[ROMAN] Das Geheimnis der Flammenden Rose von Tina Alba

Autor: Tina Alba
Taschenbuch:  338 Seiten
ISBN: 978-3947031030
Preis: 4,99 EUR (eBook) / 13,95 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Das Bordell „Die Flammende Rose“ verspricht alles was das Herz begehrt – wunderschöne Frauen und Männer, exquisites Vergnügen und Träume aus 1001 Nacht. Auch der Halbelf Ilaro, Silberfuchs genannt, besucht das neue Etablissement, als er in der Stadt sein Winterlager aufschlägt und ist fasziniert von den Tänzern, der Ausstattung und den Besonderheiten der Flammenden Rose. Doch aus Vergnügen wird schon bald ernst, als der Tänzer Nadim nach einer Nacht mit Ilaro den Dämon Shayan beschwört und dabei einen Fehler macht – ungewollt bindet er die beiden aneinander, was eine Kette unschöner Ereignisse in Gang setzt und sowohl Ilaro, als auch dessen Freunde in Gefahr bringt …

Eigene Meinung:
Mit „Das Geheimnis der Flammenden Rose“ legt Tina Alba nach ihrer „Feuersänger“-Trilogie einen neuen, in sich abgeschlossenen Gay Fantasy-Roman vor, der im Traumtänzer Verlag erschienen ist und die Geschichte der Halbelfen Ilaro erzählt, der ungewollt an einen Dämon gebunden wird und sich mit den Folgen der Beschwörung herumschlagen muss. Die Autorin ist sowohl im Gay als auch im Fantasy Genre aktive und kann mehrere Veröffentlichungen vorweisen. weiterlesen…

[ROMAN] Elfenprinz – Verrat von Ray van Black


Autor: Ray van Black
Taschenbuch: 360 Seiten
ISBN: 978-1-310970528
Preis: 2,99 EUR (ebook) / 12,30 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Der Elf Elyon hat nahezu sein ganzes Leben in einem Turm verbracht und von der Welt außerhalb seines Zimmers geträumt. Als eines Nachts ein Fremder auftaucht und ihn kurz darauf mit einigen Männern aus der Einsamkeit befreit, kann Elyon sein Glück kaum fassen. Delavar schenkt ihm nicht nur die Freiheit und zeigt ihm die Stadt, er lässt sich auf den naiven Elyon ein, beantwortet dessen Fragen und beschützt ihn vor den Gefahren, die überall lauern. Schon bald empfindet der junge Elf mehr für seinen Retter, ohne zu ahnen, das Delavar seine eigenen Pläne verfolgt …

Eigene Meinung:
„Verrat“ ist der zweite Band der „Elfenprinz“-Reihe von Ray van Black. Die Bücher erscheinen im Eigenverlag und können unabhängig voneinander gelesen werden, da in jedem Buch ein anderer Prinz im Mittelpunkt steht. Lediglich als Nebenfiguren können die Charaktere anderer Romane in Erscheinung treten.

Aus diesem Grund fällt der Einstieg ein wenig schwer, denn wer darauf gehofft hat, dass die Geschichte von Telyrs und Nathraen fortgeführt wird, wird enttäuscht – Ray van Black konzentriert sich auf ein gänzlich anderes Pärchen. Leider kommt man als Leser wesentlich schlechter in die Handlung, als es in „Verführung“ der Fall war. Das liegt zum einen an der recht seltsamen Grundidee, zum anderen an den vielen Logiklücken, die sich von Anfang bis Ende durch die Geschichte ziehen. Da kann Elyon plötzlich ohne Probleme den Schutzschild des Zimmers durchdringen (obwohl das davor nur zu einer bestimmten Zeit möglich war) und der Fliehende wird von den Wachen sofort als Prinz identifiziert, obwohl er doch vor Jahrzehnten als tot erklärt wurde. Auch sonst war die Geschichte dieses Mal sehr inkonsistent, die Intrigen nur schwer nachvollziehbar und die Charaktere unheimlich kindisch und naiv. Gerade Elyons Naivität war mit der Zeit wirklich nervend, zumal er Dinge tut, die absolut idiotisch sind. Mal will er unbedingt auf ein Schiff, weil er noch nie dort war und Delavar fast schon bedrängt, dann setzt er absichtlich die Bibliothek in Brand, weil er seine Kräfte ausprobieren will und hofft sogar auf ein Lob von Delevar! Spätestens da konnte man den Helden nicht mehr ernst nehmen – Naivität schön und gut, aber Elyon wurde extrem kindisch und nervend dargestellt. Dementsprechend befremdlich waren die Erotikszenen, da man Elyon nicht als Erwachsenen sieht, sondern als 10 bis 12-jährigen Jungen.

Auch Delevar war in sich völlig unlogisch aufgebaut. Einerseits Weiberheld und durch und durch heterosexuell, dennoch schläft er mit Elyon, weil … warum wird leider nicht so ganz klar. Auch sonst hat einen extrem sprunghaften Charakter – man weiß nicht auf welcher Seite er steht, allerdings ist dieser Punkt nicht mysteriös oder spannend, sondern mitunter recht enervierend. Das liegt auch daran, das er extrem schnell seine Meinung ändert und man seinen Stimmungsumschwung fast nicht mehr nachvollziehen kann.

Auch sonst gibt es unheimlich viele Füllszenen, die nichts mit der Geschichte zu tun haben – unsinnige Aktionen in der Stadt, unglaubwürdige Reaktionen seitens Delevar und eine Menge Szenen, in denen sich die Figuren näherkommen sollen, obwohl sie eigentlich nicht zueinander passen. Es wird mehrfach deutlich, dass Delevar keinerlei Interesse an Männern hat, Elyon dementsprechend harsch zurückweist und versucht sich von ihm fernzuhalten. Elyon klammert sich jedoch wie ein verzogenes Kind an seinen Retter, was mit der Zeit immer schwerer nachzuvollziehen ist. Leider trifft das auf die meisten Szenen des Buches zu.

Stilistisch ist „Elfenprinz – Verrat“ in Ordnung – Ray van Black hat einen flüssigen Stil, der durch schöne Beschreibungen besticht. Leider fehlen trotz allem die wirklich bildhafte Darstellung der Stadt, das Miterleben der Abenteuer, in die Elyon stolpert und das flirrende Leben der Elfen. Einzig die Beschreibungen rund um den Palast der Sonnenelfen waren sehr stimmungsvoll, auch wenn sich hier mitunter die meisten Logiklücken tummelten.
Auch die Dialoge konnten dieses Mal nicht überzeugen – zu kindisch war Elyon dargestellt, zu wechselhaft Delevar. Die Gespräche zwischen ihnen waren nur schwer nachvollziehbar, was dafür gesorgt hat, dass sich das Buch ungemein in die Länge zog.

Fazit:
Leider markiert „Verrat“ einen Tiefpunkt der „Elfenprinz“-Reihe. Ray van Black kann leider nicht an die solide Geschichte des ersten Bandes anknüpfen, was an den unglaubwürdigen Charakteren, den vielen Logiklücken und dem unrealistischen Handlungsbogen liegt. Schade – es wäre besser gewesen, den ersten band fortzusetzen, anstatt mit Elyon und Delevar ein neues Pärchen einzuführen. Leider nicht zu empfehlen.

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[ROMAN] Elfenprinz – Verführung von Ray van Black

Autor: Ray van Black
Taschenbuch:  298 Seiten
ISBN: 978-1519725462
Preis: 0,99 EUR (ebook) | 9,90 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Es scheint Zufall zu sein, als Telrys, Thronfolger der Waldelfen, und dessen Männer an den Grenzen seiner Heimat auf den gefürchteten Schlächter Nathraen treffen und den gefährlichen Dunkelelf gefangen nehmen. Eingekerkert erwartet den Krieger der Tod am Götterhain um an ihm ein Exempel zu statuieren. Einzig Telrys will ich damit nicht zufrieden geben, hofft er doch auf Informationen zu den Feinden der Waldelfen. Entgegen den Anweisungen seines Vaters sucht er Nathraen im Gefängnis auf und muss feststellen, dass der Dunkelelf weder gebrochen noch verzweifelt ist. Zwischen den beiden ungleichen Männern entspinnt sich ein gefährliches Spiel, bei dem Telrys rasch die Kontrolle verliert, kann er sich doch der dunklen Ausstrahlung des Kriegers nicht entziehen. Und gerade als Nathraens Schicksal besiegelt zu sein scheint und sein Tod kurz bevorsteht wendet sich das Blatt: Die Dunkelelfen überrennen Telrys Volk, er selbst wird gefangen genommen und in die unterirdische Welt seiner Feinde gebracht …

Eigene Meinung:
Der Auftaktband der „Elfenprinz“-Reihe stammt von Ray van Black und markiert gleichzeitig das Debüt der Autorin. Wie umfangreich die Fantasy-Reihe wird, ist noch nicht bekannt, da der erste Band jedoch offen endet und eine umfangreiche, komplexe Geschichte verspricht, können sich Fans gewiss auf mehrere Romane rund um Telrys und Nathraen freuen.

Die Geschichte beginnt mit Nathraens Gefangennahme in den Grenzwäldern von Telrys Heimat. Ein wenig stereotyp gestalten sich die ersten Seiten, da man doch ahnen kann, was passieren wird und wie sich die Beziehung zwischen Telrys und Nathraen entwickelt. Hier büßt der Roman ein wenig Schwung ein, zumal sich der ein oder andere Logikfehler einschleicht. Gerade der anfängliche Kampf bei Dunkelheit und Nebel ist schwer nachvollziehbar und eigentlich unmöglich, ebenso sind erotische Spielchen und eine Wanderung durch die unterirdische Stadt nach einer Auspeitschung einfach nicht drin – Heilung hin oder her. Das schmälert grad zu Beginn das Lesevergnügen,d a man immer wieder stolpert. Erst im Laufe der Zeit wird es spannender, spätestens als der Prinz der Waldelfen in die Unterwelt gebracht wird und Nathraen dort von einer anderen Seite kennenlernt. Der Leser merkt, dass sich die Autorin in die Geschichte eingefunden hat, denn anfängliche Logiklücken, die immer wieder störend ins Auge fallen, kommen nicht mehr vor und man taucht tiefer in die Geschichte ein. Auch wird nicht nur auf die erotische Anziehung zwischen Telrys und Nathraen Bezug genommen (wenngleich es natürlich auch einige explizite Szenen gibt), sondern mehr auf die Intrigen, die Spielereien zwischen ihnen und natürlich der Krieg zwischen den Völkern. Zudem streut die Autorin gezielt Hinweise auf die weiteren Romane, die ebenfalls Spannung und Abenteuer versprechen.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, insbesondere Nathraen, der bei weitem nicht nur der blutrünstige Schlächter ist, schleicht sich schnell ins Herz der Leser. Seine Hintergründe und Vergangenheit sind gut ausgearbeitet, so dass man seine Beweggründe nachvollziehen kann, egal welchen Weg er einschlägt. Telrys, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, macht es einem dagegen schwerer. Er ist tatsächlich ein wenig weibisch (was aber nicht stört, da es im Buch seitens Nathraen zur Sprache gebracht wird), zu Beginn recht unselbstständig und kindisch. Da er gerade erst das Mannesalter erreicht hat, kann man darüber hinwegsehen, doch hin und wieder nervt einen die sprunghafte, überhebliche und arrogante Art, die er gerade in den ersten Kapiteln zur Schau trägt. Wirklich logisch handelt er oftmals ebenfalls nicht, was es mitunter schwermacht, ihn nachzuvollziehen.
Die übrigen Charaktere kommen mitunter etwas zu kurz: sei es Telrys Familie und seine Männer, die Königin der Dunkelelfen oder Nathraens Untergebene – sie haben alle nur kleinere Auftritte und bleiben zumeist ein wenig blass. Mitunter nerven sie auch den Leser, ganz besonders Telrys Schwestern, die nur daran denken, wie sie einen Mann ins Bett bekommen und der Hauptmann der Waldelfen Josvel, der hinsichtlich seiner Loyalität zwischen Telrys und dessen Vater hin- und herschwankt.

Stilistisch ist „Elfenprinz – Verführung“ solide und gut umgesetzt, allerdings dauert es ein wenig, bin man sich an die arrogante, sprunghafte Ich-Perspektive des Prinzens gewöhnt und in die Geschichte eintauchen kann. Gerade zu Beginn holpert es stellweise stark, erst mit der Zeit wird Ray van Blacks Stil sicherer und flüssiger. Bis dahin muss man sich mitunter ein wenig durch die Szenen kämpfen und über einige kleinere Fehlerchen hinwegsehen, doch nach und nach zieht einen die Geschichte um die beiden ungleichen Männer immer stärker in den Bann. Bleibt zu hoffen, dass es in Band 2 die kleinen Anfängerfehler und Wortwiederholungen nicht gibt und Telrys gefasster und erwachsener daherkommt.

Fazit:
„Elfenprinz – Verführung“ ist ein spannender Gay Fantasy-Auftakt, der viel verspricht und hoffentlich bald fortgesetzt wird. Bis auf einige stilistische Mängel und einem relativ schwachen Anfang, ist Ray van Blacks Debüt lesenswert und macht Lust auf mehr. Wer kein Problem damit hat, dass sich der Hauptheld ab und zu sehr kindisch und überheblich benimmt, sollte einen Blick riskieren – gerade wenn man High Fantasy und Rollenspiele mag. Insgesamt solide 3 Sterne, mit Potenzial nach oben.

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