Kauf, etwas in Finn zu wecken, was für einen Dämon tödlich enden könnte.

Eigene Meinung:
„Die Anderen – Das Dämonenmal“ ist eine Gay-Mystery Trilogie von Chris P. Rolls und erscheint in Neuauflage beim Main Verlag. Ursprünglich brachte der inzwischen insolvente FWZ-Verlag die Geschichte um Finn und Dave in mehreren dünnen Heften heraus; für die Neuauflage wurden die Romane von der Autorin erneut überarbeitet. Mit etlichen Veröffentlichungen im Gay Romance Bereich gehört Chris P. Rolls zu den bekanntesten, deutschen Autoren im schwulen Litaeraturmarkt. Ihre Bücher erscheinen sowohl im Selfpublishing, als auch bei den gängigen Genre Verlagen.

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[MANGA] Caste Heaven von Chise Ogawa


Autor: Chise Ogawa
Taschenbuch:  220 Seiten
ISBN: 978-3-8420-2382-6
Preis: 6,95 EUR (Taschenbuch)
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Story:
An Azusas Schule herrscht ein bizarres Kastensystem. In unregelmäßigen Abständen müssen sie die Schüler auf die Suche nach Karten machen, die die neue Rangordnung innerhalb der Klasse festlegen. Der King bzw. die Queen kennzeichnen demnach die Schüler, die das Sagen haben, der Joker wird automatisch zum Target, der von den Angehörigen der unterschiedlichen Kasten offen gemobbt und erniedrigt werden darf. Für Azusa ändert sich sein Leben, als er sein Freund Karino ihn hintergeht und er seinen Platz als King einbüßt. Während Karino als neuer King offen Rache übt, gibt er Azusa doch eine Möglichkeit, sich vor den teils auch sexuellen Übergriffen seiner Mitschüler zu schützen – er soll ihm zu Willen sein, wann immer Karino will. Für Azusa, dem es schwerfällt sich unterzuordnen, ein schier unmögliches Angebot, dass er jedoch bald annehmen muss, um nicht vollkommen unterzugehen …

Eigene Meinung:
Mit dem Boys Love Manga „Caste Heaven“ präsentiert Tokyopop die japanische Mangaka Chise Ogawa erstmals in Deutschland. Mit ihren psychologischen und düsteren Geschichten hat sie sich in Japan sowohl im Shojo- als auch im Yaoi-Genre einen Namen gemacht und debütiert mit einem ihrer bekanntesten Werke in den hiesigen Gefilden. Weiterlesen …

[ROMAN] Paranormal Investigations 5 – Liebe von Ally Blue

Autor: Ally Blue
Taschenbuch:  206 Seiten
ISBN: 978-3-95823-031-6
Preis: 6,49 EUR (eBook) | 8,95 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Sam und Bo haben es endlich geschafft – sie werden von ihren Freunden akzeptiert und leben offen ihre Liebe füreinander auf. Einzig Bos Exfrau Janine legt den beiden Männern regelmäßig Steine in den Weg, ganz besonders wenn es um die Bos Kinder Dean und Adrian geht. Die Ereignisse spitzen sich dramatisch zu, als in Janines Haus seltsame Dinge geschehen und Adrian erste Anzeichen einer psychokinetischen Begabung zeigt. Während Janine nichts davon wissen will, wächst Bos Sorge um seine Söhne, denn in seinem unkontrollierten Zorn ist Adrian theoretisch in der Lage, Portale zu öffnen und den schrecklichen Kreaturen den Weg zu ebnen, denen sich das Team von BCPI immer wieder stellen musste. Sam, der Adrians Begabung teilt, beginnt diesen zu unterrichten, doch Janine setzt alles daran, die Kinder endgültig von Sam und Bo zu trennen …

Eigene Meinung:
Der Roman „Liebe“ markiert das Ende der 5-bändigen „Paranormal Investigations“-Reihe von Ally Blue, wenn man von den beiden Spin-Offs absieht, die sich um Dean und Adrian drehen. Die Romane erschienen komplett im Cursed-Verlag und beenden den Zyklus um Sam und Bo. Weiterlesen …

[ROMAN] Jetzt sind wir jung von Julian Mars


Autor: Julian Mars
Taschenbuch:  328 Seiten
ISBN: 978-3959850384
Preis: 9,99 (eBook) | 14,99 (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Ein Jahr ist es her, seit Martin Felix verlassen hat und letzterer hat lange gebraucht um den Verlust zu überwinden und in sein Leben zurückzufinden. Doch als er seinen Ex-Freund erneut in Hamburg sichtet, schwemmt alles wieder an die Oberfläche: das abrupte Ende einer zwei-jährigen Beziehung, gepaart mit brennender Sehnsucht und der Angst vor einer Aussprache. Um sich dafür zu wappnen, nimmt Felix den Rat seines Freundes Gabriel an und beginnt sich die Vergangenheit von der Seele zu schreiben: seine Jugend mit einer depressiven Mutter und einem egozentrischen, arbeitswütigem Vater, das Entdecken seine sexuellen Identität, seine regelmäßigen Besuche in Darkrooms und seinen Hang zu brutalerem, wenn nicht erniedrigendem Sex. Erst als er Martin kennenlernt, fängt sich Felix und sein Leben wird in ruhigere Bahnen gelenkt. Allerdings kann der sozial engagierte Student Felix‘ geheime Sehnsucht nach Darkrooms und anonymen Sex nicht gänzlich ersticken …

Eigene Meinung:
„Jetzt sind wir jung“ ist das Romandebüt von Julian Mars und erschien 2015 im Albino Verlag, der auf eine lange Tradition zurückblickt und sowohl jungen Nachwuchsautoren, als auch Klassikern der schwulen Literatur ein Zuhause geben möchte. Mit „Jetzt sind wir jung“ hat der Verlag ein fesselndes Coming-of-Age Debüt veröffentlicht, das Lust auf mehr macht. Weiterlesen …

[ANTHOLOGIE] Von Eisregen und fahrendem Volk von Raik Thorstad

Autor: Raik Thorstad
Taschenbuch:  150 Seiten
ASIN: B01ABWTGWY
Preis: 0,99 (eBook)
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Inhalt:
Die Anthologie von Raik Thorstad entstand als Dankeschön der Autorin an ihre Fans und enthält sowohl eigenständige Kurzgeschichten, als auch Bonusepisoden zu ihren bisher veröffentlichten Romanen. So gibt es für Fans u.a. ein Wiedersehen mit Sascha und Andreas („Leben im Käfig“, „Nach der Hölle links“), Geryim und Sothorn („Zenjanischer Lotus“) und den Charakteren aus „Zerrspiegel“ und „3517 Anno Domini“. Folgende Geschichten sind enthalten:

Eisregen („Leben im Käfig“, „Nach der Hölle links“)
Mein
Neue Lieder (Zerrspiegel“)
Acht Jahre
Blitzliebe
Das Schweigen des Prinzen („3517 Anno Domini“)
Drecksarbeit („Zenjanischer Lotus“)
Fahrendes Volk
NÖTE
Zwielichtsonne („Leben im Käfig“, „Nach der Hölle links“)

Eigene Meinung:
Die Kurzgeschichtensammlung „Von Eisregen und fahrendem Volk“ von Raik Thorstad erschien als Dankeschön an ihre Fans und treuen Leser als kostenfreies eBook. Eine Printausgabe war nur auf Vorbestellung erhältlich. Enthalten sind ein Großteil der Bonus- und Kurzgeschichten, die auf fanfiktion.de online verfügbar waren. Ebenso findet man in „Von Eisregen und fahrendem Volk“ Bonusepisoden, die die Handlung ihrer bereits erschienen Romane fortführen. Diese Geschichten sind entsprechend gekennzeichnet. Weiterlesen …

[ROMAN] Blinder Zorn von T. C. Jayden

Autor: T. C. Jayden
Taschenbuch:  250 Seiten
ISBN: 978-3-944504322
Preis: 4,99 EUR (eBook)
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Story:
Nachdem Riley und Kjell zueinander gefunden und sich mit ihrer BDSM-Beziehung arrangiert haben, könnte alles so einfach sein – lediglich Aleksey lauert wie ein bedrohlicher Schatten im Hintergrund. Dass der psychopathische Mann tatsächlich Rache für die erlittene Schmach und den Ehrverlust nehmen will, wird Riley klar, als er ihn und seinen Freund Liam nach einer Einkaufstour gefangen nimmt. Er verschleppt die beiden jungen Männer in eine Hütte im Wald, in der er seinen persönlichen Folterkeller eingerichtet hat. Für Riley und Liam bricht eine schwere Zeit an, die aus Schmerz und Qual besteht, bis Riley schließlich fliehen kann. Im Krankenhaus wird er von Kjell aufgebaut, erinnert sich jedoch kaum an die Dinge, die geschehen sind. Dies macht es für den Polizisten Charlie nicht leicht Liam zu finden und zu befreien.

Als er schließlich Erfolg hat und die Hütte über Umwege ausfindig macht, ist Liam mehr tot als lebendig. Zudem hat er an mehr zu knabbern, als an den Folterungen und dem psychischen Druck seitens Alekseys, denn seine Freundschaft zu Riley steht auf wackeligen Beinen …

Eigene Meinung:
T. C. Jaydens „Blinder Zorn“ ist die Fortsetzung des Gay-BDSM Romans „Kalte Ketten“, in dem die Beziehung zwischen Riley und Kjell beleuchtet wurden und man erstmals auf Aleksey trifft, der in der Fortsetzung eine wesentliche größere Rolle zugedacht bekommt. Beide Romane erschienen im Weltenschmiede Verlag – da „Blinder Zorn“ offen endet, kann man davon ausgehen, dass die Autorin der Geschichten um Kjell, Riley und Liam noch fortführt. Weiterlesen …

[NOVELLE] Blinded Date von Chris P. Rolls

Autor: Chris P. Rolls
Taschenbuch:  112 Seiten
ISBN: 978-1522945369
Preis: 2,99 EUR (ebook) | 4,50 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Nach etlichen Monaten Flaute in seinem Sexleben, entschließt sich Silas zu einer Probemitgliedschaft bei dem seriösen Club „Blinded Date“. Dort ist Anonymität Pflicht, was bedeutet, dass X-Männer (sprich derjenige, der die erotischen Zusammenkünfte aktiv beeinflusst) Masken tragen und sich Y-Männer vollkommen blind auf die Spielereien mit ihrem unbekannten Partner einlassen (was nicht bedeutet, dass sie passiv sein müssen). Die Wahl welchen Part man übernimmt, kann jeder am Abend für sich selbst treffen – jedes Mitglied hat im Vorfeld einen entsprechenden Bogen über seine Vorlieben ausgefüllt, die der Sexpartner unbedingt einzuhalten hat. Silas reizt der Gedanke daran, nicht zu wissen, mit wem er zusammen ist und probiert testet beide Rollen für sich aus. Bereits bei seinem zweiten Besuch trifft er auf einen Mann, der nicht nur seine Sehnsüchte erfüllt, sondern zu dem er sich seltsamerweise auch hingezogen fühlt – und das obwohl er ihn nie zu Gesicht bekommen hat …

Eigene Meinung:
„Blinded Date“ ist ein knapp 100-seitiger Kurzroman der beliebten Gay Romance Autorin Chris P. Rolls. Entsprechend der Beschreibung und Kürze des Textes kann man sich bereits im Vorfeld denken, dass es sich um einen sehr expliziten Roman mit einigen romantischen Elementen handelt. Leser, die auf eine ausgeklügelte Handlung und tiefgründige Charaktere Wert legen, werden also nur bedingt glücklich sein. Weiterlesen …