[AKTION] Die Stadt der Maschinenmagie – Coverpräsentation

Hallo ihr Lieben,

wie ihr vielleicht mitbekommen habt, unterstütze ich meine liebe Frau Tanja bei der Buch-WM 2020. Die Vorrunde hat sie mit Bravour gemeistert und steht heute im Viertelfinale – YAY! Dieses Mal tritt sie mit einem Cover gegen ihre Kontrahentin an und welches Cover wäre dafür besser geeignet, als das wunderschöne Cover von “Die Seelenlosen”? Es ist einfach perfekt für dieses Battle geeignet – allein wegen der Dampfratte Rudi in der unteren rechten Ecke. Derselben Meinung ist übrigens auch Timo Kümmel, der das Bild für das Cover gezeichnet hat:

Die mechanische Ratte war natürlich mein Lieblingselement, auch wenn ich die ja “nur nachgebaut” habe und du mir damals Fotos von der Konstruktion dieses Metallkünstlers (den Namen habe ich leider vergessen) zur Veranschaulichung gegeben hattest. Aber der kleine Nagerich hatte es mir wirklich angetan und gerade deswegen liebe ich das Bild noch heute, was eher selten ist, weil ich 8 von 10 Bildern nach nur wenigen Wochen Abstand in der Regel am liebsten komplett umstellen oder zumindest würde nachfeilen wollen.

Der mechanische Nager hat ein reales Vorbild, das Tanja dazu inspiriert hat, nicht nur Rudi  einen kurzen Auftritt in “Die Seelenlosen” zu geben, sondern auch dem Erfinder Toni Reintelseder unter dem Namen Nicolas Laroche einen festen Platz in der chaotischen Heldentruppe. Grund genug, die Dampfratte als festes Element auf dem Cover zu platzieren. Und wenn ihr das Kerlchen mal in Aktion sehen wollt – auf YouTube gibt es Filme von Rudolf, der Dampfratte:

Ihr fragt euch, wie lange der Illustrator an dem Bild gesessen hat? Auch diese Frage beantwortet Timo:

Als Allgemeinantwort auf die Frage nach der Zeit könnte ich ca. zwei Wochen sagen – das entspricht in etwa meinem Mittelwert bei Titelbildern.

Mit Timos Arbeit war das Cover allerdings noch nicht erstellt – anschließend hat sich die Designerin Casandra Krammer noch um die finale Gestaltung des Umschlages inklusive Typographie und Backcover gekümmert. Auch das hat ein wenig gedauert, aber der finale Umschlag, kann sich sehen lassen.


Für das Cover zu Band 2 hat sich der Verlag leider für eine andere Designerin entschieden, die sich glücklicherweise an der Gestaltung und den Elementen von Band 1 orientiert hat. Für die grafische Umsetzung von “Die Körperlosen” zeigt sich DaylinArt verantwortlich.

Während beim ersten Band die Dampfratte Rudolf das Hauptelement des Covers war, ist es beim zweiten Band eine geheimnisvolle Phiole mit blauer Flüssigkeit. Ihr könnt euch denken, dass solche Phiolen mit blauer Flüssigkeit eine wichtige Rolle im zweiten Teil der Reihe spielen, deswegen ist dieses Element auch so prominent auf das Cover von “Die Körperlosen” gesetzt worden. Ob das steampunkige Maschinengesicht Absicht war, kann ich leider nicht beantworten, aber es passt sehr gut zum Inhalt des Buches:

Hinter den Mauern der ausgebrannten Anstalt Jarvaise lauert die Finsternis und unter der Stadt schlägt ihr mechanisches Herz. Jaleel, Gwenael und seine Schwester Desirée begegnen dem Ursprung der Experimente um Stahl und Lebensenergie: Jarvaise Cordellier, einem Leichnam, der von seiner Tochter Gaëlle durch gestohlene Seelenkraft am Leben erhalten wird. Aber der Tod von Jarvaise und seiner Tochter ist nicht das Ende. Gaëlles Netzwerk ist weitreichend. Weiterhin sterben Menschen und Valvermont wird binnen einer Nacht von Fleischpuppen überrannt. Gwenael weiß, dass er mit seinen Gefährten gegen die Zeit arbeitet, denn die Maschinerie unter der Stadt hat sich verselbstständigt und das dunkle Herz beginnt wieder zu schlagen.

Auch dieses Mal habe ich der Designerin ein paar Fragen zum Cover gestellt – u.a. wie lange sie an dem Cover gesessen hat und natürlich auch, wie die groben Abläufe waren. Spannend ist in dem Zusammenhang, wie schnell hier das fertige Cover stand.

Da das Design mit dem Band eins größtenteils vorgegeben war, war auch die Covergestaltung für Die Körperlosen recht unkompliziert. Das Cover war innerhalb von ein paar Tagen fertig. Ich muss dabei anmerken, dass bei dem Dead Soft Verlag der Verleger zusammen mit den Autoren gänzlich die Bildersuche übernehmen und meine Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass daraus ein stimmiges Cover entsteht. In dem Fall war das Hintergrundbild gleich ein Volltreffer und passte super. Lediglich das Foto des Fläschchens in der Mitte musste ich stark bearbeiten, damit dieses sich nahtlos ins Bild einfügt.

Die blaue Phiole, die von DaylinArt angesprochen wird, ist übrigens ebenfalls real – sie steht in Tanjas Regal und stammt von einem Lesezeichen, das Chris P. Rolls einst gebastelt  und ihr geschenkt hat (leider hat das Fläschchen am Lesezeichen nicht lange gehalten, wurde aber zu Dekozwecken aufbewahrt). Es passte perfekt zum Cover, daher wurde es der Designerin als Beispiel geschickt, die es anschließend als Hauptelement auf dem Cover verewigt hat.

Spannend finde ich auch die Tatsache, dass das 2. Cover vage an ein Maschinengesicht erinnert – auf meine Frage hin, ob dies vielleicht sogar beabsichtigt war, erhielt ich folgende Antwort:

Das entstandene Gesicht war für mich ein gestalterischer Glücksfall, denn das Hintergrundbild ergab den Umriss bereits. Mir blieb “nur” die Farbanpassung und das Setzen der Akzente.

Ihr seht – die Gestaltung eines Covers ist wirklich spannend und birgt viele spannende Hintergründe. Seien es nun Dampfratten oder kleine, mit blauem Sand gefüllte Phiolen. Man kann sich (sowohl als Autorin, als auch als Graphiker*in) von allem inspirieren lassen, das einen umgibt. Solche Elemente machen Cover erst einzigartig und ebenso besonders, wie die Geschichten, die sich hinter den Covern verbergen.

Ich hoffe, dieser kleine Ausflug zu den Covern der Steampunk-Reihe “Die Stadt der Maschinenmagie” hat euch gefallen – wenn ihr Tanja unterstützen wollt, dann gebt ihr euer Stimmchen in der Facebookgruppe “Buch-WM 2020: Die Battlearena” – ihr wisst ja, jede Stimme zählt. Und vielleicht kann ich euch die nächsten Tage einen weiteren spannenden Beitrag zu einem ihrer Bücher liefern – wenn sie eine Runde weiter ist, wird es auch hier weitere Beiträge geben 🙂

Viele Grüße,
Juliane

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