[ROMAN] Das andere Ende der Brücke von Elisa Schwarz

Autor: Elisa Schwarz
Taschenbuch: 568 Seiten
ISBN: 978-3960890379
Preis: 14,95 EUR (Taschenbuch) | 6,99 EUR (eBook)
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Story:
Seit Patricks Ehemann bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, besteht das Leben des Fotografen aus Tristesse, Traurigkeit und Einsamkeit. Statt sich helfen zu lassen, verkriecht er sich oder versucht auf unorthodoxe Art und Weise mit dem Schmerz in seinem Innern klar zu kommen. Erst als er zufällig Zeuge eines Angriffs betrunkener Rechtsradikaler auf einen Fahrradfahrer wird, reißt Patrick aus seiner Lethargie und zwingt ihn dazu sich mit dem Tod seines geliebten Mannes auseinander zu setzen. Dabei stehen ihm nicht nur neue und alte Freunde zur Seite, nach und nach ist er auch wieder in der Lage sein Herz zu öffnen und einer neuen Liebe Platz zu machen – auch wenn ein steiniger Weg vor ihm liegt …

Eigene Meinung:
Mit „Das andere Ende der Brücke“ legt Elisa Schwarz nach „Eigentlich …“ ihren zweiten Roman bei deadsoft vor. Dabei schlägt sie dieses Mal eher ernste Töne an, denn es geht um Trauerbewältigung und die damit einhergehenden Verlustängste und psychischen Probleme. Daher ist „Das andere Ende der Brücke“ wesentlich dramatischer als ihr Debüt. weiterlesen…

[ROMAN] Inbetween – Zwischen Bühne und Bordell von Svea Lundberg

Autor: Svea Lundberg
Taschenbuch: 364 Seiten
ISBN: 978-3960890218
Preis: 12,95 EUR (Taschenbuch) | 5,99 EUR (eBook)
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Story:
Für Jerik ist es Liebe auf den ersten Blick als er in einem Musical den Tänzer Alexej sieht und sich in den Bachstage-Bereich schleicht, um ein Date mit dem jungen Mann auszumachen. Auch dabei läuft alles bestens – die beiden kommen sich näher und Alexej scheint Jeriks Gefühle zu erwidern. Recht schnell kommen jedoch auch erste Probleme ans Licht – Alexej verdient nicht nur mit dem Tanzen sein Geld, hin und wieder verkauft er sich auch an andere Männer. Jerik ist entsetzt, hält er doch an einer rein monogamen Beziehung fest. Richtig problematisch wird es jedoch erst, als er bemerkt, dass Alexej ihm einen weiteren wichtigen Punkt verschwiegen hat: er verkauft sich nicht nur an andere Männer, er konsumiert auch Drogen, um den Akt mit Fremden erträglich zu machen. Und zwischen Kontrolle und Sucht verläuft eine dünne Grenze, die Alexej schon längst nicht mehr erkennen kann. Für Jerik, der seiner großen Liebe helfen will, überschlagen sich nach und nach die Ereignisse, da ihn Alexejs Probleme selbst immer tiefer hinabziehen …

Eigene Meinung:
Mit dem Gay Drama „Inbetween – Zwischen Bühne und Bordell“ legt Svea Lundberg ihren zweiten Roman bei deadsoft vor, der im kommenden Jahr mit einem Spin-Off fortgesetzt werden soll. Im Gegensatz zu ihrem Krimi „Kristallschnee“ handelt es sich bei „Inbetween“ um ein waschechtes Drama, bei dem sowohl Alexej als auch Jerik einiges zu bewältigen haben. weiterlesen…

[ZITATE-FREITAG] Tajo@Bruns_LLC

Hallo ihr Lieben,

heute wird es wild beim Zitate-Freitag, denn ich habe mir den ersten Band der Gestaltwandlerreihe von Bianca Nias rausgepickt. Wer kennt sie nicht, die Löwen und Großkatzen, die ihren Kampf gegen den schier übermächtigen Shirkou Soran führen und versuchen seine kriegerischen Machenschaften zu durchkreuzen. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz – sprich eine Reihe die mit der Zeit süchtig macht. Hier findet ihr also einige ausgewählte Szenen des ersten Teils “Tajo@Bruns_LLC”, insgesamt gibt es 4 Romane, einen Hetero-Spin-Off und einige Kurzromane, die in der Welt der Bruns spielen.

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meine Rezension

Auf dem Weg ins Haus hatte er Gelegenheit, den muskulösen Oberkörper und den knackigen Hintern seines Kunden ausgiebig zu begutachten, ohne dass dieser hiervon etwas bemerken konnte.

‚Ohne Anabolika bekommt man solche „Mr. Universum“- Ausmaße doch gar nicht hin‘, dachte er bei sich und bewunderte das Spiel der definierten Rückenmuskeln. Sein Blick wanderte weiter nach unten zu den muskelbepackten Schenkeln. Allein die Waden waren eine Augenweide und bestimmt dicker als seine eigenen Oberschenkel.

Als sich Tajo am Hauseingang zu ihm umdrehte, um ihm höflich die Tür aufzuhalten, musste Marc schlucken und sich beeilen, den sicher verträumten Gesichtsausdruck in eine unverbindlich lächelnde Miene zu verwandeln. Aber offenbar war er hierbei nicht schnell genug gewesen, denn Tajo zog amüsiert einen Mundwinkel hoch und musterte ihn aufmerksam.

Peinlich berührt wandte sich Marc ab und trat ein. Er hatte das Gefühl, beim ungehörigen Starren ertappt worden zu sein und seine Verlegenheit ließ ihm das Blut in den Kopf schießen. Bestimmt war er jetzt knallrot angelaufen.

“Tajo@Bruns_LLC”, Seite 16-17 (c) Bianca Nias / deadsoft

„Jon, also wirklich!“, schalt Keyla ihren Bruder. „Ihm muss doch klar sein, dass wir sie letzte Nacht gehört haben, oder? Dann musst du ihn nicht auch noch in Verlegenheit bringen.“

„Ist dir klar, dass er Marc mit in sein Zimmer genommen hat?“, warf Jon ein. „Das war eine absolute Premiere. Er hat noch nie jemanden in seinen Privatbereich gelassen.“

Er warf Keyla ein verschwörerisches Grinsen zu.

„Ja, stimmt. Vielleicht hat es ihm ja zur Abwechslung wirklich mal was bedeutet. Aber das werden wir zwei so schnell nicht erfahren. Tajo ist der Einzige, den ich kenne, der es schafft, sich aus seinem eigenen Privatleben raus zu halten.“

Die beiden Geschwister lachten.

“Tajo@Bruns_LLC”, Seite 40 (c) Bianca Nias / deadsoft

Jon begann, sein Hemd aufzuknöpfen und auszuziehen, was Marc ein wenig in Panik versetzte. Hallo? Was wurde das denn jetzt? Wollte er etwa … Sex? Jetzt? Mit ihm? Unmöglich.

„Ich muss dir etwas zeigen, was du bitte erst einmal als einfach gegeben hinnimmst, okay? Hinterher kannst du mir alle Fragen der Welt stellen, aber bitte sitz jetzt einfach ruhig da und halte für 20 Sekunden die Luft an, ohne dich zu rühren, ja? Und bitte erschreck nicht, dass ich jetzt meine Hose ausziehen muss. Ich will sie nämlich nicht ruinieren. Und bitte, bitte nicht schreien, ich tue dir nichts.“

Marc war zu verblüfft, um nur einen Ton herauszubringen. Jon zog sich vor ihm splitterfasernackt aus. Marc beobachtete jede seiner Bewegungen und war komplett verwirrt. Was sollte das?

Jon holte kurz Luft, sah ihn an und plötzlich schienen seine Konturen zu verschwimmen. In nicht einmal einer Sekunde verformte sich sein Körper, wurde größer, zog sich in die Länge, sank auf alle viere und im nächsten Augenblick füllte ein großer, wunderschöner Löwe sein Wohnzimmer aus.

“Tajo@Bruns_LLC”, Seite 89 (c) Bianca Nias / deadsoft

Tajo fluchte stumm. Himmel noch mal! Warum war er nur schon wieder so heftig explodiert? Sein Hirn musste im Irak doch einen größeren Schaden erlitten haben, als er gedacht hatte. Jedenfalls hatte es jetzt total ausgesetzt. Verdammt, er war eindeutig zu lange in seiner Löwengestalt gewesen, das hatte ihn schon immer ein wenig durcheinandergebracht. Er sah, dass Marc sich verstohlen eine Träne aus dem Auge wischte. Scheiße, er hatte ihm wehgetan! Das war nicht seine Absicht gewesen.

Vorsichtig zog er sich aus Marc zurück, rollte sich neben ihm auf die Seite und nahm ihn in seine Arme. „Es tut mir leid“, flüsterte er beschämt. „Das habe ich so nicht gewollt.“

„Aber vielleicht gebraucht?“, fragte Marc leise.

Marcs Atem ging noch immer schwer, seine Haut war schweißnass. Tajo schmiegte sich an seinen Rücken, sein Schwanz war noch immer steif und drückte sich sanft gegen ihn. Seine Hände wanderten über Marcs Körper, bis er abrupt innehielt.

„Ich weiß es nicht. Ich weiß so langsam gar nichts mehr. Wem ich vertrauen kann und wem nicht. Wer zu mir steht und wer nicht. Und wie es weitergehen soll. Mit mir, mit dem Rudel, mit den anderen …“, brach es unvermittelt aus ihm heraus.

“Tajo@Bruns_LLC”, Seite 159-160 (c) Bianca Nias / deadsoft

Jon war ihm gefolgt und trat jetzt neben ihn, das spürte Marc, ohne hinzusehen.

„Tajo scheint gewusst zu haben, dass es kritisch wird“, murmelte Jon. „Er hat mich vor seiner Abfahrt nicht nur gebeten, auf dich aufzupassen und mit meinem Leben zu beschützen. Nein, er hat mich auch gleichzeitig zum Rudelführer gemacht und ist von seiner Position zurückgetreten.“

„Und das heißt?“, fragte Marc. So ganz blickte er bei den Löwen mit ihren Familien- und Rudelstrukturen noch nicht durch.

„Das heißt, dass du unter meinem Schutz stehst, und dass ich die Verantwortung für dich trage. Und dass er aufgegeben hat. Er glaubt, nicht mehr in der Lage zu sein, das Rudel zu schützen und zu verteidigen.“

Marc sah ihn nachdenklich an. „Wäre das denn so schlimm für ihn?“

Jon nickte betrübt. „Für Tajo ist es die Hölle. Ein geschlagenes Alpha-Tier kommt in der Regel nicht mehr auf die Beine. Und selbst wenn, müsste er mich über einen Kampf von meiner Position verdrängen oder aber weggehen und ein neues Rudel gründen. Die Geschäftsführung von Bruns LLC und das Firmenvermögen gehen allerdings jetzt schon auf mich über.“ Er schnaubte.

„Als ob ich das nötig gehabt hätte, du sturer Mistbock!“, brüllte er wütend in die Wüste hinaus und ballte die Hände zu Fäusten. „Als ob ich das gewollt hätte“, fügte er leise mit belegter Stimme hinzu und wandte sich ab.

“Tajo@Bruns_LLC”, Seite 203-204(c) Bianca Nias / deadsoft

„Marc, ich wüsste nicht, was wir ohne dich gemacht hätten“, begann er und sah ihn ernst an. „Nicht nur, dass du Tajos Spur in Saudi-Arabien gefunden hast, war großartig, sondern auch deine bisher hier geleistete Arbeit. Du hast erstaunliche Dinge herausgefunden.“

Marc dankte ihm zurückhaltend. Er war zwar an Lob und Aufmerksamkeit durch seine bisherigen Auftraggeber gewohnt, aber die herzliche Wärme, die er im Kreise der Familie fühlte, ließ ein Glücksgefühl durch seine Magengegend fließen.

Tajo, der sich neben ihm ausgestreckt und sein Bein auf einem Hocker hochgelegt hatte, nahm seine Hand und drückte sie.

„Unser kleines Genie hier hat einen wirklich guten Job gemacht“, warf Jon ein. „Tajo, dafür kannst du mir ewig auf Knien danken und meine Pfoten küssen, dass ich ihn zurückgeholt habe.“

„Ich weiß“, erwiderte Tajo schlicht.

“Tajo@Bruns_LLC”, Seite 280 (c) Bianca Nias / deadsoft

Plötzlich kam es ihm so vor, als wäre er nicht allein in der Dunkelheit. Er blieb sofort stehen und lauschte. Seine Nackenhaare stellten sich auf und ihn durchlief ein eiskalter Schauer. Unbewusst griff er mit der linken Hand in die Hosentasche und umschloss fest den Griff des Springmessers, das er immer bei sich trug, seit Anna es ihm geschenkt hatte. War ihm jemand gefolgt?

„Leroy? Jonah?“, flüsterte er leise in die Finsternis hinein. In nächsten Augenblick vernahm er lediglich einen kurzen Windhauch, bevor er zu Boden gerissen wurde. Abwehrend hob er seinen rechten Arm vor sein Gesicht.

Alles ging rasend schnell. Trotzdem nahm er jedes Detail jeder einzelnen Sekunde wahr.

Ein riesiger Schatten warf sich über ihn. Scharfe Zähne verbissen sich in seinen rechten Unterarm. Er spürte den Schmerz jedoch kaum. Dafür registrierte er entsetzt, dass sich ein mächtig starker Kiefer wie ein Schraubstock um seinen Arm schloss. Die Zähne durchfuhren seine Haut und sein Fleisch wie Butter und drangen bis auf die Knochen vor.

“Tajo@Bruns_LLC”, Seite 328 (c) Bianca Nias / deadsoft

Das waren sie – meine ausgewählten Textstellen von “Tajo@Bruns_LLC” – ich hoffe sie gefallen euch und machen Lust auf mehr, immerhin gibt es viele Bände und Spin-Offs zu den Gestaltwandlern zu lesen. Für die kommende Woche bin ich noch unentschieden, sprich ihr könnt wieder Wünsche äußern. Ich freue mich auf eure Vorschläge.

Liebe Grüße,
Juliane

[ROMAN] This ain’t Love von Rosha Reads

Autor: Rosha Reads
Taschenbuch: 266 Seiten
ISBN: 978-3-945934852
Preis: 5,99 EUR (eBook) | 11,99 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Für den jungen Arbeiter Finn sind One-Nights-Stands ein absolutes No-Go. Für ihn gehört zum Sex Vertrauen und ein fester Partner, dem er sich ohne Bedenken hingeben kann. Da solche Männer eher eine Seltenheit sind, ist Finn zumeist allein und geht im Gegensatz zu seinem besten Freund nach einem Barbesuch meist allein nach Hause. Sein neuer Nachbar Kyle ist in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil: gutaussehend, souverän und gut betucht. Zudem hat er einen ungewöhnlichen Nebenjob: er ist Luxus-Callboy und schläft gegen Geld mit Männern.

Gegen alle Bedenken und trotz aller Unterschiede werden die beiden Freunde – Finn genießt die Nähe zu seinem Nachbarn, Kyle kann sich Finns rauer Attraktivität nur schwer entziehen. Selbst als sie miteinander im Bett landen, weigern sich beide zuzugeben, dass mehr Gefühle im Spiel sind, als sie wahrhaben wollen …

Eigene Meinung:
Der lockerleichte Roman „This ain’t Love“ von Rosha Reads erschien als „Cock Lit“- Veröffentlichung bei Deadsoft. Die Veröffentlichung ist nicht die erste Publikation der Autorin – unter ihrem richtigen Namen erschienen bereits diverse Kurzgeschichten und Romane, u.a. der Roman „Into Blackness – Die Schwärze hinter dem Licht“, der 2015 beim Deadsoft-Label Tensual Publishing erschien. weiterlesen…

[Blogtour] Die Sturmfalken von Olbian – Sidhe

Hallo ihr Lieben,

Ich darf euch heute ein wenig über die Sidhe erzählen, die in Leann Porters Welt eine große Rolle spielen. Zunächst werde ich aber auf die ursprünglichen Sagen und Legenden eingehen (auch wenn ich zugeben muss, dass ich bei weitem nicht alles abdecken kann, was es gibt – ich emüfehle allen Interessenten mal bei Wikipedia oder in das ein oder andere Sachbuch reinzulesen, zumal sich einige Sagen auch widersprechen), bevor ich euch zeige, welche Sidhe es in “Die Sturmfalken von Olbian” gibt. Wer wissen will, worum es in dem Fantasy-Roman geht, sollte einen Blick in meine Rezension werfen oder sich bei den andeen Blogstationen umsehen – es lohnt sich 🙂


Hier die einzelnen Stationen:
3.7. Buch und Autorin – http://www.corinnasworldofbooks.de
4.7. Welt – http://yllinfox.blogspot.com
5.7. Figuren – http://bambinis-buecherzauber.blogspot.de
6.7. Sidhe – bei mir 🙂
7.7. Sankanische Spiele – http://bookwormdreamers.blogspot.de
8.7. Love – Sex – Fantasy – http://ulla-liebt-buecher.blogspot.de
9.7. Dead Soft Verlag und Autorin – http://romanticbookfan.blogspot.de

Sidhe alter Sagen und Legenden

Begriffserklärung
Unter Sidhe (Síde) werden die Bewohner sogenannter Feenhügel (Síd) bezeichnet. Es gibt auch spezifischere Bezeichnungen wie fir/fer síd (irisch „Männer des síd“), mná síd (irisch „Frauen des síd“) oder áes síd (irisch „Leute des síd“). Im schottischen und walisischen haben sich andere Begriffe eingebürgert (síodhach / síochach und tylwyth teg („die schöne Familie“) / ellyllon („Elfen“)). Eines der bekanntesten Völker der Sidhe sind die Túatha Dé Danann („Das Volk von Danu“), die den Legenden nach von der Göttin Danu abstammen sollen und von filigranem, elfenhaften Körperbau waren, aber auch die zwergenhaften Filborg und die Fomori zählen dazu, ebenso hunderte anderer Wesenheiten (Gnome, Banshees, Kelpies), die allesamt unter dem Begriff Fairies zusammengefasst werden. Einigen Legenden nach stammen viele Wesenheiten von den Túatha Dé Danann ab, darunter auch die Filborg.


Geschichte
Alten Legenden nach kehrten die geheimnisvollen Túatha Dé Danann um 1.500 v Chr. aus dem hohen Norden oder Griechenland (wo sie Magie erlernten) auf dunklen Wolkenschiffen nach Irland zurück und forderten in zwei großen Schlachten die dort lebenden zwergenhaften Firbolg und die Fomori, ein Volk dämonischer Riesen, heraus. Beide Kämpfe konnten die Túatha Dé Danann für sich entscheiden, was sie zu den Herrschern über Irland machte.
Erst als die Milesier (wahrscheinlich spanische Einwanderer, mythisches irisches Geschlecht und Vorfahren der heutigen Iren) um 1.000 v. Chr. in Irland landeten, wendete sich das Blatt. Die Túatha Dé Danann versuchten die Eindringlinge mit Magie zu vertreiben, doch diese gingen mit Hilfe des Druiden Amergin an Land und forderten die Herrscher heraus. In der folgenden Schlacht unterlagen die Túatha Dé Danann und waren gezwungen sich in die Feenhügel zurückzuziehen. Diejenigen, die dort nicht leben wollten, verließen Irland und lebten fortan auf der magischen Insel Tír na nÓg, dem Land der ewigen Jugend.

Diejenigen Túatha, die in Irland blieben, sind die Vorfahren der Elfen, Feen und Gnome, die bis heute unerkannt an der Seite der Menschen leben. Sie lebten fortan in dem in Hügeln und Höhlen der Unsichtbaren Welt, die sogenannte keltische Anderswelt. Im Gegensatz zu Menschen, die diese Welt nicht betreten können, sind Sidhe in der Lage die Hügel nach Belieben zu verlassen.

Aussehen
Sidhe werden unterschiedlich beschrieben, da nicht nur die elfenhaften Túatha Dé Danann als Sidhe bezeichnet werden. Diese sind hochgewachsene, filigrane Wesen, die trotz ihres hohen Alters ewig jung und wunderschön aussehen. Sie werden bis zu sechs Fuß hoch, sind sehr schlank und verfügen über verschiedene magische Befähigungen. Aufgrund ihrer zarten Haut, der wallenden blonden Haare und der wohlklingenden Stimme sind sie die geborenen Verführer. Sie sind sowohl in den Künsten der Wissenschaft und Magie bewandert (sie verfügen über vier magische Talismane, die ihnen erstaunliche Kräfte verleihen).

Es gibt jedoch – je nach Land – auch Beschreibungen, die eher denen von kleinen Zwergen (Firbolg) und Gnomen, als von großgewachsenen Elfen und Feen entsprechen. Auch die riesenhaften Fomori gehören zu den Sidhe, repräsentieren in ihre dämonischen Riesenhaftigkeit eher eine bösartige, dunkle Seite.

Auftreten in der Literatur (Beispiele):
J. R. R. Tolkiens – „Der Herr der Ringe“
Wolfgang Hohlbein – „Drachenfeuer“
Cassandra Clare – „Chroniken der Unterwelt“
Robert Jordan – „Das Rad der Zeit“
Otfried Preußlers – „Räuber Hotzenplotz“
James Matthew Barrie – „Peter Pan“
Shakespeare – „Ein Sommernachtstraum“
Rollenspielsystem „Castle Falkenstein“

Sidhe aus „Die Sturmfalken von Olbian“

Seit die Sidhe vor tausenden von Jahren nach der Niederlage gegen die Milesier aus Irland vertrieben wurden, leben sie in der Welt Danu, die meisten von ihnen im Land Sanka.

Die Völker der Sidhe:

– Die Heimat der Sidhe D’Altan ist der Wald Altan mit der Stadt in den Bäumen, Altania. Die D’Altan gelten als arrogant, selbstbewusst, charismatisch und beherrscht. Die Gabe des Flechtens ist unter ihnen besonders weit verbreitet.

– Die Sidhe D’Enai ziehen in Stammesverbänden durch die Steppe. Ihre Kämpfer stellen regelmäßig den Sieger der Sanka-Kampfspiele. Sie sind ungestüm, freiheitsliebend, unbeherrscht, trinkfest und ebenso loyal gegenüber Freunden wie gnadenlos bei ihren Feinden. Die Gabe des Fährtenlesens ist besonders ausgesprägt.

– Die Sidhe D’Elen leben im Quelltal des Flusses Elene in der Stadt Elenia. Sie sind sanft, friedliebend und empathisch. Die Gabe der Heilkraft ist bei ihnen besonders stark. Die besten Heiler Sankas kommen aus Elenia.

– Die Sidhe D’Arrai haben sich von den anderen Sidhevölkern losgesagt und leben abgeschottet im Arraigebirge.

Die Gaben der Sidhe sind tatsächlich nur eine Gabe, ein besonderer Sinn, mit unterschiedlichen Ausprägungen, wie zum Beispiel der Heilfähigkeit und dem Flechten, der Fähigkeit, eine mentale Verbindung mit anderen Lebewesen einzugehen. Außerdem haben die Sidhe aus “Die Sturmfalken von Olbian” haben ja manchmal ganz witzige Gebräuche.

Gewinnspiel

Wem der kleine Ausschnitt gefallen hat, sollte zum Buch greifen. Im Rahmen der Blogtour habt ihn nun die Chance eins von drei Danu-Sets zu gewinnen, die neben einem signierten Printbuch, ein keltisches Lesezeichen und irische Blumensamen enthalten. Lasst euch die Chance nicht entgehen und schaut auch bei den anderen Blogs vorbei, die an der Blogtour teilnehmen.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet einfach nachfolgende Frage in einem Kommentar. Ihr könnt auf jedem Blog teilnehmen und so eure Chancen erhöhen. Für jede beantwortete Frage gibt es ein Los im Topf, umso mehr ihr kommentiert, umso höher sind also die Chancen auf eines der drei Pakete. Teilnehmen könnt ihr bis zum 17. Juli, danach erfolgt die Gewinnerbekanntgabe auf den Blogs.

Welche Bücher oder Filme kennt ihr, in denen Sidhe, Feen oder Elfen eine wichtige Rolle spielen? (Auf Empfehlungen aus dem queeren Bereich bin ich ganz besonders gespannt!)

Wir freuen uns auf zahlreiche Kommentare von euch! Viel Glück an alle Teilnehmer.

Teilnahmebedingungen:
Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 16 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Der Gewinn kann nicht in bar abgelöst oder umgetauscht werden.
Es besteht kein Rechtsanspruch auf einen Gewinn.
Für Verlust auf dem Postweg wird keine Haftung übernommen
Die Gewinner müssen sich nach der Bekanntgabe selbstständig melden, ansonsten verfällt der Gewinn.
Mit der Teilnahme akzeptiert der Teilnehmer die Teilnahmebedingungen.

[ZITATE-FREITAG] Café der Nacht

Hallo ihr Lieben,

einmal mehr habe ich mir für heute ein wundervolles Buch rausgepickt, das ich euch auf diesem Weg näherbringen möchte: “Café der Nacht” von Susann Julieva. Wer ruhige, intensive Coming-of-Age Romane mag und Bücher liebt, die in der Künstlerszene spielen, sollte sich dieses Werk nicht entgehen lassen. Mir hat es unheimlich gut gefallen – ich mag den Stil der Autorin, die Dialoe und die Beschreibungen. Wer das Buch also noch nicht kennt, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren 🙂

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meine Rezension

Er richtete sich unwillkürlich auf. Am Briefpapier war ein wundersam vertrauter Duft, der staubige Fetzen von Vergangenheit aus dunklen Ecken zerrte. Lavendel … und das ausgelassene Klirren von Gläsern wie ein Echo in seinen Gedanken.

In elegant geschwungener Handschrift waren nur wenige Sätze flink aufs Papier geworfen worden. Maxim las sie zweimal, dreimal und schließlich nochmals, während er sich abwesend hinter seinen Schreibtisch zwängte und auf den knarrenden Stuhl sank. Diese Worte – zu unglaublich, wie ein Schlag, noch unbewertet, ob erfreulich oder nicht. Der Brief war von seiner alten Freundin Dela. Und wie es schien, war er von diesem Moment an designierter neuer Besitzer des legendären Cafés der Nacht.

“Café der Nacht”, S. 6 (c) Susann Julieva / Deadsoft Verlag

Zunehmend von einer warmen, entspannten Müdigkeit umfangen beobachtete er seine Umgebung. Ein neues Zuhause, ein neues Leben. Alles war so schnell gegangen. Schwindelerregend schnell. So schnell, dass es noch gar nicht real schien. Er blieb in seiner Nische, bis irgendwann, spät, endlich alle gegangen waren. Bis Rufus zum letzten Mal die Bar abgewischt und ihm den Weg in den zweiten Stock zu seinem Pensionszimmer gezeigt hatte. Dort fiel er sofort wie erschlagen ins Bett und schlief traumlos wie ein Stein. Denn von jetzt an erwarteten ihn Träume, die bereits seine Tage füllen würden. Und so fing alles an.

“Café der Nacht”, S. 28-29 (c) Susann Julieva / Deadsoft Verlag

Vida nickte und neigte den Kopf leicht zur Seite, während sie behutsam den Zucker in ihrem Cappuccino verrührte. Sie nahm ihre Sonnenbrille ab. „Und so eine Leidenschaft vermisst du in deinem Leben.“

„Ich weiß, das ist Blödsinn.“

„Wieso ist das Blödsinn?“

„Ich meine bloß, ich kann nicht ewig Hilfsbarkeeper bleiben. Irgendwann werde ich mir wohl einen richtigen Beruf suchen müssen. Etwas Ernsthaftes.“

Sie lächelte. „Schon seltsam. Wir leben in einer Gesellschaft, die Künstler zwar bewundert, aber die Kunst für brotlos hält. Da sind all diese wohlmeinenden Menschen, die meinen, man sollte besser einen soliden Beruf ergreifen.“ Eine der beiden Bienen kam herangeschwirrt und ließ sich auf Vidas Untertasse nieder. Sie betrachtete das pelzige Insekt und stellte ihre Tasse auf der weißen Tischplatte ab. „Dabei ist die Basis von Kunst Unvernunft. Es sind immer die unvernünftigsten Künstler, die die größten Meisterwerke schaffen. Stell dir vor, Schiller hätte auf seinen Vater gehört und wäre Regimentsarzt geblieben. Oder Michelangelo hätte sich wegen seiner Zweifel nie an die Sixtinische Kapelle gewagt.“

„Aber es ist gar nicht so leicht, unvernünftig zu sein.“

„Gegen den Strom zu schwimmen ist immer gefährlich“, meinte Vida versonnen. „Der Weg des Künstlers ist riskant, weil es die bewusste Entscheidung für ein anderes Leben ist, als das von der Gesellschaft als normal erachtete. Das ist oft schwer zu ertragen.“

“Café der Nacht”, S. 83 (c) Susann Julieva / Deadsoft Verlag

Monroe blinzelte. Als würde er aus einer Trance erwachen, begreifen, was er im Begriff war, zu tun. Rasch sah er weg, in Sekundenschnelle wieder distanziert und unnahbar. Der Moment verstrich. Maxim schloss die Augen, die Hitze verflog. Die Vertrautheit des Moments zerriss wie ein Spinnennetz im Wind, wehte davon. Gerade noch mal davongekommen. Maxim war schwindelig bei dem Gedanken daran, was er gerade eben fast hätte geschehen lassen, und doch saß die Enttäuschung tief.

Monroe wollte ihn nicht, würde ihn nie wollen. Was immer gerade zwischen ihnen vorgegangen war, er war high, er war nicht er selbst gewesen. Und doch fühlte es sich an, als wäre genau das Gegenteil der Fall gewesen. Als wäre er drauf und dran gewesen, die Mauer, die ihn umgab, einzureißen und Maxim einzulassen. Maxim sah in den Himmel hinauf und schnaubte leise über seine Einfältigkeit. Sicher bildete er sich das alles nur ein. Wunschdenken. Er musste aufhören mit diesem Unsinn, oder es würde ihm wirklich ergehen wie Nona. Dennoch blieb eine nie gekannte Leere, ein vages Sehnen zurück. Und ein verwirrtes, viel zu schnell pochendes Herz.

“Café der Nacht”, S. 111-112 (c) Susann Julieva / Deadsoft Verlag

Er schien nur noch aus Sehnsucht und Verlangen zu bestehen. Das alles war einfach zu viel. Er wusste nicht, wie es geschah, doch irgendetwas übernahm die Kontrolle. Wie von selbst lehnte er sich hinüber, sachte, langsam, und küsste Vida, sanft und behutsam. Vidas Lippen waren weich und warm.

Maxim öffnete langsam die Augen. Er blickte direkt in das unergründliche Grün. Sah, was in den Tiefen ihres Blickes geschah.

Ein Erkennen, Verstehen. Und sofort darauf eine tiefgehende, so ohnmächtige Traurigkeit, dass Maxims Kehle schlagartig wie zugeschnürt war. Er begriff nicht, was hier gerade vor sich ging, aber ihm war klar, dass er etwas Falsches getan hatte. Etwas Unverzeihliches.

Maxim war so bestürzt, dass er sich weiß werden fühlte. „Entschuldige“, flüsterte er.

Vida erhob sich wortlos. Maxim spürte intuitiv, dass er etwas zwischen ihnen zerbrochen hatte. Es war, als ob er beobachten könnte, wie Monroes Gesicht die magische Wandlung durchlief, wie er wieder zu sich selbst wurde. Monroe hob langsam die Hand und zog die dunkle Perücke von seinem Kopf. Sein Gesicht zeigte keinerlei Regung, kein Gefühl. Doch sein Blick traf Maxim bis ins Mark. Als er die Stille brach, war seine Stimme rau und abweisend. „Bist du jetzt zufrieden?“

“Café der Nacht”, S. 224 (c) Susann Julieva / Deadsoft Verlag

„Das ist Unsinn, Liebes! Sieh mich an, Maxim. Du hast nie zwischen ihnen gestanden. Dean hat nur dich geliebt!“

Maxim starrte sie an, sprachlos für einen Moment. Er sah weg, um zu verbergen, wie berührt er war. Geliebt. Wie hätte er da jemals sicher sein können? Doch Dela dies sagen zu hören, war fast so, als hätte Monroe es selbst gesagt. Für einen Moment schien er hier zu sein, ganz nah. Maxim schloss die Augen. Mühsam sammelte er sich.

„Du liebst ihn immer noch“, bemerkte Dela weich und strich ihm behutsam über den Arm.

Maxim wurde in dem Moment, in dem sie es aussprach, klar, dass es die Wahrheit war. Er liebte ihn. Er liebte Dean Monroe, und er würde es immer tun. Es hatte keinen Sinn, es länger vor sich selbst zu verleugnen. „Ich habe versucht, das zu lassen“, erwiderte er betont heiter. „Das ist schließlich verrückt. Es ist zwanzig Jahre her. Und alles, was wir hatten, war ein Augenblick.“

„Nenn mich eine Romantikerin, aber manchmal ist das alles, was nötig ist.“ Sie lächelte.

“Café der Nacht”, S. 255-256 (c) Susann Julieva / Deadsoft Verlag

Maxim sah versonnen an ihm vorbei. „Aber Freiheit ist einsam.“

„Freiheit ist das Einzige, was zählt. Eher würde ich mir eigenhändig einen Finger abhacken, als sie zu verlieren.“

„Du würdest dir einen Finger abkacken? Du bist ja verrückt.“ Maxim sah ihn halb lachend, halb entgeistert an.

Monroe jedoch schien es ernst zu meinen. „Ich würde noch viel mehr tun, wenn es nötig wäre.“

Maxim grinste und tippte auf Monroes rechte Hand. „Welchen denn?“ Er zeigte auf den Mittelfinger. „Den hier?“

„Niemals. Der wird gebraucht.“

„Wie wär’s mit dem Ringfinger? Das wäre doch poetisch. So voller Aussagekraft.“

Monroe lachte. „Sehr gut. Der soll es sein.“

„Du spinnst.“

„Zum Glück.“ Seine Augen jedoch waren ernst, als er Maxim wieder ansah. „Irgendwann werden wir beide frei sein, du und ich. Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen.“

Maxim sah ihn fragend an. Sein Herz pochte laut. „Der Zeitpunkt für was?“

Monroe lächelte nur. „Merk dir das, Max. Merk dir meine Worte. Vergiss sie nicht.“

“Café der Nacht”, S. 266-267 (c) Susann Julieva / Deadsoft Verlag

Er fühlte eine Leere in sich, wie er sie nicht mehr empfunden hatte, seit Monroe damals vom Café der Nacht fortgegangen war. Nun hatte er ihn zum zweiten Mal verlassen, und diesmal war es seine eigene Schuld. Doch anders als damals hatte er die Gewissheit, dass ihre Geschichte damit endgültig zu Ende war. Es würde keine Fortsetzung geben. Es gab keinen richtigen Zeitpunkt für sie. Das hatte er Monroe ins Gesicht gesagt, getrieben von altem Zorn und verletztem Stolz. Doch hatte er es auch wirklich so gemeint?

Allmählich erst wurde ihm klar, was Monroe ihm da gerade offenbart hatte. Er hatte ihn nicht vergessen. Er hatte sein Leben, seinen Werdegang aus der Ferne verfolgt. Weshalb nur? Weshalb nur immer dieser Sicherheitsabstand? Und nun dieser Vorschlag aus heiterem Himmel. Warum war er damit ausgerechnet zu ihm gekommen? Hatte er es schon bei anderen versucht? Fragen und Zweifel nagten an ihm, beruhigende Zweifel, denn sie halfen ihm, zu glauben, dass er das Richtige getan hatte. Doch Monroe behielt recht. Maxim wünschte sich an jedem Tag nach diesem, er hätte Monroe niemals mehr wieder gesehen. Besonders nachdem die zwanzig Uhr Nachrichten berichtet hatten, dass er tot war.

“Café der Nacht”, S. 303-304 (c) Susann Julieva / Deadsoft Verlag

Damit verabschiede ich mich für diese Woche – nächste Woche werde ich erstmals ein lesbisches Buch im Rahmen des “Zitate-Freitags” präsentieren. Seid gespannt, auf welches Buch meine Wahl fällt 😉

Liebe Grüße,
Juliane

[ANKÜNDIGUNG] Blogtour “Die Sturmfalken von Olbian”

Hallo ihr Lieben,

kommende Woche findet eine neue Blogtour statt, die am nächsten Mittwoch auch bei mir Station machen wird. Dieses Mal dreht sich alles um Leann Porter wundervolles Fantasybuch “Die Sturmfalken von Olbian“, das ich bereits gelesen habe. Bei mir erfahrt ihr mehr über Sidhe, was sich hinter diesen Wesen verbirgt und welche Besonderheiten und Geheimnisse sie umrankten. Wer das Buch noch nicht kennt, sollte die Tour aufmerksam begleiten – es gibt tolle Preise zu gewinnen (u.a. signierte Taschenbücher, Lesezeichen und tolle Gimmicks). Also schaut vorbei!

Hier die einzelnen Stationen:

3.7. Buch und Autorin – http://www.corinnasworldofbooks.de
4.7. Welt – http://yllinfox.blogspot.com
5.7. Figuren – http://bambinis-buecherzauber.blogspot.de
6.7. Sidhe – bei mir 🙂
7.7. Sankanische Spiele – http://bookwormdreamers.blogspot.de
8.7. Love – Sex – Fantasy – http://ulla-liebt-buecher.blogspot.de
9.7. Dead Soft Verlag und Autorin – http://romanticbookfan.blogspot.de

Wir freuen uns auf euch:)

Liebe Grüße,
Juliane

[ROMAN] Die Sturmfalken von Olbian von Leann Porter


Autor: Leann Porter
Taschenbuch: 576 Seiten
ISBN: 978-3945934715
Preis: 6,99 EUR (ebook) / 13,65 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Als Sidhe Metra (Zwitterwesen) ist Jaweds Leben auf Kronnor nicht leicht – als Mädchenjunge verspottet, mag er zwar der illegitime Sohn des Magoden sein, hat aber nur Kaylin, die zu ihm steht und ihn vor den Angriffen Gleichaltriger beschützt. Sein Leben nimmt eine rasante Wendung, als der Kämpfer Caron von Olbian ihn seinen Schwestern vorzieht und mit ihm eine eheähnliche Bindung eingeht. Jawed hat anschließend gar keine andere Wahl, als Caron nach Sanka zu begleiten – der Hauptstadt der Sidhe, wo die Sankanischen Spiele stattfinden, an denen sein Ehemann teilnehmen will. Auch Kaylin findet (als Junge verkleidet) ihren Weg in die Goldene Stadt, kommt dort jedoch bei dem Norrlänischen Kämpfer Thore unter, der sie als Knappen anstellt.

Während Jawed seinen Mann besser kennenlernt und sich recht schnell in den wortkargen Mann verliebt, entdeckt er, dass Sidhe Metra keine Seltenheit sind und nicht überall verfolgt werden. Allerdings werden die Tage vor den großen Wettkämpfen durch eine grausame Mordreihe getrübt, der fremdländische Teilnehmer der Sankanischen Spiele zum Opfer fallen und die schon bald Jawed, Kaylin und ihre neuen Gefährten in Atem halten … weiterlesen…

[ZITATE-FREITAG] Haus aus Kupfer

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich ein Buch präsentieren, das mich auf eine Art und Weise beeindruckt hat, wie es nur sehr wenigen Büchern gelingt. Ich habe Jobst Mahrenholz’ Werke mit “Der linke Fuß des Gondoliere” lieben und schätzen gelernt – “Haus aus Kupfer” hat mich jedoch so tief berührt, dass das Buch inzwischen zu meinem absoluten Favouriten (neben “Adrian Mayfield”, “Das Schicksal ist ein mieser Verräter”, “Bruder” und “Die Bücherdiebin”) gehört. Wie schon bei “Tänzer & Schatten” hätte ich am liebsten das gesamte Buch zitiert – doch man muss sich ja beschränken 😉


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meine Rezension

»Okay! Versuch dir vorzustellen, du trägst eine Zahnspange, ja?«

Ich nickte, während ich an der Zigarette zog. »Felia war meine Zahnspange«, erklärte Felice. »Sie hat mein ganzes Leben lang versucht, mich in Form zu pressen. Damit ich perfekt bin. So, wie die Gesellschaft mich haben will. Ebenmäßig. Sie mein Leben lang zu tragen hat geschmerzt, gedrückt, mich eingeschränkt. Ich habe mich hässlich und fremd mit ihr gefühlt. Nun bin ich sie los, und die Schmerzen hören auf. Da ist kein Fremdkörper mehr, nichts, was versucht, mich in eine Form zu pressen. Da bin nur noch ich. Vielleicht etwas schief gewachsen, nicht ganz so perfekt. Doch ich bin es.«

“Haus aus Kupfer”, S. 53 (c) Jobst Mahrenholz / deadsoft Verlag

»Und Lu?«, fragte ich betroffen.

»Ich hab mich doch verabschiedet.«

»Was ist mit dem Mut?«, bohrte ich weiter. »Wäre das nicht eine ganz gute Übung, mal etwas Mut zu zeigen?«

»Ich bin eine Belastung«, erwiderte er mit gesenktem Blick.

»Du bist eine Bereicherung, Felice!«

»Das ist Quatsch, Giaco, und das weißt du auch.« Er lächelte traurig, schwang sich zur Seite und erhob sich. »Ich denke drüber nach, okay?«

“Haus aus Kupfer”, S. 88 (c) Jobst Mahrenholz / deadsoft Verlag

»Felia hat er immer sehr gemocht«, versicherte er mir mit unstetem Blick.

»Ja? Und?«

»Aber Felice findet er richtig klasse.«

»Wie meinst du das?«

»Genau so, wie ich’s sage.«

»Wie kommst du darauf?«

»Weil ich ihn … kenne … verdammt. Und weil ich das mitbekomme.« Er strich sich durchs Haar und sah mich direkt an, betroffen dabei. »Weil ich nicht blind bin, darum.«

Und in dem Moment begriff ich, was er mir da eigentlich offenbart hatte, über Giacomo.

“Haus aus Kupfer”, S. 111-112 (c) Jobst Mahrenholz / deadsoft Verlag

Also erzählte ich sie ihm, meine Version. Und während ich das tat, betrachtete er mich wieder, mit diesem unergründlichen Giaco-Blick seiner tiefgrünen Augen. Er versank in den meinen, verharrte dort und stürzte mich in eine kleine Verwirrung.

Als ich endete, hob er leicht den Kopf. Vorsichtig strichen seine Finger über meine Lippen.

»Vergiss das alles«, sagte er leise. Er seufzte.

Und dann küsste er mich. Kühle, feuchte Lippen legten sich sanft auf die meinen. Zart und sinnlich.

“Haus aus Kupfer”, S. 131 (c) Jobst Mahrenholz / deadsoft Verlag

Felices erstes Mal.

Tatsächlich war es das: Felices erstes Mal.

Zum ersten Mal als – ich.

Sanft strichen meine Hände über Giacos Brust, entdeckten ihn behutsam. Er sehnte sich nach mehr, spürte ich.

Noch vor Stunden war da vor allem Angst gewesen. Es gab so vieles, was ich ihm nicht geben konnte. Nicht mit diesem Körper. Ich war – unvollkommen. Doch nun …

“Haus aus Kupfer”, S. 170 (c) Jobst Mahrenholz / deadsoft Verlag

»Na, beim Blondieren gegen die Tür gelaufen?«, wollte er wissen. Sein humorloses Lachen zeigte, was er von mir hielt, mittlerweile. Klar, ich hatte ihm in die Suppe gespuckt.

»Oberflächlich, wie gehabt«, erwiderte ich lächelnd, nachdem wir uns gesetzt hatten. »Aber das mit den Haaren, Aldo, das ist tatsächlich extra für dich.«

Nun schaute er sichtlich irritiert in die Runde.

»Ich dachte mir«, erklärte ich so, dass es alle hören konnten, »… mit dieser simplen Äußerlichkeit einfach mal von Felice abzulenken. Damit er wenigstens für einen Moment das Gefühl hat, hier nicht die Dauerrolle des Aussätzigen übernehmen zu müssen.«

“Haus aus Kupfer”, S. 195 (c) Jobst Mahrenholz / deadsoft Verlag

Dann betrachtete ich mich im Spiegel. Das Make-up hatte etwas gelitten. Da musste ich nachbessern. Die blonden Haare, sie gefielen mir. Ich fand das erotisch. Meine Zunge fuhr lüstern über die Lippen, meine Augen halb geschlossen. Plötzlich musste ich loslachen.

Mein Äußeres stand für einen neuen Abschnitt in meinem Leben. Kein Lu mehr. Dafür viel Felice. Nicht Giaco – Jack! Wow, nicht übel. Das Lachen ging in ein Grinsen über. Es gefiel mir wirklich.

“Haus aus Kupfer”, S. 214 (c) Jobst Mahrenholz / deadsoft Verlag

Mit diesen Zitaten mache ich euch hoffentlich neugierig auf dieses tolle Werk, bei dem es um Transexualität, Akzeptanz und Toleranz geht. Ich kann es auf jeden Fall jedem ans Herz legen <3

Liebe Grüße,
Juliane

[ROMAN] Blutzoll der Wölfe von Alegra Cassano

 

Autor: Alegra Cassano
Taschenbuch:  Band 1: 440 Seiten | Band 2: 384 Seiten
ISBN: Band 1: 978-3945934272 | Band 2: 978-3945934319
Preis: 5,99 EUR (eBook) | 12,95 EUR (Taschenbuch)
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Story:
Morgans Leben scheint beendet, als der Wolfswandler Waydar mit seinem Rudel in das Dorf des jungen Mannes kommt und ihn als Blutzoll fordert. Doch während die anderen ausgewählten Menschen schnell von den übrigen Wölfen gefressen werden, verzichtet Waydar darauf Morgan zu jagen, da der junge Mann starke Anziehungskraft auf ihn ausübt. Schon bald sind Gefühle im Spiel, denn nicht nur Waydars Interesse an Morgan wächst, dieser fühlt sich ebenfalls zu dem Wolf hingezogen. Allerdings beginnen damit die Probleme, denn Waydar ist auf dem Weg zu seiner eigenen Hochzeit mit der ältesten Tochter der Silberfelle – ein Bündnis, das von seinem eigenen Vater bereits vor Jahren geschlossen wurde. Zudem erwachen in Morgan Kräfte, die schnell zeigen, dass in ihm das Erbe eines Bestadors schlummert, des einzigen Wesens, das in der Lage ist einen Wolfswandler zu töten …

Eigene Meinung:
Mit den ersten beiden Romanen zu „Blutzoll der Wölfe“ legt Alegra Cassano den Auftakt ihrer Gestaltwandler-Fantasy-Reihe vor, die den Leser bereits nach wenigen Seiten in den Bann zieht. Derzeit arbeitet die Autorin am dritten Buch der Reihe, in der es Morgan und Waydar über das Meer in ein unbekanntes Land führt. Wer abgeschlossene Geschichten bevorzugt, sollte vor dem Lesen mindestens die ersten beiden Bände kaufen, denn die Handlung von Band 1 geht nahtlos in Band 2 über und wird weitestgehend abgeschlossen. weiterlesen…