[BLOGGEBURTSTAG] Bloggerinterview

Hallo ihr Lieben,

leider gibt es heute eine kleine Planänderung, da Pierre von “Ich liebe Fantasybücher” leider kurzfristig erkrankt ist und daraufhin das Interview nicht online stellen kann. Da es bereits geführt wurde, hoffe ich aber sehr, dass er es zu einem späteren Zeitpunkt präsentieren wird, denn es hat mir wirklich viel Spaß gemacht mich seinen Fragen zu stellen. An diesem Punkt gute Besserung an Pierre – ich hoffe, die bist bald wieder auf den Beinen.

Damit der heutige Tag nicht gänzlich ausfällt, haben sich gleich zwei wundervolle Blogs bereit erklärt, kurzfristig noch ein Interview mit mir zu führen. Obwohl es bei den Interviews um den Blog geht, wurden gänzlich unterschiedliche Fragen gestellt, sprich die Interviews ergänzen sich prima und behandeln vollkommen andere Themen. Es lohnt sich also wirklich beide zu lesen, insofern ihr daran interessiert seit mehr über mich und den Blog zu erfahren.

Büchersalat


Kittys Bücherblog

Vielen Dank noch einmal an die beiden Blogger, die sich so kurzfristig zu einem Bloggerinterview bereiterklärt haben – es hat mir sehr viel Spaß gemacht, die vielen Fragen zu beantworten.

Liebe Grüße,
Juliane

[BLOGGEBURTSTAG] Homepagelayouts – vom Portal zum Blog

Hallo ihr Lieben,

heute will ich einen Einblick in die unterschiedlichen Designs und Layouts geben, die “Like a Dream” in den letzten 15 Jahren optisch ausgemacht haben. Man kann sich denken, dass die Seite nicht immer als Blog daherkam, denn das Phänomen Blogger kam erst vor einigen Jahren auf. So gibt es den Blog erst seit Februar 2014, davor war Like a Dream eine von mir programmierte Seite, die jedoch nur sporadische Sammel-Updates erfuhr, da es aufwendig war neue Berichte online zu stellen. Für kurze Zeit habe ich versucht, auch die alte Portalseite zu bespielen, doch das ist mir inzwischen zu aufwendig geworden – daher sind alle neuen Berichte nur noch auf dem Blog zu finden.

Egal wie – hier die alten Layouts der Seite von März 2001 bis März 2016

~2001-2005~

Das allererste Layout der Seite und von mir von Grund auf in html programmiert. Da ich damals noch keinerlei Prgogramme für die Erstellung einer Homepage hatte, habe ich alles nur mit Hilfe eines Text-Editors bewerstelligt. Deswegen ist das Layout auch eher schlicht gehalten, wirklich viele Spielereien gab es noch nicht. Es war eine Heidenarbeit, doch zumindest habe ich dadurch Ahnung von Quellcodes und den rudimentären Programmiersprachen, die man für die Erstellung von Internetseiten braucht. Das hat mir immer geholfen, wenn ich auf Fehlersuche im Quelltext war.

Der Schwerpunkt lag ganz klar auf Boys Love Mangas, insbesondere denen, die im Laufe der Zeit in deutsch erschienen.

Die Seite war damals bei dem amerikanischen Anbieter users.animanga.com gehostet und in der Form sogar bis nach 2012 online. Inzwischen gibt es den Hoster (und damit die Seite) allerdings nicht mehr.

~2005-2007~


Dieses Layout ist das einzige, das nicht von mir designed und programmiert wurde. Mir fehlte schlicht die Zeit, also beauftrage ich jemanden mit der Programmierung. Im Grunde gefällt mir das Design sehr (ich bin ein Fan von Ayami Koujima), doch die düstere Erscheinung und die schwierige Menüführung hat den Besuchern weniger gelegen. Infolgedessen gingen in der Zeit die Besucherzahlen stark zurück . Mit der Zeit kristallisierte sich auch heraus, dass die Seite für die geplanten Erweiterungen (hinsichtlich dem Vorstellen von Büchern, Filmen etc.) ungeeignet war und auch der Masse an Rezensionen nicht gewachsen war.

~2007-2009~


Das rote Layout begleitete mich fast drei Jahre und legt den Grundstein für das Boys Love und später auch Girl’s Love Portal. Dieses Mal hab ich es wieder selbst programmiert (in 3 Auflösungen: 600×800, 1024×768 und 1280×800) und mich dafür entschieden sowohl die geplanten Bücher- und Film Rezensionen aufzunehmen, als auch erstmals einen Bereich für Girls Love einzubauen, in dem sich lesbischer Literatur und Kunst gewidmet wurde. Auch kam ich von meinen längeren Mangarezensionen (bestehend aus Einleitung, Inhaltszusammenfessung, Charaktervorstellung und eigener Galerie) ab und schrieb vorwiegend Short-Reviews, die vom Grundaufbau her meinen heutigen Rezensionen entsprechen.

Das Layout wurde allerdings ebenfalls nach fast 3 Jahren zu unübersichtlich, weswegen ich versuchte Boys Love und Girls Love voneinander zu trennen und jedem Bereich eine eigene Platform zu bieten.

~01/2010-09/2010~

rainbowstar rainbowstar

Mit dem winterlich blauen Layout kam zum ersten Mal die Trennung des Boys Love und Girls Love Bereiches. Von allen Designs blieb dieses nur wenige Monate online, da sich auch hier im Nachhinein herausstellte, dass es nicht geeignet war, um die Menge an Daten zu verwalten. Dafür etablierte sich bei diesem Design das Layout der Unterseiten, bei denen Mangas, Bücher und Film mit einem kleinen Bild und einer Kurzbeschreibung gelistet wurden. Dies wurde beim nächste Design übernommen und erst mit dem Bloglayout abgeschafft, da es zu arbeitsaufwendig war.

~ab 10/2010~ (noch online!)

rainbowstar

Die mit Abstand aufwendigste Seite, die ich je programmiert habe, was vor allem daran liegt, dass es nicht nur ein Layout gibt, sondern 17 (ind Worten: siebzehn)! Das liegt zum einen an der Unterteilung in Boys Love / Girls Love, zum anderen an die Idee, die Seite je nach Themengebiet im Regenbogen-Stil zu gestalten. Deswegen gibt es farblich angepasste Unterseiten (Mangas/Comics, Animes, Artbooks, Bücher, Filme, Szene, Interaktiv), die zwar vom Grundschema her gleich sind, jedoch unterschiedliche Header haben. Es hat mich ewig gekostet, aber ich mag das Ergebnis noch immer, weswegen die Seite noch online ist und bleiben wird (aber auch, weil ich keine Zeit habe knapp 500 Rezensionen auf den Blog umzusiedeln). Inzwischen sind die meisten Sachen über den Blog erreichbar – spezielle Dinge, wie die Sachen der Interaktiv-Bereichs (alte Adventskalender, Awardvergabe / Swapex – war bei Mangaseiten mal sehr beliebt, von mir gestaltete Icons und Wallpaper). Besucher müssen sich dafür durch die Register der alten Homepage “hangeln”.

Auch sonst gibt es auf der alten Seite etliche Dinge zu entdecken, die der Blog nicht bietet 😉

~ab 02/2014~

Der Blog, wie ihn die meisten von euch heute kennen – ich gebe zu, das Design ist wesentlich schlichter (und der Header allmählich langweilig – irgendwann müsste ich den mal aufhübschen), aber es erfüllt seinen Zweck. Ein bisschen was muss noch gemacht werden, denn mit der Menüführung bin ich noch nicht ganz zufrieden.

Wie sieht es bei meinen Lesern aus? Was stört euch am Layout/Design, wo wünscht ihr euch Verbesserungen? Was sollte geändert und angepasst werden? Habt ihr Wünsche oder Vorschläge? Immer her damit – ich freue mich über Feedback.

Liebe Grüße,
Juliane

[BLOGGEBURTSTAG] Faszination queere Literatur / Slash

Banner Bloggeburtstag

Hallo ihr Lieben,

mein Blog widmet sich einem sehr speziellen Thema, das auf den ersten Blick dem ein oder anderen ein wenig befremdlich vorkommt: schwuler und lesbischer Literatur in allen Facetten. Ob nun Fantasy, Krimis, Alltagsdramen, Jugendbücher oder historische Wälzer – ich liebe Bücher in denen die Charaktere nicht der gängigen Norm entsprechen. Nur was fasziniert (gerade weibliche) Leser so sehr an queerer Literatur und Slash? Warum der Wunsch nach Liebesgeschichten und Erotik zwischen zwei Männern, anstatt der üblichen Romantik- und Erotikliteratur zwischen Männlein und Weiblein? Die Frage kann man allgemein nur schwer beantworten, doch ich versuche mich der Thematik mal aus meiner Sicht zu nähern.

Ich habe vor einer Weile im Rahmen einer Blogtour die Geschichte der Homosexualität in Büchern“ beleuchtet und dort schon deutlich gemacht, dass es eigentlich immer schwule oder lesbische Charaktere gab (auch wenn sie teilweise als Antagonisten eingesetzt oder negativ beschrieben wurden). Dementsprechend gibt es zwar seit gut 20 Jahren verstärkt queere Hauptfiguren in Romanen, doch so wirklich neu sind derartige Figuren nicht. Man findet sie immer wieder in Skandalromanen, die für das Genre wegweisend waren, z.B. „Maurice“, „Mädchen in Uniform“, Rebecca“ oder auch versteckt zwischen den Zeilen, wie bei „Narziß und Goldmund“ oder „Dorian Grey“.

Allerdings haben sich queere Geschichten erst vor einer Weile in nahezu allen gängigen Genres etabliert. Dabei sind die schwulen Männer wesentlich weiter, als die Damen (wenn man das so nennen darf), denn bei den lesbischen Romanen handelt es sich vorwiegend um Krimis, realistische Alltagsdramen oder romantische Liebesgeschichten, während schwule Helden überall anzutreffen sind: Fantasy-Fans werden ebenso fündig, wie Liebhaber von Sci-Fi, Thriller, Horror und Krimi. Es gibt romantische und erotische Geschichten, Bücher mit Happy-End oder ohne, mehrteilige Reihe, Novellen, Kurzromane und Anthologien. Insgesamt muss man sagen, dass es wesentlich mehr Gay als Lesbian Romane gibt, denn gerade das Gay Romance Genre boomt, was dafür sorgt, dass viele Romane (gerade im Selfpublishing-Bereich) auf den hartumkämpften Markt drängen.

Ich gehe an dieser Stelle soweit die queeren Bücher in 3 Kategorien einzuteilen, denn für mich sind die Zielgruppen ausschlaggebend für den Inhalt und die Charaktere eines Romans.

Kategorie 1: queere Liebesgeschichten für Frauen

Was fasziniert gerade weibliche Autoren und Leser so sehr an schwulen Charakteren (ganz gleich welche sexuelle Identität man hat), das man lieber zu solchen Büchern greift bzw. schreibt, als sich auf die handelsüblichen Liebesschmonzetten zu konzentrieren? Für einige ist die Liebe zwischen zwei Männern wahrhafter (der Spruch „Wahre Liebe gibt es nur unter Männern“ wird sehr oft angeführt), gleichzeitig dramatischer, schwieriger, gefährlicher und wesentlich spannender, als das, was man normalerweise (auch daheim) erlebt. Man hat quasi zwei Männer (zum Schmachten) zum Preis von einem, keine nervige weibliche Heldin, die entweder gerettet werden muss, zu stark und fordernd ist, und bei der Leserin Konkurrenzgefühle auslöst. Dass gerade im Gay Romance die Männer keine echten Männer sind (sondern oftmals Frauen mit einem Schw… zwischen den Beinen, wenn es um ihre Reaktionen geht), ist irrelevant, denn für die Leserinnen mögen die dramatischen, mehr oder weniger realistischen Liebesgeschichten im Zentrum. Natürlich gehören ab einem gewissen Zeitpunkt auch Erotikszenen dazu, die durchaus auch größere Teile eines Romans ausmachen können. In dem Zusammenhang sind Yaoi und Boys Love Fans nicht anders – auch bei Mangas sind derartige Geschichten und Figuren eher auf weibliche Leser zugeschnitten.

Diese Leser sind zu 90% auch diejenigen, die mit Vorliebe Figuren slashen, sprich Charaktere aus bekannten Filmen, TV-Serien und Büchern nehmen und nach Lust und Laune zusammenschmeißen. Manchmal sind durchaus entsprechende Andeutungen vorhanden, die Fans nur aufgreifen müssen (z.B. Kent/Chandler aus „Whitecepeal“ oder auch Holmes/Watson aus „Sherlock Holmes“), aber es gibt auch genügend Serien und Bücher, wo man auch ohne irgendwelcher Hinweise seiner Fantasie freien Lauf lässt (z.B. Harry/Draco aus „Harry Potter“ oder Sam/Dean aus „Supernatural“). Das ist eine Fanbase, die man entweder mag oder nicht – interessant ist mitunter, wie die Autoren, Regisseure und Schauspieler auf die Thematik reagieren. In diesem Punkt möchte ich nur kurz auf „Supernatural“ hinweisen, die das Thema Slashfiction sehr witzig und geschickt eingebaut haben:

Dean: There’s Sam Girls and Dean Girls and…what’s a slash fan?
Sam: As in Sam slash Dean, together.
Dean: Like together, together? They do know we are brothers, right?
Sam: Doesn’t seem to matter.
Dean: Well, that’s just sick!

Supernatural – 4.18: The Monster at the End of This Book 

Kategorie 2: Romane mit queeren Helden und Heldinnen (für männliche und weibliche Leser)

Natürlich gibt es nicht nur Liebesgeschichten, sondern auch eine Menge schwuler Romane, die sich nicht mit Beziehungskisten aufhalten, sondern hauptsächlich eine andere Geschichte erzählen – die Krimis von Laurent Bach oder Josh Lanyon, in denen die Kriminalfälle im Mittelpunkt stehen, die „Nightrunner“- Reihe von Lynn Flewelling, in denen es um die fantastischen Abenteuer der Diebe und Spione Seregil und Alec geht oder historische Werke, wie die „Brüder“-Reihe von Jan Gillou, in denen das Thema nur am Rande aufgegriffen wird. Hier werden die Charaktere wesentlich realistischer dargestellt, man nimmt ihnen den Mann einfach eher ab. Auch stehen die Beziehungskisten und Liebesgeschichten selten im Zentrum – zwar hat der Charakter mitunter mit seiner Homosexualität zu kämpfen, aber es geht nicht nur um die Frage „Wer kriegt wen?“
In meinen Augen sind solche Romane sowohl für ein weibliches, als auch für ein männliches Publikum interessant, besonders wenn man Wert auf gute Unterhaltung legt, anstatt den üblichen Liebesgeschichten.

Kategorie 3: (Hardcore-) Erotik für Männer

Rein für Männer konzipiert, sind für mich die schwulen Erotikromane, in denen es wesentlich direkter und unverblümter zur Sache geht. Dazu gehören einige Hardcorereihen des Bruno Gmünder Verlags oder auch von Himmelsstürmer, bei dem die Titel bereits anzeigen, dass weder Liebe und Romantik, noch die Geschichte oder die Charaktere im Mittelpunkt stehen. Im japanischen Mangabereich sind das die Bara – Comics, in denen männliche, stark behaarte Männer eine Hauptrolle spielen, zumeist in erotischem Sinne. Da geht es mitunter sehr heftig zu Sache, was wohl vorwiegend für schwule Männer interessant sein dürfte und einen Großteil der weiblichen Leser verschrecken würde.

Natürlich sei damit nicht gesagt, dass sich keine männlichen Leser im Gay Romance Genre tummeln, oder keine Frau zu den Hardcore-Romanen von Gmünder greift, während bei „Nightrunner“ oder den genannten Krimis wahrscheinlich weibliche und männliche Leser zugreifen – jeder darf lesen, was ihm gefällt und es gibt eine Menge schwuler Männer, die trotzdem gerne Gay Romance lesen (und schreiben). Dennoch sind die Romane auf eine Zielgruppe ausgerichtet und allein vom Inhalt her und den Figuren entsprechend festgelegt.

Was genau die Faszination von queeren Geschichten und Slash Fiction ausmacht, kann man dennoch nicht zu 100% erklären – entweder man mag es, oder man mag es nicht. Ich empfehle jedem selbst einen Blick zu riskieren, um abschätzen zu können, ob man mit dem Thema Gay oder Lesbian Romance etwas anfangen kann. Allerdings sollte man einen guten Roman, der in die „2. Kategorie“ fällt nicht automatisch verdammen oder ignorieren, nur weil der Held oder die Heldin homosexuell ist – mitunter verpasst man da ein wirklich gutes Buch, das man nicht nur daran bewerten sollte.

Liebe Grüße,
Juliane

[ROMAN] Der blutige Thron von Jutta Ahrens


Autor: Jutta Ahrens
Taschenbuch:  712 Seiten
ISBN: 978-1500215736
Preis: 4,99 (eBook) | 19,99 (Taschenbuch)
Bestellen: Amazon

Story:
Asarhaddons Leben ist von Anfang an durch Blut, Grausamkeit und strenger Enthaltsamkeit geprägt. Bereits in jungen Jahren wird er zum Hohepriester Aschschurs ausgebildet, des strengen, grausamen Kriegsgottes der Assyrer, dem man mit Menschopfern huldigt. Seine erste Erfahrung mit einer Frau endet in einer Katastrophe, die ihn gelähmt zurücklässt. Er hat bereits mit seinem Leben abgeschlossen, da taucht eines Tages ein Mann namens Kautilya auf und bietet Asarhaddon an, ihn zu heilen. Im Ausgleich dafür soll der Hohepriester ein Jahr lang auf seine Macht verzichten und als Bettler leben. Asarhaddon nimmt das Angebot an und lernt erstmals ein anderes Leben, fernab des Priestertums kennen. Mit diesem Jahr legt sich der Grundstein einer stetigen, aber sehr langsamen Wandlung Asarhaddons, der in den Folgejahren nicht nur umliegende Länder und Reiche in Kriegszügen erobert und sogar seinen Bruder vom Thron stößt, sondern auch Freunde findet und schließlich auch eine ganz andere Art der Liebe kennenlernt – in den Prinzen Sardur.

Eigene Meinung:
Jutta Ahrens Roman „Der blutige Thron“ erschien bereits 1993 unter dem Titel „Der König von Assur“ und ist einer der ersten deutschen Romane, der die Homosexualität mehrere Figuren thematisiert. Inzwischen ist das bei Piper herausgekommene Buch längst vergriffen, doch die Autorin hat es unter dem Titel „Der blutige Thron“ selbst herausgebracht und hat den Lesern damit einen der schönsten und gleichzeitig tiefgängigsten, historischen Roman wieder zugänglich gemacht. weiterlesen…

[BLOGGEBURTSTAG] Gewinnspiel

Hallo ihr Lieben,

Halbzeit beim Bloggeburtstag – Zeit für die erste große Verlosungsrunde, denn dank meiner lieben Sponsoren kamen soooo viele wunderschöne Bücher bei mir an, dass ich diese unmöglich an einem Tag verlosen möchte. Ihr habt also gleich zwei Mal innerhalb des Bloggeburtstages die Chance , tolle Buchpakete zu gewinnen. Um euch nicht länger auf die Folter zu spannen, hier die Buchpakete, die ihr ergattern könnt:

Paket 1:
Sunford (Sieben Verlag)
Lovestorys 1 – Vor dem Abschied (X-Scandal Books)
David Roth & andere Mysterien (Deadsoft Verlag)

Paket 2:
Traumweber (Incubus Verlag)
Breakaway (X-Scandal Books)
Männerbande (Sieben Verlag)

Paket 3:
Zenjanischer Lotus (ncubus Verlag)
Lovestories 3 – Fantasy (X-Scandal Books)
Pilsken und Pailletten (Deadsoft Verlag)

Paket 4:
Staub und Stolz (Incubus Verlag)
Lovestories 2 – Gayromeo (X-Scandal Books)
Raziels Erwachen (Deadsoft Verlag)
Rashminder Tage 1 (Deadsoft Verlag)

Paket 5 – lesbisch:
Indianer im Kopf (Butze Verlag)
Herz auf Umwegen (Selbstverlag)

Um teilzunehmen hinterlasst einfach einen Kommentar welches Paket euch am meisten interessiert – natürlich könnt ihr auch für alle Pakete in den Lostopf hüpfen. Im Gewinnfall könnt ihr aber nur ein Paket gewinnen. Ihr habt bis zum 20. März 2016; 23.59 Uhr Zeit euch mit einem Kommentar zu melden, die Auslosung erfolgt am 31. März 2016 – dann wird auch das Gewinnspiel ausgewertet, das am 29. März 2016 stattfinden wird. Bitte denkt daran neben eurem (Nick)Namen auch eure Mailadresse zu hinterlassen. Danke.

Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr ein bisschen mehr schreibt – gerne zum Blog, was euch daran gefällt oder auch, was ihr nicht mögt. Schön wären auch Kommentare, die ich am 22.03. (Autoren / Leser über Like a Dream) posten dürfte, denn an dem Tag kommen die Leser und Besucher zu Wort.

Vielen Dank an die Sponsoren der tollen Gewinne:

 

 

 

 

Teilnahmebedingungen:
Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis des Erziehungsberechtigten.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Für den Postversand wird keine Haftung übernommen, Versand nur innerhalb Deutschlands, Österreich und Schweiz.
Die Adressen werden nur für den Versand ermittelt.

Viel Glück an alle Teilnehmer.

Liebe Grüße,
Juliane

[BLOGGEBURTSTAG] Faszination Manga

Bronze – Zetsuai Since 1989: © 1992 Minami Ozaki, Shueisha / Carlsen

Hallo ihr Lieben,

wie ihr ihr wisst, liegen die Anfänge von “Like a Dream” im Manga/Anime Bereich gewesen, denn als ich mit 18 die Seite ins Leben rief, war ich totaler Mangafan. Damals wurden gerade die ersten bekannten Mangareihen bei EMA und Carlsen veröffentlicht (Tokyopop wurde erst später gegründet) und man
bezog sein Wissen aus dem Magazin AnimaniA – dort habe ich auch erstmals von Shonen-Ai gelesen und bin über “Zetsuai” und andere schwule, japanische Comics gestolpert, die sich in Japan erst ab den beginnenden 90er Jahren etabliert haben.

Nur was ist so faszinierend an Mangas und den japanischen Künstlern? Was unterscheidet sie von den üblichen frankobelgischen oder amerikanischen Comics, die in Deutschland wesentlich länger erhältlich sind?

Diese Fragen sind nicht leicht zu beantworten. Mangas unterscheiden sich in vielen Punkten von den üblichen Comics:

  • sie sind zu 95% schwarz/weiß gehalten
  • sie werden in japanischer Leserichtung gelesen (von hinten nach vorne, und rechts nach link)
  • sie erscheinen wesentlich häufiger, als z.B. frankobelgische Comics, auf die man teilweise Monate, wenn nicht Jahre warten muss. Das liegt daran, dass die Mangas kapitelweise in monatlichen oder wöchentlichen Magazinen erscheinen, bevor sie zu einem Taschenbuch zusammengefasst werden
  • es gibt sie für alle Altersklassen: Kleinkinder, Schüler, Teenies, Erwachsene
  • nahezu alle Themen werden behandelt (sogar Dinge wie Kochen, Go-Spielen, div. Sportarten, etc.), was eine wesentlich breitere Themenpalette ergibt, als man sie bei normalen Comics geboten bekommt

Death Note: © 2003 Tsugumi Ohba, Takeshi Obata, Shueisha/ Tokyopop

Für mich macht ein großer Reiz die Dynamik und Action aus, die mitunter wesentlich flüssiger sind, als bei anderen Comics. Man liest sie schneller, weil das Auge nicht an jedem aufwendigen Panel verweilt, sondern sich eher auf den Inhalt oder die Dialoge konzentriert. Das hat Vor- und Nachteile, denn Mangas wirken mitunter ein wenig gehetzt und schlampig, was vor allem daran liegt, dass sie nun einmal Massenware sind. Es gibt sie in Form von Magazinen, Taschenbüchern, Doujinshis (selbstpublizierte Fanzines und Kurzmangas) und in Kurz-Strips in Tageszeitungen. Mangas sind in Japan für jede Altersklasse – sprich nicht nur Kinder und Jugendliche lesen japanische Comics, sondern auch Erwachsene jeglicher Herkunft. Ducrh die vielen Veröffentlichungen ist der Druck auf die japanischen Zeichner enorm – wer einmal wissen will, wie extrem es im japanischen Manga-Business zugeht, sollte einmal in “Bakuman” reinlesen, wo neben einer sehr witzigen Geschichte auch viele Einblicke in die Arbeit eines Mangakas gewährt werden. Dementsprechend sind Mangas selten so extrem aufwendig wie frankobelgische Comics, wo die Künstler mitunter Jahre an knapp 80 Seiten sitzen.

Eine weitere Sache, die für mich die Faszination an Mangas ausmacht, ist die breitere Palette an unterschiedlichen Stilrichtungen, die es auf dem japanischen Comicmarkt gibt: ob man nun niedliche Highschool-Mädchen oder hübsche Bishonen mag, gestandene Männer oder kleine Kinder, düstere Horror-Werke oder fantastische Endzeitszenerien – man wird garantiert fündig. Es ist im Grunde für jeden Geschmack etwas dabei, denn es gibt einfach viel mehr unterschiedliche Stilrichtungen als innerhalb der amerikanischen Comicszene (gerade die Superheldencomics sind einander recht ähnlich) oder auch bei den frankobelgischen Comics. Es ist abwechslungsreicher und damit spannender.

Fushigi Yuugi: © 1992 Yuu Watase, Shogakukan/EMA

Das drückt sich auch in den Geschichten aus – im Manga werden nahezu alle Themen aufgegriffen, die man sich vorstellen kann: Sport, Schule, Kochen, Tanzen, Abenteuer&Action, Fantasy, Horror, etc. Es gibt Mangas für Kleinkinder und Hausfrauen, junge Mädchen und erwachsene Männer. Das Spektrum an Geschichten (und damit auch Figuren) ist einfach größer, als bei anderen Comics, für mich ein weiterer Pluspunkt. Sicher, die Charaktere sind mitunter recht stereotyp, aber das hat man ggf. ja auch bei Superheldencomics.

Hier mal meine persönlichen Favoriten unter den Mangas:

  • Death Note (Thriller, Mystery, Crime)
  • Dragon Head (Endzeit, Drama, Thriller)
  • Black Butler (History, Action)
  • Fushigi Yuugi (Fantasy, Romance)
  • Full Metal Alchemist (Action, Fantasy, Steampunk)
  • Fruits Basket (Fantasy, Romantik)
  • X-1999 (Endzeit, Drama, Action)
  • Blue Exorcist (Action, Fantasy)
  • No. 6 (Drama, Endzeit, Action)
  • Berserk (Fantasy, Action)

In these Words: © 2010 GUILT|PLEASURE (TogaQ / Kichiku Neko) / Tokyopop

Shonen-Ai / Yaoi / Boys Love
Für mich persönlich machen Shonen-Ai (romantische, schwule Liebesgeschichten) und Yaoi Mangas (die durchaus expliziter und erotischer gehalten sind) einen ganz besonderen Reiz aus, da sich diese vorwiegend auf die Lebesgeschichte und die Beziehung zweier Männer konzentriert. Im Grunde ist es das Pendant zum Gay Romance Genre im Buchbereich, denn man hat in beiden Fällen die obligatorische Liebesgeschichte zwischen zwei Männern und teils recht stereotype Charaktere. Ich fand das immer interessant – die Gründe dafür erläutere ich aber erst in einigen Tagen, da ich mich dann noch einmal ausführlich mit der Faszination von “Slash und Gay Romance” auseinandersetze.

Doch an dieser Stelle sei schon einmal gesagt, dass ich Shonen-Ai und Yaoi Mangas schon seit Jahren mag, inzwischen jedoch sehr wählerisch geworden bin, was meine Lektüre anbelangt. Kamen in den 90er und den 00er Jahren nur wenige Boys Love Mangas heraus (gerade in Deutschland, da nur einige ausgewählte Serien hier herausgebracht wurden – “Zetsuai”/”Bronze”, “Kizuna”, “Fake”, “Gravitation”), so haben die Veröffentlichungen inzwischen doch überhand genommen. Es gibt eine Unmenge Boys Love Mangas – zumeist Einzelbände mit Kurzgeschichten – in denen es immer nur um das Eine geht und in denen die Charaktere vollkommen austauschbar sind. Das ermüdet mit der Zeit jeden Fan.

Gorgeous Carat: © 1999 You Higuri, Shueisha / Carlsen

Dennoch sind die alten Serien und einige ausgewählte aktuelle Reihen immer noch einen Blick wert.

Hier meine Favoriten:

Shojo-Ai / Yuri / Girls Love
Das Pendant zu Boys Love, in dem es um die Liebe zwischen zwei Männern geht, ist das Girls Love Genre, bei dem Mädchen und Frauen im Zentrum stehen. Inhaltlich unterscheiden sich die Geschichten daher nicht von den Shonen-Ai Mangas: es geht um Liebe und Beziehungen.

Citrus: © 2012 Saburouta, Ichijinsha / Tokyopop

Das Girls Love Genre ist jedoch wesentlich kleiner und unbekannter, da die Nachfrage nach derartigen Comics auch in Japan eher gering ist. Während es unzählige Boys Love Magazine und Mangas gibt, sind die Veröffentlichungen im Shojo-Ai Bereich eher spärlich gesät. Auch bieten sie thematisch keine derart breite Palette, denn zumeist beschränken sich Yuri Mangas auf Liebesgeschichten und Beziehungsdramen. Fantasy, Thriller oder Krimis findet man im Girls Love Genre fast gar nicht. 

Auch in Deutschland gibt es nur wenige Girls Love Veröffentlichungen, was vor allem daran liegt, dass es in Japan nur wenige geeignete Mangas gibt, die sich für eine deutsche Übersetzung anbieten. Die großen Verlage haben nur eine Handvoll Titel im Programm, die sich mit der lesbischen Liebe beschäftigen. Zu den längeren Reihen gehören “Wir beide!”, erschienen im Carlsen Verlag, das stark-erotische “Maka-Maka” oder “Citrus”, das aktuell bei Tokyopop herauskommt.  Auch hier gibt es vorwiegend Einzelbände, denn längere Reihen sind sehr selten.

Lesenswerte Girls Love Mangas sind:


Ich hoffe mit diesem kleinen Einblick in das Manga-Genre könnt ihr ein wenig leichter nachvollziehen, warum ich seit Jahren Fan der japanischen Comicwelt bin. Solltet ihr Fragen haben, oder Empfehlungen brauchen, meldet euch einfach – ich lese aktuell zwar weniger Mangas, aber ich habe noch immer einen guten Überblick über den Markt 🙂

[MANGA] Zetsuai 1989 von Minami Ozaki

Autor: Minami Ozaki
Taschenbuch:  192 Seiten
ISBN: 978-3551747761
Preis: 6,00 (Taschenbuch) (vergriffen)
Bestellen: Amazon

Story:
Takuto Izumis Leben ist nicht leicht. Nachdem seine Mutter vor seinen Augen ihren Ehemann erstochen hat und davor auch ihn schwer verletzt hat, gibt es nur noch zwei Dinge, die ihm etwas bedeuten: seine Geschwister Serika und Yugo, und der Fußball. Mit 17 Jahren hat er sich bereits einen Namen gemacht, lehnt es aufgrund seiner Vergangenheit und seiner Geschwister jedoch ab, professionell zu spielen. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er eines Nachts einen betrunkenen Mann aus dem Müll fischt und mit nach Hause nimmt. Erst Tage später wird Izumi bewusst, dass er den berühmten Sänger Koji Nanjo handelt, der fast jeder Frau den Kopf verdreht. Zu allem Überfluss erkennt dieser in Izumi seine große Jugendliebe – damals hielt er ihn jedoch für ein Mädchen – und verliebt sich erneut in ihn. Schon bald kann Koji seine Gefühle nicht mehr zurückhalten und offenbart eine düstere, zerstörerische Seite, die Izumi nur schwer akzeptieren kann.

Eigene Meinung:
Mit „Zetsuai 1989“ erschien Anfang der 90er Jahre einer der ersten und wegweisendsten Shonen-Ai Mangas in Japan. Noch heute gilt Minami Ozakis Werk als Klassiker und nimmt im Boys Love Gerne denselben Stellenwert ein, wie „Romeo und Julia“ in der klassischen romantischen Tragödie. Die Geschichte wurde mit der 14-bändigen Reihe „Bronze“ fortgesetzt und beendet, zudem erschien 1992 eine 45-minütigen OVA (zu „Bronze“ folgten nochmal zwei OVAs), mehrere Novels und eine Hand voll Artbooks. Die meisten Sachen sind heutzutage nur noch schwer zu erwerben – selbst die bei Carlsen erschienen Mangas sind allesamt vergriffen, lediglich Band 14 von „Bronze“ ist noch erhältlich. „Zetsuai 1989“ war der erste Shonen-Ai Manga, der in Deutschland erschien (2000). weiterlesen…

[BLOGGEBURTSTAG] Rezensionen und Kritik

Meine Rezensionen lösen zumeist gespaltene Gefühle aus – die einen finden meine ausführlichen Kritiken und meine offene Art toll, bei Büchern auch die negativen Aspekte zu beleuchten und nicht alles in den Himmel zu loben. Die anderen mögen es überhaupt nicht, wenn ich ein Buch schlecht bewerte, ganz gleich wie ausführlich meine Rezension ist oder wie sehr ich auf Fehler hinweise. Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, was er mag und wie er einen Roman bewertet – ich maße mir auch nicht an, meine Rezension als „Non-Plus-Ultra“ anzusehen. Es ist einfach nur meine Meinung, nicht mehr, nicht weniger. Während ich 1-2 Sterne gebe, gibt es 50 Leser, die 5 Sternchen verteilen und das ist vollkommen okay so. Geschmäcker sind nun einmal verschieden, meine Kritik ist nur eine von vielen.

Dennoch will ich einmal darlegen, wie ich eine Rezension aufbaue und warum ich Bücher so streng bewerte:

  1. Aufbau meiner Rezensionen: Inhalt – Eigene Meinung – Fazit

“Two Boys kissing”: 5 Sterne – Rezension

Meine Rezensionen sind immer nach demselben Schema aufgebaut: eine knappe Zusammenfassung des Inhalts, eine ausführliche Darlegung meiner eigenen Meinung und ein kurzes, zusammenfassendes Fazit.

Die Inhaltszusammenfassung versuche ich auf maximal 5 Sätze zu beschränken, da eine ellenlange Nacherzählung des Inhalts weder für einen potenziellen Leser, noch für den Autor wirklich relevant ist. Schließlich will der Bücherwurm das Buch noch lesen können, ohne bereits die Wendungen und Plottwists zu kennen, der Autor ist ebenso wenig an einer Nacherzählung seiner Geschichte interessiert. Darüber hinaus kopiere ich den Klappentext nicht, sondern versuche die Handlung mit eigenen Worten wiederzugeben. Das ist für mich angenehmer, als nur den Klappentext zu kopieren, zumal der für mich auch unter Copyright liegt.

Seit meiner Rezensionstätigkeit bei Splashbooks habe ich mir angewöhnt meine eigene Meinung sehr umfassend dazulegen: mindestens 400, wenn nicht 500 Wörter möchte über den Inhalt, die Charaktere und den Schreibstil des Autors schreiben, um die Stärken und Schwächen eines Buches aufzuzeigen. An diesen drei Punkten hangle ich mich durch jeden Meinungsteil, da für mich inhaltliche und charakterliche Stärken und Schwächen, ebenso der Stil des Autors ein gutes oder weniger gutes Buch ausmachen. An dieser Stelle bemängle ich Logiklücken, Unstimmigkeiten, eintönige Handlungsbögen oder klischeehafte Charaktere, oder lobe innovative Ideen, authentische Figiren und tolle Plottwists – je nachdem, ob mich ein Buch gefangen genommen hat oder nicht. Der Schreibstil ist natürlich Geschmackssache, dennoch versuche ich auch hier darzulegen, was mir gefällt und was nicht, denn zumeist sollte die schriftstellerischen Grundlagen ja immer gleich sein, was Grammatik, Rechtschreibung und stilistische Dinge betrifft.
Nur selten bewerte ich die Aufmachung eines Buches, es sei denn es beeindruckt mich in irgendeiner Form ganz besonders 😉

Das abschließende Fazit ist für mich eine Zusammenfassung der eigenen Meinung, ebenso versuche ich das Buch bestimmten Lesergruppen zu empfehlen, denn nur weil es mir nicht zugesagt hat, heißt das nicht, dass es nicht andere Leser ansprechen könnte.

  1. Der für mich wichtigste Punkt ist: Ich bewerte ein Buch immer ehrlich!

Paranormal Investigations 4 – Nähe: 1 Stern – Rezension

Vor etlichen Jahren habe ich mir auf die Fahne geschrieben, meine Meinung immer ehrlich zu äußern. Ich schreibe weder Gefälligkeitsrezensionen (nicht, dass ich das anderen vorwerfe!), noch nehme ich Rücksicht auf sensible Autorenseelen (nur manchmal frage ich vorher an, ob ich wirklich eine Rezension verfassen, oder meine Kritik lieber nur in einer Mail formulieren soll). Es ist nun einmal so: wenn ich ein Buch schreibe, muss ich mich guter und schlechter Kritik stellen: nicht jedem kann mein Werk gefallen, da Geschmäcker immer verschieden sind. Das trifft auf alle Romane zu – die einen lieben „Harry Potter“, die anderen nicht; es gibt glühende Fans von „Twilight“, andere hassen die verweichlichten Vampire. Da ich selbst schreibe, weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn dein Werk zerrissen wird und wie schmerzhaft eine schlechte Rezension ist. Gerade, wenn man Kinderbücher schreibt und diese vor jungem Publikum vorträgt, muss man mitunter hart im nehmen sein. Kinder sind ehrlich und zeigen offen, was ihnen gefällt und was nicht. Während ein Erwachsener selbst bei Langeweile und Nicht-Gefallen höflich bleibt und sich zurückhält, zeigen sie offen, wenn sie etwas nicht mögen. Das kann einen Autor leicht aus dem Konzept bringen.

Natürlich ist es nicht schön, wenn das Buch, das man mit Herzblut und viel Euphorie geschrieben hat bei einem Rezensenten nicht ankommt – es tut weh und im ersten Moment ist man wütend, verärgert, enttäuscht. Dabei sollte man nicht vergessen – ich kritisiere das Buch, nicht den Autor. Ich verfasse keine schlechten Rezensionen, um den Autor anzugreifen, sondern beziehe mich immer auf den Roman. Und ich schreibe immer ausführlich, was mir nicht gefallen hat, denn nur mit ausführlicher Kritik kann man sich weiterentwickeln, einige Fehler beim nächsten Mal ausmerzen. Kein Debüt ist preisverdächtig und man lernt mit jedem Buch dazu.

  1. Ich bin strenger, weil ich selbst schreibe

Der König von Assur: alte Rezension (2001), Buch wird im Rahmen des Bloggeburtstages neu rezensiert

Ich gebe zu, dass ich wesentlich strenger bewerte, seitdem ich selbst schreibe. Der Hauptgrund ist wohl der, dass ich mich ebenfalls dem Urteil der Verlage, Lektoren und Leser stellen muss – ich habe durch die Zusammenarbeit mit Lektoren eine Menge gelernt, da sie mich auf Fehler und stilistische Mängel aufmerksam gemacht haben, die ich selbst nie wirklich wahrgenommen habe – weder bei meinen Texten, noch bei den Büchern anderer Autoren. Seit der Veröffentlichung von „Assjah“ springen mich gerade stilistische Mängel förmlich an: ungünstige Satzkonstruktionen, seltsame Grammatik, Rechtschreibfehler und Wortwiederholungen. Ich hab fast permanent einen „inneren Lektor“ im Ohr, der ganze Passagen rot anstreichen würde, oder auch die Worte meiner Lektorin, wenn ich über etwas stolpere, was sie bei mir kritisiert.

Auch Logiklücken und charakterliche Unstimmigkeiten fallen mir seitdem verstärkt auf: Ich kann inzwischen gar nicht mehr an solchen Fehlern vorbeilesen, sie sind für mich wie ein Leuchtpfeil. Wenn sich ein Charakter im Laufe eines Abschnitts dreimal setzt (ohne zwischendurch aufzustehen), so fällt mir das auf, ebenso wenn er plötzlich vollkommen gegen seine Natur handelt. Solche Plotlöcher vermiesen mir den Spaß am Buch, je größer umso mehr Probleme bekomme ich.

Aus diesem Grund kann man sagen, dass ich schon seit einer Weile kein Buch mehr gelesen habe, ohne diesen „inneren Lektor“ auszuschalten. Ich kann überhaupt nicht mehr vollkommen unbefangen an einen Roman herantreten, ihn einfach nur als Leser auf mich wirken lassen und genießen. Ich muss zugeben, dass sich meine Lese- und Rezensionsverhalten ziemlich geändert hat, seitdem ich selbst schreibe und Bücher veröffentliche. Und leider Gottes funktioniert mein Unlogik-Detektor nicht immer bei meinen eigenen Romanen – denn oft genug machen mich meine Lektoren oder Betaleser auf Fehler aufmerksam, die ich bei anderen bemängele.

Ihr seht – bei mir spielt einiges in eine Rezension mit rein. Für mich ist wichtig, dass die Leser des Blogs und die Autoren der Romane verstehen, dass meine Kritiken nur meine persönliche Meinung wiederspiegeln und auf diese hat ein jeder Anrecht. Andere Leser mögen ein Buch anders bewerten, weil sie es anders wahrnehmen und verstehen als ich – und das ist auch gut so, denn ein Buch kann nicht jedem gefallen. Aus diesem Grund schreibe ich inzwischen bei jeder Rezensionsanfrage, dass ich mitunter sehr direkt und hart kritisiere (und hoffe, dass der Autor dies auch versteht), denn leider ist es schon öfter vorgekommen, dass ich für meine Kritiken im Nachhinein angegangen wurde. Das ist sehr unschön, lässt sich aber wahrscheinlich nicht gänzlich vermeiden. Umso schöner sind dann Mails und Nachrichten von Autoren und Verlagen, die sich eine Kritik zu Herzen nehmen und an sich arbeiten und von Lesern, die meine Meinung teilen oder sich für ausführliche Kritiken bedanken.

Aus diesem Grund gibt es am 22.03.2016 einen Eintrag in dem die Leser der Blogs, Autoren und Verlage zu Wort kommen und ihre Meinung zu „Like a Dream“ äußern – solltet ihr ebenfalls offene, ehrliche und kritische Worte auf dem Herzen haben, so meldet euch bei mir (Koriko@gmx.de). Ich freue mich über Feedback, gleich welcher Art.

 

[BLOGGEBURTSTAG] Meine Projekte

Wie im letzten Beitrag bereits angedeutet, verfolge ich neben „Like a Dream“ mehrere Projekte, da ich in verschiedene Richtungen aktiv bin. Viele davon überschneiden sich mit meinem queeren Blog, da ich unterschiedliche schwullesbische Projekte unterstütze oder ins Leben gerufen habe. Hier also meine übrigen „Babys“:

Bücher

Wie im vorherigen Beitrag durchgeklungen ist, lese ich nicht nur unheimlich gern fantastische, spannende und fesselnde Romane, ich schreibe selbst Bücher – natürlich vorwiegend Geschichten, die ich selbst gerne lese: fantastische Kinder- und Jugendbücher und Romane mit queeren Helden. Inzwischen kann ich auf einige Veröffentlichungen zurückblicken, meine liebsten Projekte will ich hier vorstellen, denn sie sind ein Teil von mir. Wer mehr über meine Romane erfahren will, kann einen Blick auf meine Homepage werfen: www.juliane-seidel.de
In gewisser Weise ist meine Tätigkeit als Autor wohl einer der Hauptgründe, warum ich so strenge und ausführliche Rezensionen schreibe: ich lese anders, mir fallen Fehler und Logiklücken auf, die mir meine Lektoren ebenfalls ankreiden. Das ist in gewisser Weise Segen und Fluch gleichermaßen.

Assjah:
“Assjah” ist mein persönliches Herzprojekt, an dem ich schon seit meiner Jugend arbeite. Ich habe es sehr oft abgeändert und immer wieder aufs Neue begonnen. Die ersten Bücher der Reihe richten sich an Kinder ab 10 Jahren, die späteren Geschichten sind für ein älteres Publikum bestimmt. Vom Genre her ist es fantastische Abenteuerliteratur.

Die Grundlagen gehen bis ins Jahr 1998 zurück – den Ur-Roman „Die Brücke“ begann ich, um mir einen Ausgleich zum Schulstress zu schaffen. Die damalige Geschichte hatte nicht viel mit den heutigen Romanen zu tun, doch es war der Grundstein und etliche Elemente und Charaktere der alten Fassung habe ich letztendlich für das Buch „Weltenwandler“ übernommen, was leider nie erschienen ist.
Jahre später entstand zusammen mit meiner Frau Tanja Meurer, die Idee dem chaotischen Charakter Kim mehr Platz in den Büchern einzuräumen. Nach einem Traum und intensiven Genuss der Musik von Emily Autumn, plottete ich die Geschichte durch und begann zu schreiben. 2009 stellte ich das Buch „Die gestohlene Fantasie“ fertig. Später wurde die Handlung auf 2 Bände aufgesplittet, da sich der Roman als zu umfangreich für Kinder ab 10 herausstellte. Die Bücher „Die lebenden Träume“ und „Die vergessenen Kinder“ erschienen schließlich 2013 im Bookshouse Verlag, allerdings wurde die reihe nicht fortgesetzt, obwohl ich eine Menge weiterer Ideen habe. Seitdem liegt „Assjah“ auf Eis, bis ich einen neuen Verlag finde, der sich an die Reihe wagen will.

Klappentext “Die lebenden Träume”
Was wäre, wenn Träume Wirklichkeit würden?

Eine Mutprobe zur Geisterstunde. Der 10-jährige Kim findet in einer Spukvilla einen magischen Gegenstand. Mithilfe des Traumspiegels kann er die Wesen, die er sich im Schlaf ausdenkt, in die Realität holen. Er wünscht sich zahlreiche Geschöpfe herbei, doch je mehr neue Freunde er beschwört, desto größer wird das Ungleichgewicht zwischen Fantasie und Wirklichkeit

Plötzlich jagen ihn die Namaren, düstere Schatten, die seine einfallsreichen Vorstellungen verschlingen wollen. Kim nimmt seinen Mut zusammen und taucht mit den Feen Silberfünkchen und Goldlöckchen, dem Magier Annatar und dem Rattendrachen Finn in seine Träume ein, um sich den Fantasiefressern zu stellen …

Informationen zu „Assjah“ findet ihr unter: www.assjah.de

Nachtschatten:
“Nachtschatten” ist eine Urban Fantasy Trilogie, die ich seit 2015 im Selbstverlag herausbringe. Die Bücher basieren auf der Kurzgeschichte “Blonder Engel”, die ich für einen Wettbewerb schrieb. Schon während des Schreibens hatte ich Lust, die Idee weiter auszubauen und so entstand 2013/2014 ein 500-Seiten starker Einzelband. Da ich immer noch nicht in der Lage war, alle Ideen und Hintergründe mit einzubauen, habe ich die Geschichte schließlich auf eine Trilogie ausgeweitet, von der demnächst Band 2 erscheinen wird.

Natürlich kam ich nicht umhin in die Trilogie queere Charaktere eizubauen, so verliebt sich Lilys Schutzengel Adrian in den Vampir Radu, während die Werwölfin Hannah eine feste Partnerin hat. 🙂

Klappentext “Unantastbar”
Menschen, Vampire und Werwesen haben etwas gemeinsam: Sie alle besitzen einen Schutzengel. Lily – eine der wenigen Auserwählten, die den ihren sehen kann – wird zu einer Jägerin ausgebildet, um gewöhnliche Menschen vor übernatürlichen Wesen zu schützen.

Als sie sich in Silas verliebt, der Mitglied einer geheimnisvollen Magiergilde ist, hat plötzlich jeder Geheimnisse vor ihr: Der hohe Rat, ihre Lehrmeisterin, Silas, sogar ihr eigener Schutzengel Adrian. Die seltsamen Vorfälle, die sich um sie herum ereignen, lassen sie und Silas schließlich auf ein Komplott aus Intrigen stoßen, das seinen Ursprung in Lilys Vergangenheit hat.

9 mm
Die “9 mm”-Reihe ist eine Gay Crime Reihe, die ich zusammen Tanja Meurer schreibe und die beim Deadsoft Verlag erscheint. Die Geschichten berühren oder kreuzen sich jedoch, so dass sich die Charaktere im Laufe der Zeit immer wieder begegnen, oder einige Handlungsbögen überschneiden. Der erste Band “Schweiß und Blut” stammt von Tanja, Band zwei trägt den Titel “Rotten Games” und wurde von mir verfasst. Die Geschichte soll mit dem Roman “Verborgener Feind” von Tanja fortgeführt werden, ebenso plane auch ich weitere Bücher zu „9 mm“, in denen jedoch eher Tobias im Mittelpunkt steht, da Jay zweiter Hauptcharakter bei Tanjas weiteren Romanen wird.

Klappentext “Schweiß und Blut”
Als Christoph den jungen Punk Jens als Anhalter in seinem Truck mitnimmt, ahnt er bereits, dass er einen Fehler begangen hat. Sein Verdacht bestätigt sich bald: Jens ist auf der Flucht vor der Polizei. Doch auch Christoph ist nicht der, der er vorgibt zu sein. Zwischen den beiden gefährlichen Männern entsteht eine explosive Atmosphäre, die droht, sich auf gewalttägige Art zu entladen.

Klappentext “Rotten Games”
Aussteiger und Fotograf Jay kommt nach Berlin, um sich die Beelitzer Heilstätten anzusehen. Doch diese dürfen nur im Rahmen von geführten Foto-Touren besucht werden. Seine Chancen stehen schlecht, so kurzfristig einen Termin zu ergattern. Da macht ihm seine Zufallsbekanntschaft Tobias ein überraschendes Angebot: Er kann den Krankenhauskomplex auch ohne Tour besichtigen. Aber Jay ist hin- und hergerissen. Auch wenn Tobias ihm gefällt – er hat eindeutig ein paar Geheimnisse zu viel …

Informationen zu meinen Büchern gibt es unter: www.juliane-seidel.de

Messen

Neben dem Schreiben liebe ich es Veranstaltungen und Messen zu organisieren – das begann mit dem Zeichnerverein ARS, den ich 6 Jahre lang betreute, ging über die Messeauftritte mit „Vee-Jas“ und dem Lesecafé Wiesbaden, da 3 Jahre lang in der Coffeebar Anderswo stattfand, und mündete schließlich in „QUEER gelesen“, einem schwullesbischen Lesefestival und der Mitgliedschaft im Homonale Filmteam – man sieht, auch arbeite ich bei queeren Projekten mit.


QUEER gelesen
Das Lesefestival “QUEER gelesen” fand erstmals 2014 in Wiesbaden statt. In Zusammenarbeit mit dem Filmfestival “Homonale”, dem Lesecafé Wiesbaden und der Coffeebar Anderswo lasen über ein ganzes Wochenende verteilt 12 Autoren aus ihren Werken. Im Folgejahr sicherte sich das Lesefestival nicht nur neue Sponsoren und Partnern, es erhielt auch erstmals den Namen „Queer gelesen“. Es fanden 1 schwullesbische Lesungen statt, das Highlight war eine Skypelesung mit Cecil Dewi, die in Chile lebt. Für die Zukunft strebt das Team von QUEER gelesen nicht nur jährliche Veranstaltungen an, sondern auch eine Zusammenarbeit mit den Kulturämtern der Städte Wiesbaden und Mainz, wie auch mit einigen sozialen Trägern.

Man sieht – es kombiniert in gewisser Weise meine größten Leidenschaften: Bücher, Autoren und das Organisieren von Veranstaltungen. „QUEER gelesen“ bedeutet mir wahnsinnig viel und ich hoffe, dass es in Zukunft viele Festivals gibt und sich diese kontinuierlich vergrößern. Mein Traum wäre irgendwann eine Messe, bei der nicht nur Lesungen stattfinden, sondern auch Verlage, Künstler und Autoren die Möglichkeit erhalten, sich zu präsentieren.

Informationen findet ihr unter: www.queer-gelesen.de


Homonale
Die Homonale ist das schwulllesbische Filmfest der Landeshauptstadt Wiesbaden. Dieses Festival wird seit 2001 jährlich im traditionsreichen Kino Caligari-Filmbühne veranstaltet. Das Themenspektrum des Festivals umfasst homo- und bisexuelle Filme und seit den letzten Jahren auch Filme zu Transidentität. Die Filmgenres sind ebenfalls sehr vielfältig, von Dramen über Komödien, Krimis bis hin zu Dokumentationen. Das Team versucht hier immer ein ausgewogenes Programm zusammenzustellen.

Seit 2014 bin ich Mitglied des Homonale Filmteams, ursprünglich suchte ich lediglich einen Kooperationspartner für das schwullesbische Lesefestival. Da meine Frau und ich uns jedoch auch für Filme begeistern, nahmen wir das Angebot an, auch bei der Filmauswahl und den Aktivitäten der Homonale Wiesbaden aktiv zu werden. Neben der Filmauswahl, bin ich für die Pressemitteilung und die Internetseite verantwortlich, die ich Ende 2015 aufgesetzt habe.

Informationen findet ihr unter: www.homonale-wiesbaden.de

 

[BLOGGEBURTSTAG] Über mich

Selbstbildnis mit Kim (Assjah), Polychromas

Was gibt es über mich zu sagen? Ich wurde 1983 in Suhl (Thüringen) geboren, habe einen Bruder und hatte eine recht normale Kindheit. Sechs Jahre lang habe ich Gitarre gespielt (bis ich mit meinen kleinen Händen die Akkorde nicht mehr greifen konnte), habe gezeichnet, als ich Mangas für ich entdeckte und der Meinung war, so etwas wesentlich besser zu können (was mir aber nie geglückt ist), und habe im Alter von 14 Jahren mit dem Schreiben begonnen. Heute zeichne ich fast gar nicht mehr, da mir schlicht und ergreifend die Zeit fehlt. Wenn ich überhaupt noch zum Stift greife, dann nur um kleine Skizzen in meine eigenen Romane zu zeichnen (zumeist Figuren meiner Kinderbücher) oder um mit meiner Frau Tanja Meurer Auftragsarbeiten für Verlage und Privatpersonen zu erfüllen. Als „Vee-Jas“ erstellen wir Buchcover, illustrieren Bücher und nehmen auch ungewöhnliche Aufträge an (Gestaltung eines Schaukampfschildes für Bernhard Hennen, Bemalen einer Küchenplatte in einem alten Haus in Hann. Münden, etc.).

Kalender-Illustration Dezember, A4, Copic Marker

Doch auch das ist zeitbedingt etwas in den Hintergrund getreten – denn das normale Berufsleben (ich arbeite seit einer Weile als technischer Redakteur in Bad Homburg) geht einfach vor. Insbesondere wenn man in Wiesbaden lebt und 3-4 Stunden am Tag im Zug sitzt, um ins Büro zu kommen. Einziger Vorteil: ich komme zum Lesen und kann entsprechend viele Bücher in der Woche für „Like a Dream“ und diverse andere Plattformen rezensieren (oder an Leserunden teilnehmen) – etwas, was ich unheimlich gerne mache und auch nach 15 Jahren nicht seinen Reiz verloren hat. Der Blog ist inzwischen sehr wichtig für mich, da er mich nicht nur fast die Hälfte meines Lebens begleitet, sondern eine Menge Herzblut in ihm steckt. Wie viele Wandlungen er hinter sich hat, sieht man an den unterschiedlichen Layouts und Ideen. Berichte und Rezensionen sind eine meiner Leidenschaften, was wohl erklärt, warum ich auch bei “Pummeldex” und “Splashbooks” als Redakteur arbeite, und Produkttester bei “Amazon Vine” bin.

Illustration zu “Assjah”, A3, Tusche

Zeichnergemeinschaft ARS

Meine zweite große Leidenschaft gehört dem Organisieren von Veranstaltungen und Treffen. Sechs Jahre lang leitete ich mit meiner Frau den von mir gegründeten Zeichnerverein „ARS“, der zeitweise aus knapp 50 Illustratoren und Comiczeichnern bestand und für die ich Messeauftritte, Treffen und Zusammenkünfte organisierte. Nachdem ich 2007 aus dem Verein austrat und anderen die Leitung übertrug, habe ich mich einige Jahre lang um die Messeauftritte für „Vee-Jas“ gekümmert, doch im März 2011 gaben wir auf der Leipziger Buchmesse unsere Abschiedsvorstellung – da die vielen Messen zu stressig wurden. Um meiner Leidenschaft für’s Organisatorische weiter frönen zu können rief ich im April 2011 das “Lesecafé Wiesbaden” ins Leben, eine monatliche Lesungsreihe, bei denen Autoren in der Coffeebar Anderswo ihre Bücher vorstellen können. Nach 50 Veranstaltungen fand im Januar 2015 die letzte Lesung im Anderswo statt, doch ich hatte gewissermaßen Blut geleckt. Das 2014 erstmals in der Coffeebar stattfindende schwullesbische Lesefestival wollte ich auf jeden Fall fortführen. Inzwischen trägt es den Namen „QUEER gelesen“, findet jährlich in Mainz/Wiesbaden statt und wird von Verlagen unterstützt.

Und da mir das nicht ausreicht, bin ich noch Mitglied im Filmteam der „Homonale Wiesbaden“. Informationen zu den einzelnen Projekten gibt es am Sonntag – da stelle ich alles ein wenig ausführlicher vor 🙂

Auch wenn es danach klingt, als sei das ausreichend um meine Freizeit zu füllen, so kann ich doch nicht davon lassen eigene Geschichten zu erzählen. Ich liebe es zu schreiben: allen voran fantastische Kinder- und Jugendbücher (“Assjah” 1 und 2, “Nachtschatten” 1 und 2). Inzwischen sind auch schwule Kurzgeschichten, Novellen und Romane (“9 mm – Rotten Games”) hinzugekommen, die teils im Eigenverlag, teils bei Verlagshäusern erschienen sind. Das macht mir einfach Spaß und ich denke nicht, dass ich jemals damit aufhöre, meine eigenen Geschichten auf’s Papier zu bringen. Ich mag zwar keine herausragenden Veröffentlichungen vorzuweisen haben, aber das schreckt mich nicht – ich mach einfach weiter 😉

Meine anderen Hobbies sind Pen&Paper Rollenspiele, Filme und TV-Serien und das Programmieren und Designen von Internetseiten, Plakaten und Flyern. Letzteres mache ich hin und wieder nebenberuflich, wenn es sich zeitlich einschieben lässt. Aber das beschränkt sich zumeist auf 1-2 Aufträge im Jahr, wenn überhaupt.

Ihr seht – ich mache ziemlich viel in meiner Freizeit: Lesen (Fantasy, Kinder- und Jugendbücher, queere Literatur), Schreiben (Rezensionen und Bücher), Designen (Flyer und Homepages) und Organisieren (Veranstaltungen und Messen). Das alles wäre ohne die Unterstützung meiner Frau gar nicht möglich, da sie mir oft genug den Rücken freihält, damit ich mich auf all die Dinge konzentrieren kann, die mich so umtreiben.

Für alle, die wissen wollen, welche Bücher, Filme und Comics ich am meisten mag, hier eine Übersicht meiner Lieblinge (Achtung, nicht alle Bücher, Comics und Filme sind queer ;)):

Manga: “In these Words”, “Ten Count”, “Death Note”, “Gorgeous Carat”, “Full Metal Alchemist”

Comic: “Black Sad”, “Courtney Crumrin”, “Der Dieb der Zeit”

Anime: “Full Metal Alchemist”, “Rurouni Kenshin”, “Spirited Away”, “Now and then here and there”, “Visions of Escaflowne”, “Trigun”, “Tiger & Bunny“, “Black Butler

(c) Ayami Koujima

Animation: “Drachenzähmen leicht gemacht”, “Hüter des Lichts”, “Merida”, „Ratatouille“, „Megamind“, „Baymax – Riesiges Robowabohu“

Mangaka: You Higuri, Ayami Koujima, Yoshitaka Amano, Yun Kouga, Yamane Ayano

Bücher: „Narziß und Goldmund“, „Adrian Mayfield“- Trilogie, „Die Bücherdiebin“, „Nightrunner“-Reihe, „Captive Prince“-Trilogie, „Staub und Stolz“, „Bruder“, „Der Joker“, „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, „Letztendlich sind wir dem Universum egal“, „Sieben Minuten nach Mitternacht“, „Bartimäus“-Reihe

Schriftsteller: Hermann Hesse, Berthold Brecht, Floortje Zwigtman, John Green, David Levithan, Markus Zusak, Jonathan Stroud

Musik: ASP, Subway to Sally, Nightwish, Yuki Kajimura, Film-Soundtracks, Folk

Film: „Manche mögen’s heiß“, „Don Camillo und Peppone“, „Der Hofnarr“, „Das große Rennen“, „Tanz der Vampire“, „Eins zwei drei“, „M“, „Cinema Paradiso“, „Wer tötete Victor Fox“, “Drei Männer im Schnee”

Supernatural

TV-Serien: „Supernatural“, „Ripper Street“, „Grimm“, “Sherlock”, “Whitecheapal”

RPG: „Dungeons and Dragons 3E“, „Vampire“ („Dark Ages“, „Maskerade“), „Call of Cthullhu“, „Castle Falkenstein“, „Shadowrun“