[ROMAN] Navy Seals – Wild Forces Vol. 3 von Bianca Nias


Autor: Bianca Nias
Taschenbuch:
 320 Seiten
ISBN: 978-3981961300
Preis: 5,99 EUR (eBook) / 12,95 EUR (Taschenbuch)
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Story:
In einer Tropfsteinhöhle mitten in Deutschland stoßen Wissenschaftler bei Ausgrabungen auf ein seltsames Skelett und einen uralten Kult um einen Löwenmann. Für die „Wild Forces“, einer Spezialeinheit der Navy Seals bedeutet dieser Fund eine optionale Gefahr, denn es könnte zur Enttarnung aller Gestaltwandler führen – etwas, was unter allen Umständen verhindert werden soll. Um die Ausgrabungen zu überwachen und gegebenenfalls die Ergebnisse zu fälschen wird der hochintelligente, russische Polarfuchs Nikolaj Beljajew ins Grabungsteam geschleust. Für Niko beginnt eine spannende Zeit, denn nicht nur sind die Grabungen um den prähistorischen Wandler hochinteressant, der Wissenschaftler Quentin Reichardt scheint mit ihm auf einer Wellenlänge zu liegen. Die beiden kommen sich unweigerlich näher, doch gänzlich ohne Probleme laufen die Ausgrabungen nicht ab – eine Reihe Anschläge bringt alles aus dem Gleichgewicht und zeigt schon bald, dass die „Wild Forces“ mit einer wesentlich gefährlicheren Bedrohung als Shirkou Soran zu kämpfen haben …

Eigene Meinung:
Der dritte Band der „Navy Seals – Wild Forces“-Reihe „Operation Wühlmaus“ spielt nach den Ereignissen der übrigen Bände der Reihe und führt erstmals einen Charakter der „Bruns_LLC“-Reihe als Hauptcharakter ein. Nikolaj ist den Lesern dabei nicht unbekannt, tauchte er doch bereits als Nebenfigur in den vorherigen Büchern auf. Zudem werden die beiden verschiedenen Reihen noch stärker miteinander verwoben, so dass man die Bücher definitiv kennen sollte, um alle Zusammenhänge zu verstehen.

Mit „Operation Wühlmaus“ begibt sich Bianca Nias wieder auf leichtere Pfade, denn dieses Mal geht es nicht um Aggressionsbewältigungen oder psychologische Problemlösungen, sondern um eine ganz normale militärische Aktion im Rahmen einer wissenschaftlichen Ausgrabung. Für Nikolaj bedeutet das, sich ruhig zu verhalten und seine wahre Natur geheim zu halten, denn Menschen dürfen nichts von den Gestaltwandlern wissen. Zudem nutzt die Autorin die Möglichkeit, die Hintergründe der Gestaltwandler ein wenig besser zu beleuchten und versucht sich sogar an einer wissenschaftlichen Erklärung was die Herkunft der Wandler betrifft. Man merkt, dass sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat, wenngleich sie keine definitive Antwort gibt beziehungsweise die Charaktere keine finden. Nichtsdestotrotz ist es spannend, diesen Ansatz gedanklich mitzuverfolgen. Fesselnd ist auch die Tatsache, wer hinter den Anschlägen steckt und welche Quintessenz das Ganze für die „Wild Forces“ und die Familie Bruns hat – an diesem Punkt ebnet Bianca Nias den Weg für weitere Bücher innerhalb ihres Gestaltwandler-Universums.
Fans von romantischen Liebesgeschichten kommen ebenfalls auf ihre Kosten, denn natürlich knistert es zwischen Niko und Professor Reichardt. Die daraus folgenden Probleme sind fast schon obligatorisch und bieten in dieser Form nichts Neues – im Grunde wird die Thematik ähnlich behandelt und aufgelöst wie im ersten Band der „Bruns_LLC“-Reihe. Nichtsdestotrotz macht es Spaß zu beobachten, wie die beiden sich näherkommen und die Hürden überwinden, die sich ihnen in den Weg stellen.

Die Figuren sind sympathisch und sehr angenehm – Nikolaj ist ein wirklicher Überflieger, der nahezu alles kann – vom Kämpfen einmal abgesehen. Mitunter ist es fast schon ermüdend, dass er binnen so kurzer Zeit, so viel lernt und auf die Beine stellt: Assistenz einer Ausgrabung, Leitung einer Firma, Arbeit für die Navy Seals, Erforschung der Hintergründe der Wandler inklusive DNA-Tests. Hier wäre weniger mehr gewesen, denn er wirkt fast wie ein Gary Sue. Schön ist, dass Quentin mithalten kann und er von seinem Charakter her sehr gut mit Nikolaj harmoniert – ein Grund, weswegen die Liebesgeschichte zwischen den beiden glaubhaft funktioniert.
Schön ist auch, dass viele bekannte Charaktere aus den vorherigen Büchern einen Gastauftritt haben, allen voran die Bruns-Familie und natürlich auch die Navy Seals. Inzwischen gibt es eine Vielzahl Gestaltwandler, die Bianca Nias Geschichten bevölkern und zusammenarbeiten – für Fans ist es toll, die Entwicklung der Charaktere mitzuverfolgen.

Stilistisch gibt es wenig zu bemängeln, denn Bianca Nias weiß wie man schreibt und Geschichten erzählt. Sie hat ein Händchen für ihre Figuren, Dialoge und Beschreibungen, weiß sowohl wie man erotische Szenen zu Papier bringt, als auch wie man Action und Spannung produziert. Dementsprechend schnell lassen sich die Bücher lesen, denn es wird nie langweilig, man fiebert mit den Figuren mit und ist immer hautnah dabei. Gut gelungen sind dieses Mal auch die wissenschaftlichen Details und die Hintergründe zu den Wandlern, die trotz der Komplexität gut verständlich sind.

Fazit:
„Operation Wühlmaus“ ist eine gelungene Fortsetzung der „Wild Forces“ und der „Bruns_LLC“-Reihe, die beide in Bianca Nias Gestaltwandler Universum spielen. Einmal mehr lernt man neue Figuren kennen, ohne dass man auf geliebte Figuren verzichten muss. Auch die Rahmenhandlung wird sukzessive fortgeführt, denn obwohl der Band eine in sich geschlossene (Liebes-)Geschichte erzählt, werden auch die großen Hauptthemen fortgeführt. Bianca Nias gelingt ein toller Mix, den vorwiegend Fans und Kenner der Buchreihen wirklich genießen können. Daher empfiehlt es sich, vor „Operation Wühlmaus“ zumindest die „Wild Forces“-Reihe zu lesen, wenngleich den Roman zur Not auch separat lesen kann. Empfehlenswert ist dennoch mit Band 1 einzusteigen …

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